Hamburger Persönlichkeiten - Musik
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Hans Albers  
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Geboren 22. September 1891
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. Juli 1960
Todesort Starnberg 
Kurzbiographie  
YouTube Filme

Kategorien Musik
Schauspiel und Tanz
Funktionen Musiker/in: -
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Theodor Avé-Lallemant  
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Geboren 1806
Geburtsort  
Gestorben 1890
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Kritiker/in: -
Musiker/in: -
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Carl Philipp Emanuel Bach  
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Geboren 08. März 1714
Geburtsort Weimar 
Gestorben 14. Dezember 1788
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der "große Bach" – damit war im 18. Jahrhundert nicht Johann Sebastian gemeint, sondern sein berühmter Sohn, Carl Philipp Emanuel. Der so genannte "Hamburger Bach" wirkte von 1768 bis 1788 als Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen und war Kantor an der Gelehrtenanstalt Johanneum.

Unterricht in Komposition und Klavierspiel erhielt der zweitälteste Bach-Sohn bei seinem Vater parallel zur schulischen Ausbildung, die anfangs in Köthen und ab 1723 an der Leipziger Thomasschule absolviert wurde. Ganz der Musik widmete Bach sich erst, nachdem er sein Jurastudium abgeschlossen hatte und 1738 in die Hofkapelle des Kronprinzen und späteren König, Friedrich II. von Preußen eintrat. Als Hofcembalist hatte er den Flöte spielenden und komponierenden Monarchen zu begleiten.

30 Jahre blieb Bach in Berlin, komponierte und konzertierte daneben auch öffentlich und stand bereits in dem Ruf, einer der führenden Cembalo- bzw. Klavierspieler Europas zu sein, bevor er 1768 mit seiner Familie als neuer Kantor und Kirchenmusikdirektor nach Hamburg kam. Sein Amtsvorgänger und Patenonkel, Georg Philipp Telemann, war 1767 gestorben, und nun hatte sich der bisherige Cammermusicus um die Ausstattung und Leitung der Hamburger Kirchenmusik zu kümmern. Daneben nutzte der Musikdirektor intensiv die Gelegenheit, auf seinen Bach'schen Privatconcerten mit eigenen Werken zu brillieren.

In Hamburg entstanden etwa die sechs Streichersinfonien Wq182, die "Hamburger Sonate" (Flötensonate Wq 133), bedeutende Chorwerke und weitere kammermusikalische Kompositionen. Sein breites künstlerisches Schaffen umfasst neben Kantaten, Oratorien und Orgelsonaten unter anderem 19 Sinfonien, 200 Klavierkompositionen und 50 Klavierkonzerte. Stilistisch nimmt Bach eine wichtige Verbindungsstelle zwischen Barock und Klassik ein. Er gilt als der bedeutendste Vertreter der "Hamburger" oder "norddeutschen Schule". Seine letzte Ruhestätte liegt im Gruftgewölbe der St. Michaeliskirche. 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Felix Mendelssohn Bartholdy  
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Geboren 03. Februar 1809
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. November 1847
Todesort Leipzig 
Kurzbiographie Eine Gedenktafel in der Hamburger St. Michaeliskirche ehrt den großen Komponisten, Pianisten, Dirigenten und Musikorganisator mit folgender Inschrift: "Am 5. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy nahe dieser Kirche geboren. Seine Psalmkompositionen für den evangelischen Gottesdienst verbinden jüdische Tradition mit christlichem Bekenntnis. Wir gedenken seiner an dieser Stelle als des Wiederentdeckers von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion und Georg Friedrich Händels Oratorien".

Tatsächlich wurde Felix Mendelssohn Bartholdy in der Großen Michaelisstraße 14 geboren und hat dort seine ersten Lebensjahre verbracht. Aber Spuren gibt es nicht mehr, die Straße wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Und die Beziehung zu Hamburg war kurz, denn schon 1811 zog die Familie nach Berlin, wo die Entwicklung des musikalischen Wunderkindes stattfand: Mit sieben Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht, mit neun trat er gemeinsam mit seiner Schwester Fanny zum ersten Mal öffentlich auf, mit 11 stellt er seine erste Komposition vor und mit siebzehn komponiert er bereits die Ouvertüre zu Shakespeares "Sommernachtstraum", eines seiner bekanntesten Stücke. Die 1820er Jahre waren die Wanderjahre, geprägt von zahlreichen Konzertreisen durch Europa, bis Mendelssohn 1833 zum Musikdirektor in Düsseldorf und zwei Jahre später Gewandhauskapellmeister in Leipzig ernannt wurde. Dort feierte er seine größten Triumphe, führte das Gewandhausorchester zu Weltruhm.

Bis zu seinem frühen Tod mit nur 38 Jahren schuf Mendelssohn ein Œuvre von mehr als 400 Werken, Konzerte, Vokal-, Orchester-, Kammermusik- und Klaviermusikwerke, dazu fünf Sinfonien (Schottische', 'Italienische) und die Oratorien "Paulus" und "Elias".

Bereits zu Lebzeiten erlebte antisemitische Vorbehalten verstärkten sich nach seinem Tod in heftige Angriffe und gipfelten im Nationalsozialismus im Verbot seiner Musik.  
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Ludwig-Ehrhardt-Straße/Ecke Erste Brunnenstraße ist seit 1989 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Hermann von Beckerath  
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Geboren 1909
Geburtsort  
Gestorben 1964
Todesort  
Kurzbiographie Hermann von Beckerath war Cellist. 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Hermann Berens  
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Geboren 1826
Geburtsort  
Gestorben 1880
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Julius von Bernuth  
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Geboren 08. August 1830
Geburtsort Rees/Rhein 
Gestorben 24. Dezember 1902
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Julius von Bernuth, geboren 8.8.1830 in Rees/Rhein, gestorben 24.12.1902 in Hamburg, Sohn des Weseler Landrats Heinrich von Bernuth und der Johanna van dem Broek. Neben Jurastudium und Referendariat musikalische Ausbildung. 1854-1868 Dirigent der Singakademie in Leipzig, 1867-1895 Leiter der Philharmonischen Konzerte in Hamburg, 1873 Begründer des Hamburger Konservatoriums. Auch als Komponist tätig. Vermählt 20.4.1863 mit Doris Carolina Sophie Therese Pagels. 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
Orchesterleiter/in: -
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Jakob Brahms  
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Geboren 01. Juni 1806
Geburtsort Heide/Holstein 
Gestorben 11. Februar 1872
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Jakob Brahms, geb. 1.6.1806 in Heide/Holstein, gest. 11.2.1872 in Hamburg, Sohn des Heider Gastwirts und Krämers Johann Brahms und der Christiane Magdalene Asmus aus Wöhrden b. Heide. Nach fünfjähriger Stadtpfeiferlehre in Wesselburen, 1826 Übersiedlung nach Hamburg, dort Tätigkeit als freier Musikant in Gaststätten, seit 1835 als Hornist im Bürgermilitär, seit 1853 Kontrabassist am Stadttheater und von 1864 bis 1870 Kontrabassist bei den Hamburger Philharmonischen Konzerten. 9.6.1830 erste Eheschließung mit der in Hamburg ansässigen Näherin Christiane Nissen (gest. 1865), 22.3.1866 zweite Eheschließung mit Karoline Paasche, verw. Schack (erste Ehe) und Pomplun (zweite Ehe), aus Pinneberg; Vater des Komponisten Johannes Brahms.  
Lokale Referenzen
Johann Jacob Brahms wurde unter der Matrikel-Nummer 33 als Mitglied der Johannis-Loge "Zum Pelikan" geführt. Im Jahre 1865 hatte er in dieser Loge den Freimaurer-Meistergrad inne.
 
