Hamburger Persönlichkeiten - Religion
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Adolf IV. Graf von Schauenburg  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 08. Juli 1261
Todesort Kiel 
Kurzbiographie Adolf IV. Graf von Schauenburg, geboren vor 1205, gestorben 8.7.1261 in Kiel, Sohn des Grafen Adolf II. von Schauenburg und der Gräfin Adelheid von Querfurt. Verheiratet mit der Gräfin Heilwig von der Lippe. Unter seiner Regierung 1227 durch den Sieg in der Schlacht bei Bornhöved die Wiedergewinnung der Grafschaft Holstein für die Schauenburger und wirtschaftliche Förderung Hamburgs. Gründung der Bettelordensklöster in Hamburg und Kiel. 1238 Teilnahme am Kreuzzug in Livland, 1239 Eintritt in den Franziskanerorden. 
Kategorien Politik
Religion
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Jakob Heinrich von Ahsen  
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Geboren 27. Mai 1798
Geburtsort Achim bei Bremen 
Gestorben 14. Juli 1871
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Jakob Heinrich v. Ahsen war der Sohn des Juristen Klaus Jakob Dietrich v. Ahsen (1761-1848). Er studierte von 1816 bis 1819 Theologie in Göttingen, wurde 1820 Kandidat des Geistlichen Ministeriums der Hamburger Kirche, 1821 Katechet am Spinnhaus sowie am Werk- und Armenhaus. 1829 wechselte v. Ahsen zur Hauptkirche St. Michaelis, wo er zum Diakonus gewählt wurde. In diesem Amt verblieb er bis zu seinem Tod. In seiner am 25. 6. 1830 in der Michaeliskirche gehaltenen Predigt zum 300jährigen Jubiläum der Augsburgischen Konfession (Confessio Augustana, abgekürzt CA) zeigt sich v. Ahsen als konservativer Protestant, der die Gefahr für den evangelischen Glauben in der Gegenwart nicht so sehr von der katholischen Kirche als vielmehr "von dem herrschenden Geiste unserer Zeit, von menschlichen Ansichten und Meinungen" ausgehen sieht. Damit sind vermutlich aufgeklärt-rationalistische, skeptizistische oder sogar atheistische Strömungen im öffentlichen und privaten Leben gemeint.

Nachrufe auf v. Ahsen finden sich unter der Kategorie "Nachrufe (Nekrologe)" als Volltext (nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: B 10101).

 

 
Nachrufe (Nekrologe) JakobHeinrichvAhsenNekrolog.pdf
Literaturhinweise JakobHeinrichvAhsen.pdf
Kategorien Religion
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Nicolaus Alardus  
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Geboren 06. September 1683
Geburtsort Tönning 
Gestorben 13. Februar 1756
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sohn des gleichnamigen aus Süderau in der Kremper Marsch gebürtigen Pastors und General-Superintendenten für die Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst. Alardus besuchte das Akademische Gymnasium in Hamburg und studierte dann Theologie an den Universitäten Wittenberg, Leipzig und Kopenhagen (an der letzteren ohne Immatrikulation). 1711 war Alardus Kandidat der Hamburgischen Kirche, bevor er 1712 Diaconus zu Neuenkirchen in Dithmarschen wurde. 1713 heiratete Alardus Elisabeth geb. Forcke aus Steinbek östlich von Hamburg. 1717 wechselte er auf die Pfarrstelle zu Steinbek, die mit dem Predigtamt an der Schlosskirche in Reinbek verbunden war. Von 1738 bis zu seinem Tode war Alardus Prediger und Zweiter Lektor am Hamburger Dom. Aus gesundheitlichen Gründen musste Alardus sich in den letzten zwölf Jahren seines Lebens in seinen Ämtern teilweise vertreten lassen. Für die Landesgeschichte Nordelbingens ist Alardus aus zwei Gründen von Bedeutung: 1) Er machte die „Nordalbingia“ seines Urgroßvaters Lambertus Alardus (1602–1672) durch den Abdruck in der von Ernst Joachim v. Westphalen (1700–1759) edierten Quellensammlung „Monumenta Inedita Rerum Germanicarum Praecipue Cimbricarum Et Megapolensium“ (1739–1745) der Forschung zugänglich. 2) Er verfasste in seiner Steinbeker Zeit die „Historische Nachricht von dem Reinbeckischen Closter und der Steinbeckischen Kirche.“ Diese blieb leider unvollendet, bildet aber trotzdem bis heute eine wichtige Quelle für die Geschichte des Klosters.  
Literaturhinweise NicolausAlardus.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1712 - 1756
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Sankt Ansgar  
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Geboren 801
Geburtsort Picardie 
Gestorben 03. Februar 865
Todesort Bremen 
Kurzbiographie Ansgar (geb. vermutlich 801 in der Picardie, gest. 3.2.865 in Bremen, auch Anskar oder Anschar genannt); Kirchenheiliger, Erzbischof von Hamburg und Bremen sowie Missionsbischof für Skandinavien. Ein Großteil der Urkunden, die als Quellen zu Ansgars Leben und Wirken dienten, haben sich als Fälschungen erwiesen, sodass viele Daten unklar bleiben. Die wichtigsten Informationen stammen aus der Biografie, die sein Schüler und Nachfolger Rimbert verfasste. Demnach wurde der Benediktiner von Papst Gregor IV. als Missionslegat und Bischof entsandt. Nach seiner Tätigkeit in Skandinavien auch als "Apostel des Nordens" bekannt, leitete Ansgar das 831/32 oder 834 gegründete Bistum Hamburg. Vermutlich nach einem Wikingerüberfall 845 wurde sein Sitz nach Bremen verlegt und mit dem dortigen Bistum vereinigt. 
Kategorien Religion
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Prof. Dr. Johannes Bugenhagen  
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Geboren 24. Juni 1485
Geburtsort Wollin im Herzogtum Pommern 
Gestorben 20. April 1558
Todesort Wittenberg 
Kurzbiographie Als Sohn des Wolliner Ratsherrn Gerhard Bugenhagen bezog Johannes Bugenhagen 1502 die Universität Greifswald. 1504 ging er nach Treptow an der Rega, um die Leitung der dortigen Lateinschule zu übernehmen, und empfing 1509 die Priesterweihe, ohne einen akademischen Grad erlangt zu haben. Als Theologe war Bugenhagen Autodidakt, dem 1517 das Lektorat an der neu gegründeten Schule am Prämonstratenserstift Belbuck übertragen wurde. Im selben Jahr beauftragte ihn sein Landesherr Bogislaw X. mit der Abfassung einer Landeschronik, die unter dem Titel „Pomerania“ bekannt geworden ist. Zu Bugenhagens Schülern gehörte auch Johannes Äpinus, der erste Superintendent Hamburgs. Wohl 1520 schloss sich Bugenhagen der lutherischen Reformation an. Das veranlasste ihn, 1521 nach Wittenberg umzuziehen. Dort bekam er von Martin Luther und Philipp Melanchthon den Auftrag, in Vorlesungen die Psalmen auszulegen. Diese erschienen erstmals 1524 in gedruckter Form und sollten neben der Passionsharmonie das am häufigsten gelesene Werk Bugenhagens werden. 1522 gab Bugenhagen den Zölibat auf. 1523 folgte die Wahl zum Wittenberger Stadtpfarrer. In den folgenden Jahren wandte sich Bugenhagen, obwohl von mehreren Schicksalsschlägen getroffen, praktisch-theologischen und kirchenorganisatorischen Aufgaben zu. So schuf er zwischen 1528 und 1544 Kirchenordnungen für die Städte Braunschweig, Hamburg, Lübeck und Wittenberg, das Herzogtum Pommern, das Königreich Dänemark, die Herzogtümer Schleswig und Holstein, das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel sowie die Stadt Hildesheim bzw. war an ihrer Entstehung wesentlich beteiligt. 1533 wurde Bugenhagen in Wittenberg zum Doktor der Theologie promoviert und zum Generalsuperintendenten für den rechtselbischen Kurkreis ernannt. 1535 erfolgte die Beförderung zum Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Wittenberg. Nach Luthers Tod und dem Schmalkaldischen Krieg 1546/47 fiel Bugenhagen neben Melanchthon die schwere Aufgabe zu, die Reformation unter dem neuen Kurfürsten Moritz von Sachsen und aufkommender Lehrstreitigkeiten zu bewahren. Die erste Verbindung zu Hamburg ergab sich 1524, als das Kirchspiel St. Nikolai Bugenhagen zum Pfarrer wählte, der Stadtrat die Wahl aber nicht bestätigte. 1526 verfasste Bugenhagen einen Sendbrief an die Einwohner Hamburgs, in der er seine Theologie und deren Konsequenzen für die Kirchenorganisation darlegte. Bugenhagen hielt sich mit seiner Familie 1528/29 in Hamburg auf. Damals entstand die Hamburger Kirchenordnung, die u.a. die Gründung des Johanneums zur Folge hatte. Die Abbildungen zeigen die Titelblätter der Bugenhagen-Biographie des Bautzener Pfarrers Johann Christoph Lange (1691-1758) und des Psalmenkommentars Bugenhagen von 1524. Die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland heißt Bugenhagenmedaille.
 