Spuren in Hamburg:
- im Brahmsquartier ist eine Stehle mit Gedenktafel, auf der auf seinen Sohn Johannes Brahms und die Väterliche Wohnung im Hinterhaus Specksgang 24 hingewiesen wird.
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Johannes Brahms  
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Geboren 07. Mai 1833
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. April 1897
Todesort Wien 
Kurzbiographie Im ärmlichen Gängeviertel in der Neustadt wurde er geboren, im nah gelegenen Michel getauft und konfirmiert – Johannes Brahms ist ein echter Sohn Hamburgs. Als siebenjähriger erhält er bereits Unterricht in Klavier, mit zehn gibt er sein erstes öffentliches Konzert. Dass er aber als pianistisches Wunderkind auf Amerika-Tournee geschickt wird, wusste sein Lehrer zu verhindern. Die erste Konzertreise unternimmt der 20-Jährige 1853 zusammen mit dem Geiger E. Reményi. In Hannover lernt er den Geiger Joseph Joachim kennen, in Weimar Franz Liszt und in Düsseldorf Robert und Clara Schumann – der eine wird sein Förderer, die andere seine Freundin. Zurück in Hamburg widmet sich Brahms verstärkt der Chorarbeit. Doch 1963 kehrt er der Stadt, die ihm weder die Dirigentenstelle der Singakademie, noch 1867 die Leitung des Philharmonischen Orchesters übertragen will, den Rücken und geht als Leiter der Singakademie nach Wien. Eine Wohnung in der Karlsgasse 4 wird ab 1871 seine endgültige Adresse und Brahms ist bald darauf nur noch als freischaffender Künstler tätig und auf Konzertreisen unterwegs – als Interpret und Dirigent seiner eigenen Werke. "Ein deutsches Requiem" war 1868 bereits ein überwältigender Erfolg und markierte den endgültigen Durchbruch als Komponist. Als 1876 die 1. Sinfonie uraufgeführt wird, wird Brahms als neuer Beethoven gefeiert. Brahms zählt zu den einflussreichsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, der abgesehen von der Oper in allen musikalischen Gattungen exemplarische Werke geschaffen hat: in der Orchestermusik (vier Sinfonien, Konzerte), der Kammermusik, Klaviermusik, Oratorien- und Chormusik sowie dem sehr umfangreichen Liedschaffen.1889 verleiht ihm die Stadt Hamburg den Ehrenbürgerbrief, für seine Geburtsstadt schreibt er daraufhin die Fest- und Gedenksprüche op 109. Als er jedoch 1894 aus Hamburg das Angebot erhält, nun doch Leiter des Philharmonischen Orchester zu werden, lehnt er ab.  
Lokale Referenzen Brahmsallee, Harvestehude, seit 1899
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Dr. Franz Karl Friedrich Chrysander  
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Geboren 08. Juli 1826
Geburtsort Lübtheen/Mecklenburg 
Gestorben 03. September 1901
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie

Friedrich Chrysander, Sohn des Mühlenbesitzers Johann Friedrich August Chrysander und seiner Frau Marie Dorothea Elisabeth Burmeister, trat 1847 in das Lehrerseminar Ludwigslust ein. 1849 wurde er Bürgerschullehrer in Doberan. In dieser Zeit wandte er sich der Musikforschung zu. 1855 wurde er an der Universität Rostock zum Dr. phil. promoviert. Seit 1866 in Bergedorf als freier Musikwissenschaftler mit nebenbei betriebener Gärtnerei ansässig, wurde er 1868 Redakteur der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" und gründete 1869 die "Denkmäler der Tonkunst", welche er bis 1871 auch herausgab. Berühmt wurde Chrysander vor allem als Händelforscher und Begründer der Händel-Gesamtausgabe.

 
Lokale Referenzen Chrysanderstraße, Bergedorf, seit 1949
 
Kategorien Wissenschaft
Musik
Funktionen
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Johann Hermann Clasing  
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Geboren 04. Juli 1779
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. Februar 1829
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Hermann Clasing, geboren 4.7.1779 in Hamburg, gestorben 8.2.1829 ebd., Sohn des Hamburger Totengräbers Johann Christian Clasing und der Anna Margaretha Huppe. Schüler des Hamburger städtischen Musikdirektors und Kantors Christian Friedrich Gottlieb Schwencke. 10.10.1812 Heirat mit Magdalena Dorothea Wilhelmine Cölln aus Hamburg. Als Konzertpianist, Chorleiter und Komponist in Hamburg tätig, von gewichtigem Einfluß auf die Hamburger Musikpflege im 19. Jahrhundert, Wegbereiter der späteren Hamburger Singakademie. 
Lokale Referenzen Clasingstraße, Eimsbüttel, seit 1911
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
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Paul Dessau  
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Geboren 19. Dezember 1894
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Juni 1979
Todesort Königs Wusterhausen  
Kurzbiographie Der gebürtige Hamburger war einer der bedeutenden deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts und neben Hanns Eisler eine zentrale Gestalt des Musiklebens der DDR.

Als Spross einer jüdischen Kantorenfamilie hat Dessau schon als 14-Jähriger alle Mozart-Violinkonzerte im Repertoire, nach einem Studium am Berliner Klindworth-Scharwenka-Konservatorium entscheidet er sich aber nicht für die Solisten-, sondern für eine Dirigentenlaufbahn und wird 1912, noch 17-Jährig, Korrepetitor am Hamburger Stadttheater.

Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitet Dessau 1918/19 als Hauskomponist und Kapellmeister an den Hamburger Kammerspielen und nach Engagements in Köln und Mainz geht er an die Städtische Oper Berlin. Ab 1926 widmet sich Dessau dem neuen Medium Film zu und komponiert Musik zu Stummfilmen, arbeitet als Geiger und Orchesterleiter im Berliner Alhambra-Kino und zähltin den 1930er Jahren zu den führenden Tonfilm-Komponisten seiner Zeit.

1933 emigriert Dessau nach Frankreich, 1939 in die USA. Im Exil lernt er Hanns Eisler, Arnold Schönberg und Berthold Brecht kennen. Nach Deutschland zurückgekehrt, lässt er sich 1948 in Ostberlin nieder, lehrt dort an der Staatlichen Schauspielschule und wird 1959 zum Professor ernannt. Dessau schrieb sowohl Arbeitlieder als auch Orchesterwerke, Kammer- und Klaviermusik. Bekannt wurde er durch Vertonungen von Texten seines Freundes Brecht, mit Opern wie "Die Verurteilung des Lukullus" (1951) oder "Puntila" (1966), außerdem Bühnenmusiken zu Brecht-Stücken wie „Mutter Courage“.  
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Bahrenfeld ist seit 2000 die Paul-Dessau-Straße
- Grünanlage Hohler Weg/Michelwiese ist seit 2001 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Fanny Elßler  
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Geboren 23. Juni 1810
Geburtsort Wien 
Gestorben 27. November 1883
Todesort Wien 
Kurzbiographie Fanny Elßler, geb. 23.6.1810 in Wien, gest. 27.11.1883 ebd., Tochter des fürstlichen Bediensteten Johann Elßler und der Stickerin Therese Prinster. Gefeierte Tänzerin ihrer Zeit mit Verpflichtungen in ganz Europa. Verheiratet 1834 mit dem Direktor der italienischen Oper in Paris, Louis Vernon; nach der Scheidung mit dem Prinzen Leopold von Bourbon-Sizilien und dem Tänzer Anton Stuhlmüller. 1843 erstes Gastspiel in Hamburg. 1851-1855 ständiger Aufenthalt in Hamburg, seitdem wieder in Wien. 
Kategorien Musik
Funktionen Tänzer/in: -
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Ilse Fromm-Michaels  
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Geboren 30. Dezember 1888
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Januar 1986
Todesort Detmold 
Kurzbiographie Ilse Fromm-Michaels zählt als Komponistin, Pianistin und Klavierpädagogin zu den eindrucksvollsten Künstlerpersönlichkeiten Hamburgs. Bereits als 13-Jährige studierte sie Komposition und Klavier, zuerst an der Musikhochschule in Berlin, anschließend von 1905–1908 am Stern'schen Konservatorium und von 1911 bis 1913 in Köln.

Als Konzertpianistin sorgte sie mit Interpretationen zeitgenössischer Kompositionen und eigner Werke für Aufsehen, und auch nach ihrer Heirat 1915 setzt sie ihre intensive Konzerttätigkeit fort und tritt mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten wie Hermann Abendroth, Max Fiedler, Wilhelm Furtwängler, Artur Nikisch und Otto Klemperer auf.

Ihr kompositorische Werk zeigt in einer ersten Phase ab 1908 eine Entwicklung von spätromantischen Klavierminiaturen zu größeren Klavierwerken. Ab 1920 galt ihr Interesse der Kammermusik und dem Lied, in den 30er Jahren entstanden auch Werke für Orchester.

1933 wurde ihr Mann, der Amtsrichter Walter Michaels, wegen seiner jüdischer Herkunft zwangsweise pensioniert, ein Jahr darauf wurde Ilse Fromm-Michaels mit Berufsverbot belegt. Damit war sie vom Konzertleben ausgeschlossen, auch durften ihre Kompositionen nicht mehr gespielt werden. Bis 1945 bestritt sie ihren Lebensunterhalt als Klavierlehrerin, 1946 wurde sie Dozentin und von 1957 bis 1959 Professorin an der Musikhochschule Hamburg.

Als erste Frau wurde Ilse Fromm-Michaels 1946 in die Akademie der Künste Hamburg gewählt und erhielt 1956 die Ehrenplakette der Akademie für ihr Gesamtwerk. 1964 verlieh die Stadt Hamburg der Komponistin die Brahms-Medaille.

Als Komponistin war Ilse Fromm-Michaels nach 1950 jedoch verstummt. Nach den tragischen Erlebnissen während der NS-Zeit war ihr das Komponieren nach eigenen Aussagen unmöglich geworden. Sie starb am 22. Januar 1986 in Detmold  
Lokale Referenzen Ilse-Fromm-Michaels-Weg, Othmarschen, seit 2008
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Johann Christoph Gloy  
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Geboren 10. Februar 1794
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 31. Mai 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Christoph Gloy, geboren am 10.02.1794 in Lübeck, gestorben am 31.05.1879 in Hamburg, Sohn des Hospitalvogts Ehrhard Valentin Christoph Gloy und der Margaretha Catharina Rings. Im 15. Lebensjahr Beginn der Bühnenlaufbahn in Hamburg, dann zunächst in Kiel und Flensburg, seit 1815 als Schauspieler und Sänger in Hamburg am Stadt-Theater engagiert. Erste Eheschließung 15.11.1818 mit Johanna Dorothea Gericke (gest. 1859), zweite Eheschließung 1861 mit Wilhelmine Stelling. 
Lokale Referenzen
Johann Christoph Gloy war überzeugter Freimaurer. Er ist am 1. August 1816 von der Hamburger Loge "Emanuel zur Maienblume" zum Lehrling aufgenommen worden. Im Jahre 1817 wurde er zum Gesellen befördert und 1823 zum Meister erhoben. 1866 ehrte ihn die Loge für seine 50-jährige Mitgliedschaft.
Mit ihm gemeinsam in der Loge "Emanuel zur Maienblume" war auch der Direktor des Stadt-Theaters Friedrich Ludwig Schmidt.
 
Kategorien Musik
Schauspiel und Tanz
Funktionen Musiker/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
Sänger/in: -
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Carl Grau  
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Geboren 23. Dezember 1854
Geburtsort Coburg 
Gestorben 18. Dezember 1935
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie Carl Grau, geb. 23.12.1854 in Coburg, gest. 18.12.1935 in Bergedorf. Nach musikalischer Ausbildung seit 1873 als Cellist in Coburg tätig, dann als Chordirektor in Freiburg im Breisgau. 1889-1901 als Kapellmeister am Thalia-Theater in Hamburg. 1909 Übersiedlung nach Bergedorf, dort 1910 Mitbegründer der Hasse-Gesellschaft und bis 1932 deren musikalischer Leiter, seit 1921 auch Leiter des Hasse-Orchesters. Heirat 08.01.1882 mit Wilhelmine Wohlbrück. 
Lokale Referenzen Graustraße, Bergedorf, seit 1949
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Orchesterleiter/in: -
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Georg Friedrich Händel  
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Geboren 23. Februar 1685
Geburtsort Halle 
Gestorben 14. April 1759
Todesort London 
Kurzbiographie In Halle an der Saale wird er geboren, in England feiert er später seine größten Triumphe und wird sogar zum Nationalkomponisten ernannt. Doch am Beginn der musikalischen Karriere steht Hamburg, wo Georg Friedrich Händel sein Operndebüt gibt. Nachdem er sein Jurastudium an den Nagel gehängt hat, kommt der 18-Jährige im Frühjahr 1703 in die Stadt, die seinerzeit zu den musikalischen Zentren Europas zählt. Hier wirken Johann Mattheson und Georg Philip Telemann und unter Reinhard Keiser floriert die Oper am Gänsemarkt.

Eine Anstellung im Opernorchester bekommt Händel durch die Bekanntschaft mit Johann Mattheson, er wird zunächst 2. Violinist, darf aber schon bald das Orchester vom Cembalo aus leiten. "Almira", die erste Oper, die er für das Haus am Gänsemarkt komponiert, wird mit 20 Aufführungen ein großartiger Erfolg. Mit Nero, Florindo und Daphne entstehen noch drei weitere Händel-Opern in Hamburg, auch wenn die beiden letzteren erst 1708 in Hamburg aufgeführt werden. Da hat Händel die Stadt längst verlassen. Bereits 1706 reist er nach Italien, 1710 wird er Hofkapellmeister in Hannover und geht von dort nach London, wo er bis zu seinem Tod bleibt und als Hofkomponist der Welfenkönige Georg I. und Georg II. seine größten Triumphe feiert.

Händel komponiert Kirchen- und Festmusik für den Hof, schreibt italienische Opern, Oratorien (Der Messias), Kammer- und Orchestermusik wie die Wasser- und die Feuerwerksmusik. Insgesamt hat Händel mehr als 600 Werke in allen Genres seiner Zeit komponiert.  
Lokale Referenzen Händelstraße, Bahrenfeld, seit 1895
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Oper: -
Komponist/in: -
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Fanny Hensel (geb. Mendelssohn Bartholdy)  
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Geboren 14. November 1805
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Mai 1847
Todesort Berlin 
Kurzbiographie Fanny Hensel war Komponistin, Pianistin, Dirigentin und Konzertorganisatorin.

Fanny Hensel wurde als ältestes von vier Kindern ihrer Eltern Abraham und Lea Mendelssohn in Hamburg geboren. 1811 zog die Familie nach Berlin. Musikalisch mindestens ebenso talentiert wie ihr Bruder, wuchs sie mit Felix Mendelssohn Bartholdy in enger künstlerischer Gemeinschaft auf, wurde jedoch von Anfang an auf ihre zukünftige weibliche Rolle als Ehefrau und Mutter verwiesen, mit der eine musikalische Professionalisierung nicht vereinbar sei. "Die Musik wird für Felix vielleicht zum Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Tuns werden kann und soll…”, schrieb der Vater der 14-Jährigen, und so blieb ihr Wirken später auf den häuslichen Rahmen beschränkt. Sie komponierte überwiegend Klavierstücke und Lieder, die sich in häuslichen Konzerten aufführen ließen.

Dennoch waren ihre ersten Ehejahre musikalisch besonders produktiv. 1831, im Jahr nach der Geburt ihres einzigen Kindes Sebastian, komponierte sie alle ihre Kantaten und begann die Familientradition der Sonntagsmusiken neu zu beleben. In den Räumen ihrer Wohnung brachte sie vor geladenem Publikum Werke von Bach, Beethoven, Gluck, Weber, ihrem Bruder Felix sowie auch ihre eigenen Kompositionen zur Aufführung. 1841 komponierte Fanny ihr bedeutendstes Klavierwerk, den biographisch geprägten Zyklus "Das Jahr".

Erst kurz vor ihrem Tod konnte sich Fanny Hensel entschließen, gegen das Gebot des Vaters und gegen den Wunsch ihres Bruders Felix eine kleine Anzahl ihrer Werke herauszugeben. Insgesamt sind heute rund 450 Kompositionen von Fanny Hensel überliefert, Oratorien, Kantaten, Festspiele, Lieder und eine große Anzahl Klavierwerke.