Lokale Referenzen

 

Die Bugenhagenstraße im Stadtteil Hamburg-Altstadt, das Bugenhagenkonvikt, Kalckreuthweg 89, 22607 Hamburg, die Bugenhagenkirche im Stadtteil Barmbek-Süd, die Bugenhagenkirche in Hamburg-Nettelnburg im Bezirk Hamburg-Bergedorf, die Bugenhagenkirche im Stadtteil Groß-Flottbek im Bezirk Altona, die Bugenhagenkirche im Bezirk Harburg, die Bugenhagenschule Alsterdorf mit Standorten in Hamm, Blankenese, Groß-Flottbek und Altona.


 

 
Literaturhinweise Bugenhagen.Johannes.Quellen.Literatur.doc
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Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1509 - 1558
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Lucas von Cölln  
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Geboren 1540
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. September 1611
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Über Herkunft und Jugend von Cöllns ist nichts bekannt, auch das Geburtsjahr ist nur aus den anderen Daten ungefähr erschlossen. Lucas von Cölln studierte an mehreren deutschen Universitäten, auf jeden Fall in Jena und Rostock, und erwarb den akademischen Grad eines Magisters. Von 1571 bis 1575 arbeitete von Cölln als Kantor am Johanneum in Hadersleben, wo er sich mit einer Christine Becker verheiratete. Als Pfarrer an der Elmshorner Nikolaikirche ist von Cölln von 1587 (nach anderen: 1589) bis 1593 nachgewiesen, als man ihn aus unbekannten Gründen aus diesem Amt entfernte. Von 1593 bis 1595 versah von Cölln das Amt eines Schiffspredigers der Hamburger Islandfahrer. Von 1595 bis 1609 war von Cölln Hauptpastor an der Hamburger Jacobikirche. Dort verwickelte er sich in Streitigkeiten mit dem Hauptpastor an der Hamburger Nikolaikirche und Senior Bernhard Vaget (1548-1613). Diesen bezichtigte von Cölln sittlicher Vergehen und bekam deswegen 1609 Kanzelverbot. Außerdem strengte Vaget einen Prozess gegen von Cölln an, der erst nach dessen Tod in Auseinandersetzung mit den Erben entschieden wurde. 1610 legte von Cölln sein Hauptpastorenamt nieder, angeblich aus Altersgründen. Auf dem Sterbebett soll er sich selbst das Abendmahl gespendet haben. An seiner Beerdigung sollen kein Amtsbrüder, dafür aber viele nichtgeistliche Personen teilgenommen haben. Die Hintergründe des Streites zwischen von Cölln und Vaget sind unerforscht. Die von Cölln zugeschriebenen Werke sind nicht alle zweifelsfrei von ihm, einige werden auch seinem älteren gleichnamigen Sohn zugeschrieben. Die Nordkirchenbibliothek in Hamburg-Altona besitzt ein Exemplar der lateinischen Werke des Lüneburger Reformators Urbanus Rhegius (Opera Urbani Regii Latine Edita, Nürnberg 1562, Signatur: MiQ 37/1-2), das Lucas von Cölln gehörte und ein Geschenk des Güstrower Hofpredigers Johannes Ruelius an ihn war.

 
Literaturhinweise LucasvonCölln.pdf
Kategorien Religion
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Johannes Geffcken d.Ä.  
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Geboren 20. Februar 1803
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Oktober 1864
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Geffcken war ein Sohn von Hinrich Geffcken (1748-1806), Kaufmann, gebürtig aus Neuhaus im Lande Hadeln, und Susanna geborene Hoppe (1768-1829). Nach dem Besuch einer Hamburger Privatschule, des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Geffcken 1822-1826 Evangelische Theologie in Göttingen und Halle. In Göttingen wurde er 1826 mit einer philologischen Arbeit promoviert, 1841 verlieh die Universität Halle ihm den Ehrendoktor in Theologie. Bevor Geffcken 1829 zum Diakonus an der Hamburger Michaeliskirche gewählt wurde (Amtsantritt 1830), erteilte er Schulunterricht und bereiste die Schweiz und Italien. 1832 heiratete Geffcken die Hamburgerin Maria Pauline Ulrica Danckert (1804-?). Geffcken engagierte sich für öffentliche Belange, u.a. setzte er sich für den Wiederaufbau Hamburger Kirchen nach dem Brand von 1842 ein. Des Weiteren wirkte er an der Konzeption des 1843 eingeführten „Hamburgischen Gesangbuchs für den öffentlichen Gottesdienst und die häusliche Andacht“ mit, ebenso an dem „Allgemeinen Evangelischen Gesangbuch“, das 1853 im Entwurf veröffentlicht wurde, sich aber, nachdem es im selben Jahr erstmals unter dem Titel „Deutsches Evangelisches Kirchen-Gesangbuch, in 150 Kernliedern“ erschienen war, trotz vieler Auflagen nicht durchsetzen konnte. Geffcken war in seinen letzten Lebensjahren auch Mitglied des Zentralvorstands der Gustav-Adolf-Stiftung, dessen Hamburger Verein er 1844 mitbegründet hatte. Geffckens wissenschaftliche Interessen lagen auf den Gebieten der Hymnologie, der hamburgischen Kirchengeschichte und des Kirchenbaus. Er besaß eine große Bibliothek, die 1866 partiell öffentlich in Hamburg versteigert wurde. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg besitzt den größten Teil der Geffckenschen Sammlung, kleinere Teile bzw. Einzelstücke befinden sich in anderen Bibliotheken. Die Exlibris Geffckens sind digitalisiert nach Büchern der Nordkirchenbibliothek, ebenso die Predigten unter "Literaturhinweise" (Signaturen: Mi 2595 und Mi 3305).

 
Lokale Referenzen
Johannes Geffcken gehörte dem Bund der Freimaurer an. Er wurde 1823 in Hamburg von der Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, 1825 zum Gesellen befördert und 1828 zum Meister erhoben.
 
Literaturhinweise Geffcken.Johannes.QuellenLiteratur.pdf
Geffcken.Johannes.Predigten.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: -
Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: -
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Johann Georg Friedrich Goering  
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Geboren 08. Juli 1789
Geburtsort Waltershausen/Thüringen 
Gestorben 26. Oktober 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Georg Friedrich Goering, geb. 8.7.1789 in Waltershausen/Thüringen, gest. 26.10.1867 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Heinrich Georg Goering. Kaufmann in Hamburg, Besitzer einer bedeutenden Kunstsammlung. Seit 1855 Oberalter. Vermählt 27.6.1819 mit Sara Janssen. 
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Religion
Funktionen Oberalter: 1855 -
Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Johann Melchior Goeze  
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Geboren 16. Oktober 1717
Geburtsort Halberstadt 
Gestorben 19. Mai 1786
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Goeze war der Sohn eines lutherischen Pfarrers. Nach seiner Schulzeit, die Goeze in Halberstadt und in Aschersleben verbrachte, studierte er in Jena und Halle Theologie, um 1741 seine erste Pfarrstelle in Aschersleben anzutreten. 1750 wurde Goeze Pastor in Magdeburg, um 1760 das Amt des Hauptpastors an der Hamburger Katharinenkirche zu übernehmen. Von 1760 bis 1770 war Goeze außerdem Senior, d.h. Vorsteher des Geistlichen Ministeriums, der obersten Behörde der hamburgischen Kirche. Goeze ist weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus als streitbarer Spätling der Lutherischen Orthodoxie bekannt, der sich mit verschiedenen Vertretern der theologischen und philosophischen Aufklärung kritisch bis polemisch auseinandersetzte. Goezes bekanntester Gegner war Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), mit dem er den sogenannten Fragmentenstreit hatte. Seine umfangreiche Bibelsammlung vermachte Goeze der damaligen Hamburger Stadtbibliothek; sie ist aufgrund von Verlusten im Zweiten Weltkrieg stark dezimiert.
 
Literaturhinweise Goeze.JohanMelchior.QuellenLiteratur.pdf
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Dr. phil., Dr. theol. Rudolf Eduard Grimm  
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Geboren 07. August 1848
Geburtsort Jena 
Gestorben 11. November 1932
Todesort Emmelndorf bei Hittfeld 
Kurzbiographie Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als Freiwilliger, Studium in Jena, 1872 theologisches Examen und Promotion zum Dr. phil., 1872-1878 Lehrer in Hamburg, 1878 Pfarrer in Bürgel, 1881 Archidiakonus in Weimar, 1892 Hauptpastor an St. Nikolai in Hamburg, 1894 Mitglied des Kirchenrats, 1897 Promotion zum Dr. theol., 1911 Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate, 1920 Ruhestand. Grimm war ein evangelischer Theologe der liberalen Richtung, der sich auch intensiv mit der neuzeitlichen Philosophie auseinandersetzte und seinen Schwerpunkt bei ethischen Fragen setzte. Politisch gehörte er der nationalkonservativen Richtung an.
 