Im Mai 1847 erlitt sie während einer Probe für die nächste Sonntagsmusik vermutlich einen Schlaganfall und starb noch in der darauf folgenden Nacht.  
Lokale Referenzen Geschwister-Mendelssohn-Stieg, Neustadt, seit 1999
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Carlo Frank Paul Karges  
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Geboren 31. Juli 1951
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. Januar 2002
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Carlo Karges war als Gitarrist und Keyboarder 1971 Gründungsmitglied der deutschen Rockband "Novalis". Anfang der 80er Jahre stieg er als Gitarrist bei der Neue-Deutsche-Welle-Band "Extrabreit" ein. Bekannt wurde er später vor allem als Gitarrist und Songschreiber für die Band Nena (u.a. 99 Luftballons, Irgendwie Irgendwo, Irgendwann). Karges starb am 30. Januar 2002 an Leberversagen.  
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Reinhard Keiser  
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Geboren 10. Januar 1674
Geburtsort Teuchern 
Gestorben 12. September 1739
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Reinhard Keiser war einer der führenden deutschen Opernkomponisten des Barock. Sein melodisch galanter Stil beeinflusste viele zeitgenössische Komponisten. Sein intensives Schaffen (Rund 80 Opern, szenische Werke, Arien, Duette, Kantaten, Serenaden), war für die Entwicklung der Oper in Deutschland von großer Bedeutung. Unter seiner Leitung erlebt die Oper am Gänsemarkt einen künstlerischen Höheflug, die Mehrzahl seiner Opern erlebte dort ihre Uraufführung.

Im thüringischen Teuchern geboren, kam Keiser 1697 nach Hamburg und blieb mit wenigen Unterbrechungen bis zu seinem Tod in seiner neuen Wahlheimat. Er arbeitete zuerst als Kapellmeister und Hauptkomponist an der Oper am Gänsemarkt, von 1703 bis 1707 war er ihr Direktor.

Der Bankrott der Oper im Jahre 1717 zwang Keiser, sich anderweitig nach einer Anstellung umzusehen. Doch alle Versuche schlugen fehl. Weder an den Höfen von Gotha, Eisenach oder Stuttgart noch am Opernhaus von Kopenhagen bot man ihm ein sicheres Einkommen. 1728 wird er in das Amt des Domkantors von Hamburg berufen und komponiert verstärkt kirchenmusikalische Werke.  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Oper: -
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Johanna Elisabeth Klopstock  
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Geboren 26. Juli 1747
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Januar 1821
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johanna Elisabeth Dimpfel, geboren 26.7.1747 in Hamburg, gestorben 19.1.1821 ebd., Tochter des Hamburger Kaufmanns Johann Heinrich Dimpfel und der Hamburger Kaufmannstochter Catharina Margaretha Moller. 19.11.1765 Heirat mit ihrem Vetter, dem Hamburger Kaufmann Johann Martin von Winthem (gestorben 1789); nach dessen Tod zweite Eheschließung am 30.10.1791 mit dem Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Nichte von Klopstocks erster Frau Margareta Moller. Berühmt für ihre Gesangskunst, von dem Klopstockkreis als „die Windeme“ schwärmerisch gefeiert. 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Sänger/in: -
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Hein(rich) Köllisch  
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Geboren 19. September 1857
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. April 1901
Todesort Rom 
Kurzbiographie Frack und Zylinder waren das Markenzeichen dieses großen Hamburger Originals. Als Humorist, Volkssänger und Liedtexter hat Hein Köllisch die plattdeutsche Sprache auf den Bühnen der Stadt salonfähig gemacht. Aufgewachsen auf St. Pauli, trat Köllisch zunächst in verschiedenen Theatern am Spielbudenplatz auf. Zwei Jahre nach seinem ersten Engagement "Im siebten Himmel" konnte er dort 1894 mit dem "Hein Köllisch Universum" sein eigenes Theater eröffnen. Neben selbstgeschriebenen plattdeutschen Parodien und Theaterstücken textete er seine Lieder zu populären Wiener Melodien. Aus seiner Feder stammen mehr als 150 Lieder, Parodien und Couplets wie "De Pingsttour", "Orgel kummt" und "De Reis´no Helgoland". Auf einer Erholungsreise erkrankte er und starb in Rom an einer Lungenentzündung. Der Pauls-Platz auf St. Pauli wurde 1949 in Hein-Köllisch-Platz umbenannt. 
Kategorien Musik
Funktionen Sänger/in: -
Musiker/in: -
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Detlef Kraus  
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Geboren 30. November 1919
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Januar 2008
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hans Johann Detlef Kraus war ein international renomierter Pianist, der sich insbeondere als Brahms-Interpret einen Namen gemacht hat, dessen sämtliche Werke er beherrschte. Er lehrte als Professor für Klavier unter anderem am Konservatorium Osnabrück und von 1963 bis 1988 an der Folkwang Hochschule in Essen. Als Mitbegründer der Hamburger Brahms-Gesellschaft war er ihr Präsident von 1982 bis 1997 und hat zahlreiche Aufsätze über Brahms veröffentlicht. 1975 erhielt er die Johannes-Brahms-Medaille des Hamburger Senats. Detlef Kraus starb an den Folgen eines Herzinfarktes im Alter von 88 Jahren.  
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Arnold Krug  
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Geboren 16. Oktober 1849
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. August 1904
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Arnold Krug war Pianist, Komponist und Musikpädagoge.

Von 1881 bis 1888 war er Dirigent und Leiter eines eigenen Gesangvereins, der Arnold Krugschen Singakademie. Ab Oktober 1885 war Arnold Krug dann als Lehrer für Komposition am Bernuth’schen Konservatorium in Hamburg tätig. 1885 übernahm er noch für zehn Jahre die Leitung der Altonaer Singakademie. 1902 wurde ihm in Hamburg der Professorentitel für Komposition („Comp. Prof.“) verliehen.  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Felicitas Kukuck  
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Geboren 02. November 1914
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. Juni 2001
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Felicitas Kukuck, geb. Cohnheim, wurde am 2. November 1914 in Hamburg geboren. Die Eltern, der Arzt Prof. Dr. Otto Cohnheim und seine Frau Eva förderten ihre künstlerische Entwicklung. 1916 änderte ihr Vater seinen jüdischen Namen in Kestner um.

Felicitas Kestner besuchte die Lichtwarckschule bis 1933. Ihr Abitur machte sie 1935 im Landschulheim der Odenwaldschule. An der Berliner Musikhochschule studierte sie zunächst Klavier und Querflöte. 1937 bestand sie die Privatmusiklehrerprüfung für Klavier, durfte jedoch wegen ihrer nach NS-Definitionen "teiljüdischen Abstammung" nicht unterrichten. Aber sie konnte Komposition bei Paul Hindemith studieren bis zu dessen Emigration. 1939 schloss sie ihr Musikstudium mit der künstlerischen Reifeprüfung für Klavier ab. Im selben Jahr heiratete sie Dietrich Kukuck. Das rettete ihr das Leben. 1945 siedelte Felicitas Kukuck mit einem Flüchtlingstransport nach Hamburg um, drei Jahre später zog sie mit ihrer Familie nach Blankenese, wo sie bis zum Tod lebte und arbeitete.

Paul Hindemith hat Felicitas Kukuck nachhaltig beeinflusst. Sein Bekenntnis zur ethischen Verpflichtung des Komponisten wurde für sie richtungweisend.  In über sechs Jahrzehnten schuf Felicitas Kukuck neben Instrumentalwerken eine reiches Werk geistlicher und weltlicher Vokalmusik. In ihren letzten Werken setzte sie sich mit Krieg und Frieden, mit Auschwitz, Hiroshima und Tschernobyl  auseinander. Im Gedenken an die atomare Vernichtung von Hiroshima und Nagasaki wurde am 11. August 1995 im Rahmen einer Weltfriedenswoche in Hamburg ihre Kantate "Und es ward: Hiroshima. Eine Collage über Anfang und Ende der Schöpfung" in der Turmruine St. Nikolai uraufgeführt.

Anlässlich der 800-Jahrfeier der Hamburger Hauptkirche St. Nikolai 1995 entstand die szenische Kantate "Wer war Nikolaus von Myra? Wie ein Bischof seine Stadt aus einer Hungersnot rettete und vor Krieg bewahrte". Aus den Schlussworten der Kantate spricht die Überzeugung der Komponistin, für die der Frieden in der Welt und zu Hause ein höchstes Gut ist: "Möge Nikolaus behüten / unsere Freunde in der Fremde / und die Fremden in der Stadt." Die Kantate wurde am 3. Dezember 1995 von drei Chören in der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern uraufgeführt.