Nachrufe (Nekrologe) HamburgerPersönlichkeiten.Grimm.Nekrolog.pdf
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.Grimm.Literaturhinweise.pdf
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Aegidius Gutbier  
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Geboren 01. September 1617
Geburtsort Weißensee in Thüringen 
Gestorben 27. September 1667
Todesort Ufhoven (heute zu Bad Langensalza gehörig) 
Kurzbiographie Ägidius war der Sohn Ludwig Gutbiers, des Bürgermeisters seiner Geburtsstadt, und der Kaufmannstochter Anna geborene Kirchhof. Im Alter von neun Jahre Vollwaise, besuchte Gutbier die Stadtschule in Weißensee, anschließend die Klosterschule in Roßleben, um seine Ausbildung auf dem Gymnasium in Quedlinburg abzuschließen. Einer der Lehrer Gutbiers, der spätere Superintendent Daniel Heimburger (1606–1661), weckte in ihm das Interesse an den orientalischen Sprachen. Gutbier begann nach einer dreijährigen Tätigkeit als Hauslehrer in Riga in Rostock zu studieren, wo er 1645 aufgrund einer in Hebräisch geschriebenen Dissertation über den 110. Psalm promoviert wurde. Es schlossen sich Aufenthalte in Königsberg, Leiden, Oxford, Paris und Lübeck an, während deren Gutbier seine orientalistischen Kenntnisse weiter vertiefte. 1649 siedelte Gutbier nach Hamburg über, wo er, wie schon vorher, zunächst als Hauslehrer arbeitete, bevor ihm 1652 eine Stelle als Lehrer der orientalischen Sprachen am Akademischen Gymnasium übertragen wurde. Am 17. Juni 1653 heiratete Gutbier die Witwe Maria Streubing, die mit Lucas Holstenius (1596-1661) verwandt war. Mit ihr hatte Gutbier einen Sohn namens Aegidius Theodor, der bereits 1677 verstarb. 1660, nach dem Tode von Joachim Jungius (1587–1657), wurde Gutbier zusätzlich mit der Professur für Logik und Metaphysik am Akademischen Gymnasium betraut. Im selben Jahr verlieh ihm die Universität Gießen die theologische Doktorwürde. Von seinen Werken ist bis heute die syrische Ausgabe des Neuen Testaments samt Lexikon und Anmerkungen, erschienen zwischen 1663 und 1667, am bekanntesten. Gutbier selbst besorgte die kostspielige Drucklegung im eigenen Hause und bediente sich dabei Lettern, die er vermutlich in Leiden hatte gießen lassen. Der Tod ereilte den an der Schwindsucht Leidenden (angeblich im Hause des Bruders), als er mit seiner Familie in Thüringen unterwegs war. Die Privatbibliothek Gutbiers wurde vermutlich 1679 im Hause der Witwe im Jakobikirchhof versteigert. Das Bild zeigt Titelblatt und Frontispiz der Ausgabe des syrischen Neuen Testaments von 1731 (Exemplar der  Kirchengemeinde Breitenberg: Nordkirchenbibliothek, Signatur: Bre 386).     
Literaturhinweise Gutbier.Aegidius.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: 1649 - 1667
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Georg Hacke  
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Geboren 30. August 1626
Geburtsort Utleben/ Thüringen 
Gestorben 12. April 1684
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hacke war ein Sohn des Pfarrers Wilhelm Hacke. Er studierte Theologie in Jena (1666 Lizenziat in Rinteln), bevor er 1648, nach einer Hauslehrertätigkeit, Konrektor in Minden und 1661 Pastor an der dortigen Marienkirche wurde.1654 verheiratete Hacke sich mit Elisabeth Heyse, mit der er 16 (!) Kinder hatte. 1669 verließ Hacke Minden im Unfrieden, um auf Empfehlung einiger Oberalten, die ihn in Minden hatten predigen hören, eine Pfarrstelle an der Marien-Magdalenen-Kirche in Hamburg zu übernehmen; hinzu kam 1670 das Pfarramt am Spinnhaus, einer Strafanstalt. Am 7. 3. 1680 wurde Hacke auf Empfehlung des lutherisch-orthodoxen Theologen Abraham Calov (1612–1686) zum ersten Hauptpastor an der Hamburger Michaeliskirche gewählt. 1682 weihte er die Fachwerk-Kirche St. Pauli auf dem Hamburger Berge ein (damals noch Vorstadt, s.u.). Seit Mitte der 1660er Jahre sah sich Hacke Angriffen wegen seiner Rechtgläubigkeit ausgesetzt, die – von Hacke anscheinend nicht sehr geachtete – Amtsbrüder und das Geistliche Ministerium in Hamburg erhoben. Hacke war ein beliebter Prediger, der einen großen Hörerkreis um sich versammelte: "Er war ein höchst eigenthümlicher Prediger, der sich in geistreichen, oft aber auch sonderbaren Wendungen und Vergleichungen gefiel; er nahm sich der Schule eifrig an. Aus dem kurzen Pastorate von Georg Haccius haben wir noch zweierlei zu bemerken: Die kaum mündig gesprochene, und von der Mutterkirche St. Nicolai ganz abgelöste, St. Michaelis Gemeinde erhielt schon ein Filial, das von St. Pauli. Die vor dem Altonaer Thore angewachsene Bevölkerung bedurfte eine eigene Kirche, die von Haccius am 24. August 1682 eingeweihet wurde" (Johannes Geffcken, Die große Michaeliskirche in Hamburg. Hamburg 1862, S. 34–35). Hackes umfangreiche Bibliothek erwarb Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627–1704). Sie ging 1702 als Teil der herzöglichen Büchersammlung an die Universität Helmstedt.

 

 
Literaturhinweise GeorgHacke.pdf
Kategorien Religion
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Abraham Hinckelmann  
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Geboren 02. Mai 1652
Geburtsort Döbeln/Meißen 
Gestorben 11. Februar 1695
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Abraham Hinckelmann, Sohn des Döbelner Apothekers und Ratsherrn Martin Hinckelmann und seiner Frau Anna Dreißig, studierte von 1668 bis 1670 Theologie und Sprachwissenschaften an der Universität Wittenberg und erwarb dort den Grad eines Magisters. 1672 wurde er Rektor an der Schule in Gardeleben, 1675 am Katharineum in Lübeck. Zehn Jahre später, 1685, ging er als Diakon an die Kirche St. Nikolai in Hamburg. 1687 wurde er an der Universität Kiel zum Doktor der Theologie promoviert und vom Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt zum Generalsuperintendenten in Darmstadt berufen. Bereits 1689 kehrte Hinckelmann wieder nach Hamburg zurück, wo er das Amt des Hauptpastors an der St.-Katharinenkirche übernahm. Hinckelmann verfasste zahlreiche theologische und arabistische Schriften und veröffentlichte 1694 die erste jemals gedruckte vollständige arabische Ausgabe des Korans.

 
Kategorien Wissenschaft
Religion
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Johann John d. Ä.  
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Geboren 19. April 1772
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Februar 1813
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Johann John d. Ä. war der Sohn eines Handelsmannes. Er besuchte das Johanneum und anschließend das Akademische Gymnasium in seiner Geburtsstadt. 1791-1794 studierte John in Göttingen Theologie, um am 7. 11. 1794 unter die Kandidaten des Hamburger Geistlichen Ministeriums aufgenommen zu werden. Am 31. 7. 1796 wurde John trotz seiner Jugend zum Pastor in der Vorstadt St. Georg gewählt und am 8. 9. desselben Jahres in der dortigen Dreieinigkeitskirche eingeführt. Am 15. 11. 1796 heiratete John Jakobine Margarethe Seehusen. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor.Außer einer Dissertation über die Grundlagen der vernünftigen Philosophie und deren Anwendung, die John 1791 als Schüler des Akademischen Gymnasiums verteidigte, sind von ihm nur Predigten und Erbauungsschriften sowie eine Stellungnahme aus der Zeit der französischen Besatzung in gedruckter Form überkommen. 
Literaturhinweise JohannJohnd.Ä..pdf
Kategorien Religion
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Stephan Kempe  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 23. Oktober 1540
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Kempe absolvierte das Grundstudium an der Universität Rostock, trat 1521 dem Franziskanerorden bei und lebte zunächst im Rostocker Katharinenkloster. 1523, als die Reformation Rostock erreichte und der Kaplan an St. Petri Johann Slüter († 1532) in ihrem Sinne zu wirken begann, wurde Kempe innerhalb der Ordensprovinz Saxonia in das Hamburger Marien-Magdalenen-Kloster versetzt. Hier begann Kempe, der trotz Aufforderung nicht in sein Heimatkloster nach Rostock zurückkehrte, Predigten im Sinne Luthers zu halten. Diese müssen – mögen die späteren Berichte darüber auch stilisiert sein – nachhaltige Wirkungen zugunsten der Reformation erzielt haben. Als Seelsorger betreute Kempe 1524 den Raubmörder Laurens Goltsmidt, der am 23. Oktober 1524, und den Seeräuber Claus Kniphoff, der am 30. Oktober 1525 auf dem Grasbrook hingerichtet wurde. Die dabei gemachten Erfahrungen prägten offenbar Kempes theologische Position, dass auch wer viele Todsünden begangen habe, bei aufrichtiger Reue und Buße die göttliche Gnade erlangen könne. 1527 erfolgten die Wahl zum Pfarrer an der Katharinenkirche und die endgültige Aufgabe des Mönchsstandes. 1528 nahm Kempe an einer Disputation mit den katholischen Geistlichen der Stadt teil. Diese veranlasste den Hamburger Rat zu der Entscheidung, 1529 die Reformation offiziell einzuführen. Im selben Jahr trat Kempe gemeinsam mit Johannes Bugenhagen (1485–1558) und Hermann Tast (1490–1551) auf dem Flensburger Religionsgespräch auf, wo sich lutherische Geistliche der Herzogtümer Schleswig und Holstein mit dem danach ausgewiesenen Täufer Melchior Hoffmann († 1543?) sowie dessen Anhang auseinandersetzten. 1530 ehelichte Kempe Anna Eyke, eine ehemalige Nonne des Klosters Harvestehude. Noch im selben Jahr engagierte der Lüneburger Rat Kempe für die Durchsetzung der Reformation. Kempe wirkte vermutlich an der ersten städtischen Kirchenordnung („Christlyke ordenynghe van der scholen und kercken sacken der stadt Lüneborch“) von 1531 mit, als deren Hauptverfasser Urbanus Rhegius (1489–1541) gilt. Die Vorlage für das Porträt Kempes stammt aus: Das Evangelische Hamburg/ Oder Kurzgefaßter Historischer Bericht/ Wie es zuerst mit der Reformation in ... Hamburg ergangen ... Hamburg 1717 (Nordkirchenbibliothek, Sign. Mi 1993). Außerdem abgebildet: Martin Luther, In Epistolam S. Pauli ad Galatas Commentarius ... Wittenberg 1535 (mit Kempes persönlichem Besitzeintrag, SUB Hamburg, Sign. A 1953/2938); Stephan Kempe, Up des Abbates van Sunte Michael tho Lünenborch ... Prövebock Antworth ... Hamburg 1531 (SUB Hamburg, Sign. Scrin A/232).

 

 
Lokale Referenzen

Eine Skulptur von 1929 an der Bugenhagenkirche im Stadttteil Barmbek, geschaffen von dem Bildhauer Friedrich Wield (1880–1940).

 

 
Literaturhinweise Kempe.Stephan.Quellen.Literatur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1521 - 23. Oktober 1540
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Bernhard Klefeker  
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Geboren 12. Januar 1760
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Juni 1825
Todesort Leipzig 
Kurzbiographie

Bernhard Klefeker, geb. 12.1.1760 in Hamburg, gest. 10.6.1825 auf einer Kurreise nach Karlsbad in Leipzig, Sohn des Kämmereischreibers Bernhard Klefeker und der Ratsherrentochter Anna Cäcilie Kentzler. 1779-1782 Studium der Theologie in Leipzig, seit 1782 in Hamburg tätig. 1790 Berufung zum Prediger nach Osnabrück. Seit 1795 Diakon, seit 1802 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg. 1817 Ehrendoktor der Theologie der Universität Jena. 17.5.1791 Heirat mit Anna Maria Süberkrub.

Theologisch war Klefeker ein entschiedener Anhänger der Aufklärung, als Schriftsteller war er vor allem auf dem Gebiet der praktischen Theologie tätig. Im Streit um die rationalistische Altonaer Bibel des Nicolaus Funk (1767-1847) nahm Klefeker diesen gegen den Vorwurf in Schutz, mit seinen dortigen Anmerkungen die Grundlagen des evangelischen Glaubens zu untergraben. In seinen Predigten nahm er auch auf zeitnahe Ereignisse (wie die Sturmflut von 1825) Bezug.