1996 entstanden unter dem Titel "Und kein Soldat mehr sein" zehn Lieder gegen den Krieg, die anläßlich des Anti-Kriegstages am 1. September im Monsun-Theater uraufgeführt wurden. "Ich bin in Sehnsucht eingehüllt" ist der Titel ihrer letzten Veröffentlichung (1999) von sieben Klavierliedern auf Gedichte eines jüdischen Mädchens an ihren Freund. Es sind Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger, die achtzehnjährig in einem Konzentrationslager starb.

Die Freie und Hansestadt Hamburg ehrte Felicitas Kukuck 1989 für ihre Verdienste um Kunst und Kultur in Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille und verlieh ihr 1994 für ihre Verdienste um das Hamburgische Musikleben und als Auszeichnung für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik die Johannes Brahms-Medaille .
 
Lokale Referenzen Felicitas-Kukuck-Straße, Altona-Nord, seit 2016
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Sophie Christine Laeisz  
Abbildung
Geboren 30. Juni 1831
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Februar 1912
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sophie, die fünfte Tochter des Schiffsmaklers Christian Ludwig Knöhr, heiratete 1852 den Reeder, Kaufmann und Assekuradeur Carl Heinrich Laeisz. Nach dessen Tod 1901 blieb sie Inhaberin von dessen Firma F. Laeisz. In der Folgezeit kümmerte sie sich um die Erziehung ihrer beiden Enkel, die nach dem frühen Tod ihres Sohnes Carl Ferdinand im Jahr 1900 verwaist waren. Sophie Laeisz war sowohl in sozialer Hinsicht wie auch im Bereich der Kultur sehr aktiv: Die 1901 gegründete Sophie-Laeisz-Stiftung unterhielt das bereits 1860 errichtete F. Laeisz-Stift in St. Pauli, welches bedürftigen Personen Unterkunft bot. Im gemeinschaftlichen Testament der Eheleute war bestimmt, dass 1,2 Millionen Mark zur Erbauung einer Musikhalle in Hamburg gespendet werden sollten. Dessen Umsetzung veranlasste Sophie schon kurz nach dem Tod ihres Mannes und stockte die Bausumme auf zwei Millionen Mark auf. Nach der Eröffnung 1908 wurde das Gebäude schnell zum Mittelpunkt des Hamburger Konzertlebens. Ausführliche Biographie 
Lokale Referenzen Laeisz-Halle 
Literaturhinweise Literatur zu Sophie Laeisz.pdf
Kategorien Musik
Wohlfahrt
Funktionen
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Florian Leis-Bendorff  
Abbildung
Geboren 22. Oktober 1969
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. Oktober 2005
Todesort Landkreis Harburg 
Kurzbiographie Florian Leis-Bendorff absolvierte ein Studium an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst, arbeitete danach als Tontechniker und Musiker und feierte ab 1992 als Gitarrist bei der österreichischen Alpenrockband "Schürzenjäger" große Erfolge. Leis-Bendorff beging 2005 Selbstmord.  
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Rolf Liebermann  
Abbildung
Geboren 14. September 1910
Geburtsort Zürich  
Gestorben 02. Januar 1999
Todesort Paris 
Kurzbiographie Parkett Reihe 1, Platz 3 – in der Hamburgischen Staatsoper war dieser Stuhl so legendär wie unverkäuflich. Denn er war reserviert für den Operndirektor Rolf Liebermann, der auf seinem Stammplatz während der 14 Jahre seiner Intendanz kaum eine Aufführung im eigenen Haus verpasst hat.

Rolf Liebermann, der gebürtige Schweizer und Großneffe des Malers Max Liebermann, kam 1959 als Wunschkandidat von Bürgermeister Max Brauer an die Hamburger Staatsoper. Und der Jurist und Komponist, der zuvor zwar die Musikabteilung des NDR, aber noch nie ein Opernhaus geleitet hatte, führt das Haus zu neuem Glanz, macht es mit seinem Verständnis von Neuer Musik zur führenden Musikbühne Europas. Sein Credo: Kunst und Kultur sollen zum Gegenwartserlebnis werden. Sein Rezept: Mozart, Verdi und Puccini spielen, aber parallel Zeitgenössisches in Auftrag geben. Moderne Opern und Ballette werden fester Bestandteil des ständigen Repertoires. Von den 23 Uraufführungen zwischen 1959 und 1973, waren 21 Auftragswerke, darunter Hans Werner Henzes "Prinz von Homburg" und Mauricio Kagels "Stadttheater".

Liebermann holt hochrangige Regisseure, weltberühmte Sänger und gefeierte Dirigenten. Placido Domingo macht er zum Star, Igor Strawinski feiert 1962 seinen 80. Geburtstag in der Oper und Peter Ustinov führt Regie in Mozarts „Zauberflöte“ - goldene Zeiten für Hamburgs Oper. 1973 geht Liebermann nach Paris, um die Grand Opéra wieder auf Weltniveau zu bringen und kehrt 1985, inzwischen 74-Jährig, noch einmal an das krisengeschüttelte Haus am Stephansplatz zurück.

Mit seiner Jazzoper "Cosmopolitan Greetings" verabschiedet sich Liebermann 1988 von Hamburg endgültig als Intendantenlegende und will sich nur noch dem Komponieren widmen. Als seine fünfte Oper "Freispruch für Medea" 1995 zu Ehren seines 85. Geburtstags an der alten Wirkungsstätte uraufgeführt wird, ist es das letze Mal, dass er auf seinem Stammplatz in der ersten Reihe sitzt. Mit 88 Jahren stirbt er in Paris. 
Kategorien Musik
Funktionen Oper: -
Musiker/in: -
Komponist/in: -
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György Ligeti  
Abbildung
Geboren 28. Mai 1923
Geburtsort Diciosănmartin, (heutige Târnǎveni) Rumänien 
Gestorben 12. Juni 2006
Todesort Wien 
Kurzbiographie Der Komponist György Ligeti zählt zu den erfolgreichsten Vertretern der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts. Er lehrte von 1973 bis 1989 als Professor für Komposition an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater.

Ursprünglich wollte Ligeti Mathematik und Physik studieren, doch als Jude wurde er von der Universität abgewiesen. Statt dessen begann er 1941 eine musikalische Ausbildung. Während sein Vater und sein Bruder deportiert werden und in Vernichtungslagern umkommen, gelang es Ligeti, durch mehrmalige Flucht sein Leben zu retten. In Budapest arbeitete er bis zum ungarischen Volksaufstand als Volksmusikforscher und Dozent für Harmonielehre und Kontrapunkt. 1956 floh er nach Wien und ging dann als freier Mitarbeiter zum Westdeutschen Rundfunks nach Köln. Im Studio für Elektronische Musik arbeitete er mit Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez und Luigi Nono zusammen. Später ließt er sich in Wien nieder und wurde österreichischer Staatsbürger.

Inspiriert von den technischen Möglichkeiten der Klangerzeugung, widmete sich Ligeti wieder der Instrumentalmusik zu und avancierte zu einem der populärsten Vertreter der zeitgenössischen Musik. Mit "Atmosphères" gelang1961 der internationale Durchbruch, einem Stück, das fast komplett auf Melodie, Harmonie und Rhythmus verzichtet und sich rein auf die Klangfarbe konzentriert. Stanley Kubrick verwendete Atmosphères in seinem Film „2001: A Space Odyssey“.