 
Nachrufe (Nekrologe) BernhardKlefekerNekrolog1.pdf
BernhardKlefekerNekrolog2.pdf
Literaturhinweise BernhardKlefeker.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
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Gustav Cornelius Friedrich Kochheim  
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Geboren 15. Januar 1890
Geburtsort Gelsenkirchen-Schalke 
Gestorben 26. April 1977
Todesort Hamburg-Bergedorf 
Kurzbiographie Sohn von Louis Gustav Kochheim (1865–1942), Arbeiter, und Luise Sophie geb. Streppel (1861–1934). 1910 Abitur am Dortmunder Realgymnasium, Studium der Germanistik und Philosophie in Tübingen und Münster (ohne Abschluss). 1914–1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg, ab 1919 in Hamburg wohnhaft. 1921–1923 bei der Behörde für Strom- und Hafenbau, 1923–1926 als Schutzhelfer im Jugendamt beschäftigt, 1927 Eintritt in den Dienst der Hamburgischen Landeskirche als Sozialpädagoge, 1928 Verbeamtung. 1934 unter dem Landesbischof Franz Tügel (1888–1946) Zuordnung zum Landeskirchlichen Amt für Volksmission, Leiter der Landeskirchlichen Bücherei (ohne bibliothekarische Fachausbildung), 1947 landeskirchlicher Beauftragter für Laienspielarbeit und Gemeindebüchereiwesen, 1948 Leiter der Laienspielberatungsstelle, 1956 Ruhestand. Von der Jugendbewegung geprägt und Mitglied der deutschnationalen Fichte-Gesellschaft (1926–27 Leitung der Fichte-Hochschule am Holstenwall), war Kochheim ein typischer Vertreter völkischer und nationalpädagogischer Vorstellungen, die sich bei ihm aber nicht mit Neuheidentum, sondern mit einem lutherischen Christentum verbanden. Sein Einsatz für das evangelische Laienspiel, das er als besondere Form der Verkündigung und Mission auffasste, ist auf neuromantische Einflüsse aus der Jugendbewegung zurückzuführen. Obwohl kein Gegner des Dritten Reiches und seit 1937 Mitglied der NSDAP, kam Kochheim doch in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Chefideologen und Christentumsgegner Alfred Rosenberg (1893–1946). Dieser warf Kochheim vor, in seiner (keinesfalls philosemitischen) Schrift „Begegnung mit Abraham“ zu judentumsfreundlich zu sein. Ein gegen Kochheim angestrengtes Gerichtsverfahren führte 1940 zum Parteiausschluss, ohne dass Kochheim weltanschaulich vom Nationalsozialismus abgerückt wäre. 1943 organisierte Kochheim die angesichts der Bombenangriffe beschlossene Auslagerung der Landeskirchlichen Bücherei von der (1968 abgebrochenen) Bohnenstraße in die Vier- und Marschlande und die Aufrechterhaltung des Ausleihbetriebs, 1945 die Rückführung. Ende der vierziger Jahre war Kochheims gemeindepädagogischer Ansatz nicht mehr gefragt: Die Hamburgische Landeskirche strich die Mittel für die Laienspielarbeit und beschäftigte Kochheim bis zur Pensionierung im Jugendpfarramt. Die Schriften Gustav Kochheims, der auch Beiträge in mehreren Zeitschriften (z.B. „Brücke und Weg. Blätter für die hamburgische Jugendarbeit“) veröffentlichte, haben (nicht zuletzt wegen ihres eigenwilligen Stils) nie eine große Wirkung entfaltet, sind aber als Quellen der kirchlichen Zeitgeschichte bzw. des Verhältnisses von Protestantismus und Nationalsozialismus von einer gewissen Bedeutung. 
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.Kochheim.Literaturhinweise.pdf
Kategorien Religion
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Christian Heinrich Lohmann  
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Geboren 28. März 1747
Geburtsort Glückstadt 
Gestorben 08. Januar 1821
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Heinrich Lohmann, geboren am 28.03.1747 in Glückstadt, gestorben am 08.01.1821 in Hamburg. Seit 1768 in Hamburg als Gewürzhändler tätig. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1814 Oberalter. Vermählt am 03.07.1771 mit Anna Catharina von der Neuenburg. 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1814 -
Kaufmann/-frau: -
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Matthias Lüttmann  
Abbildung
Geboren 12. Oktober 1708
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. August 1772
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Matthias Lüttmann war der Sohn des Christoffer Lüttmann, Oberalten im Kirchspiel St. Petri, und der Anna Maria geborenen Mutzenbecher. Nach einem Theologiestudium, das Lüttmann in Jena absolvierte, wurde er 1735 unter die Kandidaten des Geistlichen Ministeriums aufgenommen. 1742 wurde Lüttmann Pastor am Hospital zum Heiligen Geist und am Gasthause. 1743 heiratete Lüttmann Catharina v. Bobart, die aber bereits 1756 verstarb. Deswegen ehelichte Lüttmann 1757 die Kaufmannstochter Magaretha Elisabeth Koep. Aus Lüttmanns Feder sind Gelegenheits- und Erbauungsschriften sowie Predigten erhalten.1756 erschien zur Goldenen Hochzeit der Eltern Lüttmanns eine umfangreiche Festschrift (Titelblatt-Abbildung nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 0322).
 
Literaturhinweise MatthiasLüttmann.Titelblatt.pdf
Kategorien Religion
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Prof. D. Dr. phil. h.c. Carl Friedrich Michael Meinhof  
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Geboren 23. Juli 1857
Geburtsort Barzwitz/Pommern 
Gestorben 11. Februar 1944
Todesort Greifswald 
Kurzbiographie

Carl Meinhof war ein bedeutender deutscher Sprachwissenschaftler, Begründer der vergleichenden Bantu-Sprachforschung und Inhaber des ersten Lehrstuhls für afrikanische Sprachen weltweit. Er arbeitete zunächst als Pastor in Pommern, wo er neben seinem Beruf ein lebhaftes Interesse für afrikanische Sprachen entwickelte. Durch intensives Literaturstudium und Kontakte mit sprachkundigen Missionaren kam er zur Entdeckung systematischer Beziehungen der vor allem in den deutschen Kolonien gesprochenen Bantusprachen, denen er zwei grundlegende Untersuchungen widmete. Sie sorgte wegen ihres neuartigen Umgangs mit afrikanischen Sprachen weltweit für wissenschaftliches Aufsehen.

 

 
Lebensbeschreibungen MeinhofCarl.Biografie.pdf
Literaturhinweise MeinhofCarl.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Funktionen Sprachwissenschaftler/-in: -
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Johann Friedrich Lorenz Meyer  
Abbildung
Geboren 22. Januar 1760
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. Oktober 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Lorenz Meyer, geboren 22.1.1760 in Hamburg, gestorben 21.10.1844 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Frau Catharina Maria Kern. 1777-1782 Jurastudium in Göttingen mit abschließender Promotion. Nach ausgedehnten Auslandsreisen seit 1785 als Domherr in Hamburg ansässig. Vermählt 12.4.1785 mit der Professorentochter Friederike Amalie Sophie Boehmer. Umfangreiche literarische und gemeinnützige Tätigkeit. Johann Friedrich Lorenz Meyer publizierte u. a. 1801-02 die „Skizzen zu einem Gemälde von Hamburg“. Meyer hielt die Grabreden auf Friedrich Gottlieb Klopstock und Friedrich Ludwig Schröder
Lokale Referenzen
Johann Friedrich Lorenz Meyer war ein äußerst aktiver Freimaurer. 1779 wurde er während seines Studienaufenthaltes in Göttingen von Georg Ludwig Boehmer - sein Doktorvater und späterer Schwiegervater (siehe oben) - zum Freimaurer aufgenommen. 1780 beförderte ihn Boehmer zum Gesellen und 1781 erhob er ihn zum Meister. Am 7. März 1801 wurde Meyer in Hamburg von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" angenommen. In dieser Loge führte er als Meister vom Stuhl von 1804 bis 1806 den Hammer. Am 4. Februar 1811 war Meyer Mitbegründer der "Großen Loge zu Hamburg" und übernahm neben dem Großmeister Johann Philipp Beckmann das Amt des ersten Großaufsehers.
 
Kategorien Wirtschaft
Literatur
Wohlfahrt
Religion
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Autor/in: -
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Henning Moller  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie Magister Henning Moller (latinisiert Henningus oder Henningius Molitor oder Molitoris) ist zwischen 1511 und 1514 als Offizial (Stellvertreter) des Hamburger Dompropstes Joachim Klitzing urkundlich belegt. Er war außerdem Inhaber der Pfarrstelle in Eddelak (Dithmarschen) sowie Kantor und Kapitular im Kollegiatstift St. Marien vor Einbeck. Am 6. 8. 1511 besiegelte Moller in Hamburg eine Urkunde, mit der Klitzing die Stiftung einer Altarpfründe in der Itzehoer Laurentius-Kirche durch Ölgard Rantzau, die Mutter Johann Rantzaus (1492-1565), bestätigte. Am 13. 1. 1512 vermittelte Moller eine Vereinbarung zwischen dem Rat von Itzehoe und den Geistlichen an der Laurentius-Kirche über die Versorgung mit Getränken zum Eigenbedarf. Am 31. 3. 1511 entschied Moller, dass der Klerus an der Laurentius-Kirche für seine Immobilien nicht steuerpflichtig sei. In einem Notariatsinstrument über eine Vikarie in der Wöhrdener Kirche vom 12. 8. 1512 begegnet Moller als Zeuge. Am 20. 1. 1514 besiegelte Moller zu Lunden einen Vertrag über die Unterhaltung der St. Annen-Kapelle in Bösbüttel. Am 28. 2. 1514 verzichtete Moller auf sein Benefizium in Eddelak. Am 6. 5. 1514 promulgierte Moller einen Kollektenbrief zugunsten des Wiederaufbaus der untergegangenen Kirche von Herzhorn. Moller stellte, wie sich aus einem Verhörprotokoll von 1537/38 ergibt, auch Dispensurkunden in Ehesachen aus. Später begab sich Moller vielleicht in das Bistum Minden. Diese Orientierung deutet auf Beziehungen zu dem Jüngeren Haus Schauenburg hin, das damals noch in der Grafschaft Holstein-Pinneberg westlich von Hamburg regierte. Henning Moller war mit seiner Häufung von Ämtern, die er mit Sicherheit nur z.T. persönlich ausübte, ein typischer Vertreter der Geistlichkeit vor der Reformation. 
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.HenningMoller.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Theodor Möller  
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Geboren 06. August 1566
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. April 1645
Todesort (Hamburg-)Harburg 
Kurzbiographie Möller war, nachdem er seit 1595 in Wismar Konrektor gewesen war, vom 15. Juli 1604 bis 1640 (?) Pastor in dem damals zu Harburg gehörigen Sinstorf, danach Archidiaconus oder Diaconus an der Dreifaltigkeitskirche. Er verfasste eine Reihe von Leichenpredigten für in Harburg und Umgebung gestorbene Personen sowie aus damals aktuellem Anlass ein Trostbuch für Kriegszeiten.
 
Literaturhinweise Möller.Theodor.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Carl Mönckeberg  
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Geboren 03. März 1807
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. März 1886
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Carl Mönckeberg war der Sohn des Senators Johann Georg Mönckeberg und dessen Ehefrau Catharina Magdalena geb. Gräpel. Mönckeberg besuchte das Johanneum und das Akademische Gymnasium seiner Geburtsstadt, bevor er von 1826 bis 1829 an den Universitäten Bonn, Göttingen und Berlin Theologie studierte. Nach Abschluss des Studiums unternahm Mönckeberg eine "Kavaliersreise" durch Deutschland, Frankreich, England, Schottland, Irland und Holland. 1831 legte Mönckeberg vor dem Geistlichen Ministerium in Hamburg das Kandidatenexamen ab. 1837 wurde Mönckeberg zum dritten Diaconus an der Hamburger Nikolaikirche gewählt, nachdem er 1838 die Hamburger Kaufmannstochter Johanna Louise Schröder geehelicht hatte. Von 1841 bis 1855 übte Mönckeberg außerdem das Predigeramt am Spinnhaus aus, von 1842 bis 1844 war er auch Katechet an der Schiffskirche. 1877 verlieh die Theologische Fakultät der Universität Leipzig Mönckeberg die Ehrendoktorwürde wegen seiner Verdienste um die Revision der Lutherbibel, für die er sich seit 1855 wissenschaftlich, kirchenpolitisch und publizistisch eingesetzt hatte. Mönckeberg gehörte innerhalb der lutherischen Kirche Hamburgs (seit 1870: Evangelisch-lutherische Kirche im Hamburgischen Staate) dem konservativen Spektrum an. Er war u.a. Mitglied der Hamburg-Altonaischen Bibelgesellschaft von 1814, des Kirchenbauvereins St. Nikolai und der Hamburger Stadtmission. Außerdem zählte Mönckeberg 1839 zu den Gründern des Vereins für Hamburgische Geschichte. Von seinen Werken ist die 1864 erschienene, 2006 als Nachdruck erschienene und seit 2014 in einer neuen, ausführlich kommentierten Ausgabe leicht zugängliche Schrift "Hamburg unter dem Drucke der Franzosen" am bekanntesten. In ihr stellte sich Mönckeberg einem Teil der  Erinnerungskultur seiner Heimatstadt entgegen, indem er einer einseitig-negativen Darstellung der so genannten Franzosenzeit (1806-1814) und damit frankreichfeindlichen und nationalistischen Kreisen widersprach. Zu Carl und Johanna Louise Mönckebergs Kindern gehörte der Jurist und Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1839-1908); nach ihm ist in Hamburg die berühmte Mönckebergstraße benannt. Die Photographie Carl Mönckebergs stammt aus der Zeit um 1865 (Original im Staatsarchiv Hamburg).
 
Literaturhinweise CarlMönckeberg.pdf
Kategorien Religion
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Joachim Morgenweg  
Abbildung
Geboren 09. Dezember 1666
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. Januar 1730
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Morgenweg besuchte das Johanneum und das Akademische Gymnasium, wo er auch in die Grundlagen des Hebräischen und der rabbinischen Literatur eingeführt wurde. 1689 bezog er die Universität Leipzig, um dort Theologie zu studieren. 1693–1697 war Morgenweg Katechet (Religionslehrer) und Sonntagsprediger am Hamburger Zuchthaus, 1697–1698 zweiter Pfarrer zu Sülfeld (heute Krs. Segeberg) und schließlich von 1698 bis zu seinem Tode Pastor am Hamburger Waisenhaus. Während seiner Amtszeit machte Morgenweg – nicht immer zur Freude der Verwaltung – Reformvorschläge für diejenige Einrichtung, die er geistlich betreute. An den kirchenpolitischen Zänkereien um den Pietismus, die um 1700 in Hamburg öffentlichkeitswirksam ausgetragen wurden, scheint sich Morgenweg, obwohl theologisch hoch gebildet, nicht beteiligt zu haben. Morgenweg veröffentlichte nur sehr wenig, doch waren seine Editionen der Heiligen Schrift nach Luthers Übersetzung, die zwischen 1707 und 1732 herauskamen, in Hamburg und Umgebung als Familienbibeln geschätzt. Morgenweg betätigte sich auch als Bücher- und Kunstsammler. In erster (heimlich geschlossener, nicht standesgemäßer) Ehe war er mit seinem Beichtkind, der Prinzessin Juliane Luise von Ostfriesland (1657–1715), verheiratet, in zweiter Ehe ab 1716 mit der Pfarrerstochter Juliane Luise Jensen.Das Bild zeigt Titelblatt und Frontispiz eines Exemplars der von Morgenweg herausgegebenen Luther-Bibel in der Ausgabe von 1713. Sie stammt aus der Familie des Staders Pastors Johann Hinrich Mutzenbecher (1731-1772/ Nordkirchenibliothek, Signatur Mi 3152).