Als Dozent und Gastprofessor bereiste Ligeti Europa und die USA, bevor er von 1973 bis zu seiner Emeritierung 1989 als Professor für Komposition an der Hamburger Musikhochschule lehrte. Zu seinen Schülern gehörten Renate Birnstein, Babette Koblenz, Manfred Stahnke, Wolfgang- Andreas Schultz und Denys Bouliane. In der Hamburger Zeit entstand die Oper "Le Grand Macabre", 2001 wird sein letztes Werk, das "Hamburgische Konzert" uraufgeführt. 1975 erhielt Ligeti den Bach-Preis der Stadt Hamburg, 2003 die Medaille für Kunst und Wissenschaft. 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Jenny Lind  
Abbildung
Geboren 06. Oktober 1820
Geburtsort Stockholm 
Gestorben 02. November 1887
Todesort Malvern Wells bei London 
Kurzbiographie Jenny Lind, geboren 06.10.1820 in Stockholm, gestorben 02.11.1887 in Malvern Wells bei London, Tochter des schwedischen Fabrikanten Nils Johan Lind und der Anna Maria Fallborg. Ausbildung zur Sängerin durch die Oper in Stockholm, später bei dem Gesangspädagogen Manuel Garcia in Paris. Gefeiert in ganz Europa als die „schwedische Nachtigall“; seit ihrem ersten Auftritt in Hamburg 1845 von den Musikfreunden der Stadt enthusiastisch umschwärmt. Seit 1852 verheiratet mit dem Hamburger Pianisten Otto Goldschmidt. Vermachte in Erinnerung an ihre Hamburger Triumphe der Stadt das Originalmanuskript von Ludwig van Beethovens berühmtem „Heiligenstädter Testament“ (heute in der Staats- und Universitätsbibliothek in Hamburg). 
Kategorien Musik
Funktionen Sänger/in: -
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Vincent Lübeck  
Abbildung
Geboren 1654
Geburtsort  
Gestorben 1740
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Jacob Wilhelm Lustig  
Abbildung
Geboren 1706
Geburtsort  
Gestorben 1791
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Gustav Mahler  
Abbildung
Geboren 1860
Geburtsort  
Gestorben 1911
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Gustav-Mahler-Platz, Neustadt, seit 1990
 
Kategorien Musik
Funktionen Orchesterleiter/in: -
Komponist/in: -
Anfang

 
Wilhelmine Marstrand  
Abbildung
Geboren 07. August 1843
Geburtsort Donaueschingen 
Gestorben 16. August 1903
Todesort Spiez am Thuner See 
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Anfang

 
Johann Mattheson  
Abbildung
Geboren 28. September 1681
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. April 1764
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der Hamburger Johann Mattheson verkörpert das, was man gemeinhin als Universalgenie bezeichnet. Er war Opernsänger und Komponist, Domkantor, Schriftsteller, Übersetzer und Diplomat und gilt darüber hinaus als der bedeutendste Musiktheoretiker der frühen deutschen Aufklärung. Seine Schriften sind wichtige Informationsquellen über das Musikleben des Barock.

Schon vor dem Schuleintritt erhielt Mattheson Musikunterricht, mit 16 Jahren sang er als Tenor auf der Opernbühne am Gänsemarkt, wo er anschließend auch als Cembalist und Komponist aktiv war und mehrere Bühnenwerke schrieb. Die Oper verließ er, um sich ganz neuen Aufgaben zu widmen: 1706 trat er als Sekretär in den Dienst des englischen Gesandten in Hamburg ein und blieb bis 1755 im diplomatischen Dienst. Daneben übernahm Telemann 1718 das Kantorenamt am Hamburger Dom und komponierte zwischen 1715 bis 1728 mehr als 20 Oratorien, Kantaten und andere Werke.

Als zunehmende Taubheit ihn zwang, seine Stellung am Dom aufzugeben, konzentrierte er sich auf die Schriftstellerei. Auf dem Gebiet des Zeitschriftenwesens hatte er bereits Pionierarbeit geleistet und 1713/14 die erste "Moralische Wochenschrift" auf deutschen Boden herausgebracht. Mit "Critica musica" erschien 1722 die erste Musikzeitschrift, 1728 folgt "Der Musicalische Patriot", eine wichtige Quelle für das zeitgenössische Musikleben. Als Matthesons Hauptwerk gilt sein Lehrbuch "Der vollkommene Capellmeister von 1739 und mit der 1740 erschienenen "Grundlage einer Ehren-Pforte" wird er der Begründer der Musik-Biographik.

Als Mattheson 84-jährig starb, vermachte er sein Vermögen an die 1750 abgebrannte Michaeliskirche für den Bau einer neuen Orgel. In der Krypta der Michaeliskirche findet sich sein Grab neben Carl Philipp Emanuel Bach.  
Lokale Referenzen Matthesonstraße, Eimsbüttel, seit 1903
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Sänger/in: -
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Albert Gottlieb Methfessel  
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Geboren 06. Oktober 1785
Geburtsort Stadtilm/Thüringen 
Gestorben 23. März 1869
Todesort Heckenbeck zwischen Alfeld/Leine und Gandersheim 
Kurzbiographie
Sänger, Komponist und Dirigent.
 
Albert Gottlieb Methfessel wird als 13. Kind eines Kantors und Organisten in Stadtilm/Thüringen geboren. Ab 1801 besuchte er in Rudolstadt das Gymnasium, um anschließend von 1807 bis 1810 in Leipzig Theologie und Literatur zu studieren. Er fühlte sich aber mehr der Musik hingezogen und so wechselte er nach Dresden, um seine Gesangausbildung zu vertiefen. Von 1810 bis 1811 konnte er sich bereits an dem Hoftheater in Rudolstadt als Kammersänger und Gesangs- und Instrumenten-Lehrer betätigen.
 
Ab 1823 kam Methfessel nach Hamburg, um hier als Musiker und Dirigent zu arbeiten. Gleich nach seiner Ankunft gründete er am 19. April die "Hamburger Liedertafel von 1923", den ältesten Männerchor Hamburgs. Zur doppelten 300-Jahrfeier in Hamburg - 300 Jahre Reformation und 300 Jahre bürgerliche Verfassung - wurde im Stadt-Theater am 29. September 1829 das vaterländische Schauspiel "Bürgertreue" aufgeführt. Der Schlussgesang war das Lied: "Stadt Hamburg an der Elbe Auen". Aus Methfessels Feder stammt die Melodie zu diesem Lied, das ab 1890 zu Hamburgs Stadt-Hymne "Hammonia" wurde.
 
Ab 1832 nahm Methfessel am Opernhaus Braunschweig die Stelle des Hofkapellmeisters an. Wegen eines Gehörleidens musste er 1841 vorzeitig in Pension gehen. 1865 erteilte ihm die Universität Jena die Ehrendoktorwürde.
 
Bekannte Melodien von Albert Methfessel sind:
- die Hamburgische Stadt-Hymne "Hammonia"
- Hinaus in die Ferne
- Stimmt an mit hellem, hohem Klang
- Der Gott, der Eisen wachsen ließ
 
Lokale Referenzen
Albert Gottlob Methfessel wurde 1819 in Rudolphstadt in der Loge "Günter zum stehenden Löwen" zum Freimaurer aufgenommen, 1821 zum Gesellen befördert und 1823 zum Meister erhoben. Während seiner Hamburger Zeit betätigte er sich als aktives Mitglied in der Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln".
 
Spuren in Hamburg:
- in Eimsbüttel ist seit 1899 die nach ihm benannte Methfesselstraße
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Karl (Carl) Muck  
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Geboren 22. Oktober 1859
Geburtsort Darmstadt 
Gestorben 03. März 1940
Todesort Stuttgart 
Kurzbiographie Karl Muck war von 1922 bis 1933 Leiter der Hamburger Philharmonie.

Er war ein Orchesterleiter von internationalem Renommee, arbeitete in Berlin und Amerika und galt als führender Wagnerinterpret seiner Zeit. In Bayreuth war Muck fast 30 Jahre für das Festspielorchester verantwortlich und leitete von 1901 bis 1930 fast sämtliche Parsifal-Aufführungen.

Als Leiter der Hamburger Philharmonie gehörte Muck von 1922 bis 1933 zu den wichtigsten Repräsentanten des Musiklebens der Hansestadt. Unter seiner Regie öffneten sich das Philharmoniker dem zeitgenössischen Repertoire. Für seine musikalischen Verdienste wurde er 1928 mit der erstmals von Senat verliehenen Johannes-Brahms-Medaille geehrt.

Der Platz vor der Musikhalle trug seit 1934 seinen Namen, wurde jedoch am 3. April 1998 in Johannes-Brahms-Platz umbenannt – zum 100. Geburtstag des in Hamburg geborenen Komponisten. Zuvor hatte die Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg die Legende von dem angeblich mit den Nazis zerstrittenen Dirigenten Muck widerlegt. Demnach war Muck statt dessen „einer der ersten Anhänger Adolf Hitlers“, der aus seiner Verehrung für Hitler keinen Hehl gemacht hatte.  
Kategorien Musik
Funktionen Orchesterleiter/in: -
Anfang

 
Britta Neander  
Abbildung
Geboren 1956
Geburtsort  
Gestorben 2004
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Anfang

 
Erdmann Neumeister  
Abbildung
Geboren 12. Mai 1671
Geburtsort Üchtritz/Thüringen 
Gestorben 18. August 1756
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Erdmann Neumeister, geboren 12.05.1671 in Üchtritz/Thüringen, gestorben 18.08.1756 in Hamburg. Nach theologischem Studium in Leipzig als Prediger in Bibra bei Naumburg, am Hof zu Sachsen-Weißenfels und in Sorau/Niederlausitz tätig. Seit 1715 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg. 24.11.1697 Heirat mit Johanna Elisabeth Meister. Bedeutender Kirchenlieddichter des Spätbarock, Verfasser zahlreicher geistlicher Kantaten, die u. a. von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach vertont wurden. 
Kategorien Musik
Literatur
Religion
Funktionen Dichter/in: -
Anfang

 
Ferdinand Pfohl  
Abbildung
Geboren 1862
Geburtsort  
Gestorben 1949
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Kritiker/in: -
Musiker/in: -
Anfang

 
Hieronymus Praetorius  
Abbildung
Geboren 1560
Geburtsort  
Gestorben 1629
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Prätoriusweg, Eimsbüttel, seit 1906
 
Kategorien Musik
Funktionen
Anfang

 
Hieronymus (III) Praetorius  
Abbildung
Geboren 1614
Geburtsort  
Gestorben 1629
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Johann Praetorius  
Abbildung
Geboren 1595
Geburtsort  
Gestorben 1660
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Jacob Praetorius d.J.  
Abbildung
Geboren 1586
Geburtsort  
Gestorben 1651
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Prätoriusweg, Eimsbüttel, seit 1906
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Jan Adam (auch: Johann Adam) Reinken (auch: Reincken)  
Abbildung
Geboren 26. April 1623
Geburtsort Wildeshausen/Oldenburg 
Gestorben 24. November 1722
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Jan Adam Reinken (auch: Johann Adam Reincken), geboren 26.4.1623 in Wildeshausen/Oldenburg (oder: 1643 in Deventer/Holland), gestorben 24.11.1722 in Hamburg. Musikalische Ausbildung als Organist in den Niederlanden, seit 1654 Schüler von Heinrich Scheidemann in Hamburg, 1658 dessen Adjunkt und seit 1663 dessen Nachfolger als Organist an der Hamburger Katharinenkirche. Erste Eheschließung im Sommer 1665 mit Anna Dorothea Scheidemann, zweite Heirat am 25.2.1685 mit Anna Wagner. Berühmtester Hamburger Organist seiner Zeit, Kunstfreund, Schöpfer zahlreicher Orgel- und Kammermusikwerke, 1677/78 Mitbegründer der ersten Hamburger Oper. 
Lebensbeschreibungen Jan Adam Reincken.pdf
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
Oper: -
Anfang

 
Bernhard Heinrich Romberg  
Abbildung
Geboren 11. November 1767
Geburtsort Dinklage/Münster 
Gestorben 13. August 1841
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Bernhard Heinrich Romberg, geb. 11.11.1767 in Dinklage/Münster, gest. 13.8.1841 in Hamburg. Musikalische Ausbildung bei seinem Vater, dem Fagottisten und Cellisten Bernhard Anton Romberg, in Münster. Zusammen mit seinem fast gleichaltrigen Cousin Andreas Jakob Romberg (1767-1821) - er spielte Violine, trat Bernhard Romberg schon im Alter von sieben Jahren in Münster öffentlich auf. In den folgenden Jahren gingen die beiden auf Konzertreisen durch ganz Europa, wobei sie fälschlicher Weise als die "Romberg-Brüder" bezeichnet wurden.

1801-1802 Lehrer am Pariser Konservatorium, dann Übersiedlung nach Berlin. Seit 1820 in Hamburg ansässig. 6.10.1800 Heirat mit der Hamburger Weinhändlerstochter Anna Catharina Ramcke. Einer der bedeutendsten Violincellovirtuosen des 19. Jahrhunderts.

 
Lokale Referenzen
Bernhard Heinrich Romberg wurde in Münster Mitglied der Freimaurer-Loge "Zu den drei Balken".
 
Spuren in Hamburg:
- in Eimsbüttel ist seit 1898 die nach ihm und seinem Cousin Andreas benannte Rombergstraße
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Anfang

 
Cyprian Friedrich Marianne Romberg  
Abbildung
Geboren 28. Oktober 1807
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Oktober 1865
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Cyprian Romberg wurde unter der Leitung seines Großonkels Bernhard Romberg zum Chellisten ausgebildet. Er arbeitete lange Jahre als Kammervirtuose in Sankt Petersburg, lebte dann zurückgezogen in Hmaburg und fand am 14 Oktober 1865 bei Hamburg-Ottensen seinen Tod in der Elbe.
 
Lokale Referenzen
Cyprian Romberg war wie viele weitere Mitglieder seiner Familie der Freimaurerei verbunden. Er wurde am 7. Dezember 1833 von der Loge "Ferdinand zum Felsen" zum Bruder Lehrling aufgenommen.
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Anfang

 
Heinrich Scheidemann  
Abbildung
Geboren um 1596
Geburtsort Wörden/Holstein 
Gestorben 1663
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Heinrich Scheidemann war Sohn und Nachfolger des Katharinenorganisten David Scheidemann, der aus Dithmarschen stammte. Scheidemann wurde von 1611 bis 1614 bei dem berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam an der Orgel ausgebildet, auf Kosten der Gemeinde St. Katharinen. Circa 1628 übernahm er das Amt. Als erster Kirchenmusiker an St. Katharinen hinterließ er auch ein umfangreiches kompositorisches Werk, insbesondere für die Orgel. Sein Ruhm drang bis in die Niederlande vor, wo verschiedene Huldigungsgedichte verfasst wurden. Scheidemann starb 1663 an der Pest. 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
Anfang

 
Alfred Schnittke  
Abbildung
Geboren 1934
Geburtsort  
Gestorben 1998
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Johann Schop  
Abbildung
Geboren 1590
Geburtsort  
Gestorben 1667
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Gerhard Schott  
Abbildung
Geboren 16. April 1641
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Oktober 1702
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gerhard Schott, geboren 16.4.1641 in Hamburg, gestorben 25.10.1702 ebd. Nach Jurastudium in Heidelberg, Helmstedt und Basel 1665 Promotion zum Licentiaten beider Rechte. Danach umfangreiche Bildungsreise durch Westeuropa, seitdem als Advokat in Hamburg ansässig und 1693 Senator. Vermählt 2.10.1671 mit Anna Caecilia von Spreckelsen. 1677 Mitbegründer der Hamburger Oper am Gänsemarkt und bald ihr alleiniger Inhaber; Auftraggeber des Hamburger Modells des Salomonischen Tempels. 
Lokale Referenzen Schottweg, Hohenfelde, seit 1979
 
Kategorien Politik
Musik
Funktionen Senator/in: 1693 -
Oper: -
Anfang

 
Jacob Schuback  
Abbildung
Geboren 08. Februar 1726
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Mai 1784
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Jacob Schuback, geboren 8.2.1726 in Hamburg, gestorben 15.5.1784 ebd., Sohn des Hamburger Bürgermeisters Nikolaus Schuback und der Hamburger Ratsherrentochter Elisabeth John. Nach Jurastudium in Göttingen als Jurist in Hamburg tätig, seit 1760 Senatssyndicus. 10.2.1753 Heirat mit der Hamburger Richterstochter Margaretha Johanna Volckmann. Musikliebhaber, Kunstsammler, Autor von zahlreichen juristischen, religiös-erbaulichen und musiktheoretischen Schriften sowie Kompositionen. 
Lokale Referenzen Schubackstraße, Eppendorf, seit 1910
 
Kategorien Politik
Musik
Kunst
Literatur
Funktionen Senatssyndicus: 1760 -
Komponist/in: -
Musiker/in: -
Kunstsammler/in: -
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Christian Friedrich Gottlieb Schwencke  
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Geboren 1767
Geburtsort  
Gestorben 1822
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Schwenckestraße, Eimsbüttel, seit 1899
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Georg Philipp Telemann  
Abbildung
Geboren 14. März 1681
Geburtsort Magedeburg 
Gestorben 25. Juni 1767
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Georg Philipp Telemann war Musikdirektor (1721-1767) und Operndirektor (1722-1738) in Hamburg.

Wenn einer daran gearbeitet hat, Hamburg zu einer europäischen Musikmetropole zu machen, dann er: Georg Philipp Telemann. Als der Rat der Stadt den gebürtigen Magdeburger am 10. Juli 1721 zum Kantor des Johanneums und zum Director musices der Stadt Hamburg wählt, ist der 40-Jährige bereits ein gemachter Mann. Sein um 1700 in Leipzig begonnenes Jurastudium hat er abgebrochen, um seine musikalischen Neigungen auszuleben, erst an der Leipziger Oper, ab 1704 auch als Director musices der damaligen Universitätskirche. Weitere berufliche Stationen führen ihn als Hofkapellmeister nach Sorau in die sächsische Provinz und als Konzertmeister nach Eisenach, bevor er ab 1712 als Musikdirektors in Frankfurt a. M. weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wird.

In Hamburg wird Telemann als Musikdirektor und Opernkapellmeister zur Schlüsselfigur des musikalischen Lebens, hier beginnt der Stern des berühmtesten deutschen Barockmusikers zu leuchten. Seinen Platz muss er sich allerdings erkämpfen – zu geringe Bezahlung, eine zu kleine Wohnung, und Beschränkungen seiner künstlerischen Freiheit haben Telemann die neue Tätigkeit anfangs derart verleidet, dass er als Thomaskantor nach Leipzig gewechselt wäre, hätte ihm der Rat der Stadt nicht noch kurzfristig eine Erhöhung seiner Bezüge angeboten, um eine Blamage zu verhindern "und diesen berühmten Musicus, dessen Kirchenmusik der Stadt ewig Ehre macht“, zu halten.

46 Jahre lang hat Telemann das kirchliche und bürgerliche Musikwesen der Stadt bestimmt, man hörte seine Kompositionen in der Kirche, auf öffentlichen Konzerten und in der Oper am Gänsemarkt, deren Leitung er 1722 bis zu ihrer Schließung 1738 inne hatte. 24 seiner 60 Opern hat Telemann für die Hamburger Bühne komponiert, er schuf Werke für alle Gattungen und gilt mit über 3600 Werken als einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. 
Lokale Referenzen Telemannstraße, Eimsbüttel, seit 1901
 
Lebensbeschreibungen Lebensbeschreibung Hamburg History live.pdf
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Oper: -
Anfang

 
Ferdinand Heinrich Thieriot  
Abbildung
Geboren 1838
Geburtsort  
Gestorben 1919
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Henry Christian Timm  
Abbildung
Geboren 1811
Geburtsort  
Gestorben 1891
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Matthias Weckmann  
Abbildung
Geboren 1616
Geburtsort  
Gestorben 1674
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Weckmannweg, Eimsbüttel, seit 1948
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Edith Weiss-Mann  
Abbildung
Geboren 11. Mai 1885
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Mai 1951
Todesort Westfield/New Jersey (USA) 
Kurzbiographie Edith Weiss-Mann war eine hervorragende Cembalo-Spielerin, Klavierpädagogin und Musikkritikerin.

Die in Hamburg geborene Edith Weiss-Mann war als Pianistin, Cembalistin, Klavierpädagogin und Musikkritikerin eine hoch angesehene Künstlerin im Hamburger Musikleben der zwanziger und dreißiger Jahre. Als eine der ersten Cembalistinnen brachte sie zudem das Cembalo als Konzertinstrument wieder zur Geltung.

Ihre Ausbildung zur Pianistin erhielt sie mit 15 Jahren an der Hochschule für Musik in Berlin und bei Privatlehrern. In Hamburg engagierte sie sich danach für barocke Aufführungspraxis und gründete 1925 die "Vereinigung zur Pflege alter Musik in Hamburg". Fortgeschrittenen Schülern gab sie privat Klavierunterricht (u.a. Ingolf Dahl und Felicitas Kukuck) und veranstaltete regelmäßige Vorspiele, die Sso genannten onntagskreisstunden. Als Musikkritikerin schrieb sie unter anderem für das „Hamburger Fremdenblatt“, die „Deutsche Allgemeine Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Ab 1929 bildete sie als Dozentin für Klavier an der Hamburger Universität Musiklehrerinnen und -lehrer aus.

Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1933 als Lehrkraft entlassen, öffentlich auftreten durfte sie danach nur noch im Jüdischen Kulturbund. Im März 1939 emigrierte Edith Weiss-Mann in die USA und begann in New York eine zweite Karriere. Trotz schwerer Krankheit nahm sie weiterhin Konzertverpflichtungen in den USA wahr und spielte u. a. sämtliche Cembalo-Konzerte J. S. Bachs auf Schallplatte ein.

Edith Weiss-Mann erlag kurz nach ihrem 66. Geburtstag einem Krebsleiden. Ihre Asche wurde nach Hamburg überführt. Der historische Grabstein steht heute mit einer Erinnerungstafel im "Garten der Frauen" auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Edith Weiss war mit dem Kunstmaler Wilhelm Mann verheiratet. Ihr Sohn Alfred Mann (1917-2006) war Professor für Musiktheorie in den USA.

 
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Ludwig Wolf  
Abbildung
Geboren 04. Dezember 1867
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. März 1955
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ludwig Wolf, geboren 4.12.1867 in Hamburg, gestorben 9.3.1955 ebd., Sohn des Hamburger Kohlenhändlers Isaac Joseph Isaac, seit 1924 Wolf, und der Pauline Levin. Über die Ausbildung nichts bekannt. Seit 1896 öffentliches Auftreten zusammen mit seinen Brüdern Leopold und James als Coupletsänger unter dem Namen „Wolf Trio Hamburg“ in Hamburg und bald auch außerhalb, von etwa 1907 bis zu Leopolds Tod im Jahre 1926 nur noch als Duo. Berühmt für ihre selbst verfassten Couplets aus dem Hamburger Milieu, überwiegend von Ludwig Wolf geschrieben. 
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Felix Woyrsch  
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Geboren 1860
Geburtsort  
Gestorben 1944
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Woyrschweg, Bahrenfeld, seit 1950
 
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Olga Zeise  
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Geboren 17. Januar 1864
Geburtsort Altona 
Gestorben 20. Februar 1945
Todesort Elmshorn 
Kurzbiographie Die Komponistin und Pianistin Olga Mathilde Zeise wurde am 17. Januar 1864 in Altona geboren. Sie war das vierte Kind des Unternehmers Theodor Zeise und seiner Frau Bertha. Von 1880 bis 1883 studierte sie Klavier am Konservatorium der Rheinischen Musikschule in Köln; sie erhielt dort außerdem Unterricht in Kompositionslehre und Dirigieren. 1884 und 1885 ergänzte Olga Zeise ihr Studium durch Unterricht bei Franz Liszt in Weimar und Carl Reinicke in Altona. In Altona gab sie 1885 auch ihr erstes öffentliches Konzert. Nach 1890 lebte sie in Bedford, Buenos-Aires und Berlin, wo sie Konzerte gab, unterrichtete und komponierte.

Im Jahr 1906 kehrte Olga Zeise nach Altona zurück um anstelle ihrer Schwester Martha, die spät heiratete, Gesellschafterin der Mutter zu sein. Ihre künstlerische Tätigkeit setzte sie in kleinerem Rahmen fort: Neben einigen öffentlichen Konzerten spielte Olga Zeise bei gesellschaftlichen Anlässen im Freundes- und Bekanntenkreis. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1917 blieb sie im Hause der Familie Zeise und nahm weiterhin am kulturellen Leben Altonas teil. 1923 wurde sie als eine der ersten Frauen in den Vorstand der Altonaer Stadttheatergemeinde gewählt.

Da sie 1920 in die deutschnationale Volkspartei und später in die NSDAP eintrat, konnte Olga Zeise auch während des dritten Reichs als Künstlerin tätig sein. 1943 wurde ein Interview mit ihr sowie eine ihrer Kompositionen im Radio übertragen. Im selben Jahr wurde ihr Haus in der Palmaille 48 bei einem Bombenangriff zerstört. Sie zog mit ihrer Haushälterin Annemarie Bai zu deren Familie nach Elmshorn, wo Olga Zeise am 20. Februar 1945 starb.

Olga Zeises kompositorisches Werk umfasst Kinderlieder mit deutschen und plattdeutschen Texten, Klavierstücke und Melodramen. Die meisten ihrer Kompositionen gab sie im Selbstverlag heraus.  
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