 

 
Literaturhinweise Morgenweg.Joachim.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Erdmann Neumeister  
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Geboren 12. Mai 1671
Geburtsort Üchtritz/Thüringen 
Gestorben 18. August 1756
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Erdmann Neumeister, geboren 12.05.1671 in Üchtritz/Thüringen, gestorben 18.08.1756 in Hamburg. Nach theologischem Studium in Leipzig als Prediger in Bibra bei Naumburg, am Hof zu Sachsen-Weißenfels und in Sorau/Niederlausitz tätig. Seit 1715 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg. 24.11.1697 Heirat mit Johanna Elisabeth Meister. Bedeutender Kirchenlieddichter des Spätbarock, Verfasser zahlreicher geistlicher Kantaten, die u. a. von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach vertont wurden. 
Kategorien Musik
Literatur
Religion
Funktionen Dichter/in: -
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Valentin Anton Noodt  
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Geboren 13. Mai 1787
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. September 1861
Todesort Hamburg  
Kurzbiographie

Valentin Anton Noodt war ein Sohn von Lorenz Andreas Noodt (1743-1809), Lehrer an der Hamburger Gelehrtenschule des Johanneums, und Anna Adelheid geborene Lappenberg (1754-1829), gebürtig aus Hamelwörden. Nach dem Besuch des Johanneums, wo der spätere Theologe August Neander (1789-1850) zu seinen Mitschülern zählte, und des Akademischen Gymnasiums studierte Noodt Evangelische Theologie zunächst in Göttingen, dann 1809-1810 an der Humboldt-Universität (damals: Universität zu Berlin), um erst 1816, nach seiner Militärzeit, in Halle mit einer philologischen „Probeschrift“ zum Doktor der Philosophie promoviert zu werden. 1810 wurde Noodt unter die Kandidaten des Hamburger Geistlichen Ministeriums aufgenommen. Während der Befreiungskriege diente er als Offizier in mehreren Einheiten, u.a. in der Hanseatischen Legion. 1815 nahm er eine Lehrerstelle am Friedrichswerderschen Gymnasium in Berlin an, wo kurz vorher (1813-1814) der Glückstädter Theologe August Tweesten (1789-1876) gewirkt hatte. 1822 übernahm Noodt die vierte Predigerstelle an der Berliner Nikolaikirche, um 1828 in seine Heimatstadt zurückzukehren: Am 24. Februar dieses Jahres wurde Noodt zum Diaconus an der Hamburger Petrikirche gewählt. Dieses Amt versah er bis zu seinem Tode. 1830–1832 war Noodt auch Schriftführer des Evangelischen Missionsvereins in Hamburg. Der Stadtbrand von 1842 zerstörte das alte Kirchengebäude und Noodts Amtswohnung. Er war eine der treibenden Kräfte für den Neubau St. Petris, der 1849 eingeweiht werden konnte. Verheiratet war Noodt mit der Fabrikantentochter Henriette Emilie Amen aus Neustadt-Eberswalde. Der Tod ereilte Noodt beim Mittagsschlaf.

 
Lokale Referenzen
Valentin Anton Noodt war zeitlebens überzeugter Freimaurer. Er wurde am 16. April 1813 in Hamburg von der Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, 1818 zum Gesellen befördert und 1819 zum Meister erhoben. Von 1838 bis 1844 stand er der ältesten Deutschen Loge "Absalom zu den drei Nesseln" als ihr Meister vom Stuhl vor. In der "Großen Loge zu Hamburg" war er von 1844 bis zu seinem Tode im Jahre 1861 zweiter Großaufseher.
 
Literaturhinweise Noodt.ValentinAnton.Promotionsnachricht.pdf
Noodt.ValentinAnton.AugustNeander.pdf
Noodt.ValentinAnton.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: 1815 - 1822
Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1822 - 1861
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Peter Daniel Prale  
Abbildung
Geboren 11. Februar 1754
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. November 1832
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Peter Daniel Prale, geboren am 11.02.1754 in Hamburg, gestorben am 17.11.1832 ebd. Sohn des Oberalten Franz Andreas Prale und der Katharina Elisabeth Rücker. Kaufmann in Hamburg, nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1816 Oberalter. Vermählt 12.06.1781 mit Luise Maria Muchau. 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1816 -
Kaufmann/-frau: -
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Johannes Prassek  
Abbildung
Geboren 13. August 1911
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. November 1943
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johannes Prassek wurde am 13. August 1911 in der Straße Grindelhof 69, Hamburg, geboren. Prassek wuchs in eher ärmlichen Verhältnissen auf, seine evangelische Mutter Marie Hartmann arbeitete als Dienstmädchen, sein Vater war Maurer. Zur evangelisch-lutherischen Taufe kehrte Prasseks Mutter mit diesem in ihren mecklenburgischen Geburtsort Hagenow zurück. Nach der Heirat seiner Eltern lebte die Familie dann ab dem 19. Juli 1912 im Gerstenkamp 9, Hamburg Barmbek. In Form einer Konditionaltaufe – man war sich nicht sicher, ob Prasseks erste Taufe gültig sei – wurde dieser im selben Jahr in der katholischen Pfarrkirche St. Sophien auch katholisch getauft. Prassek besuchte die katholische Volksschule Elsaßstraße und empfing am 19. Juni 1921 die Erstkommunion. Ab 1922 besuchte er das katholische Progymnasium am Alsterufer 3. Durch den Vikar Aloys Boecker gefördert, wurde Prassek Messdiener in St. Sophien und später auch im Wilhelmsstift. 1927 wechselte Prassek vom katholischen Progymnasium auf die Gelehrtenschule des Johanneums und legte dort 1931 sein Abitur mit sehr guten Noten ab. Ab 1931 studierte Prassek katholische Theologie, zuerst in Frankfurt am Main, später wechselte er nach Münster. 1935 zog Prassek dann nach Osnabrück um, wo er 1937 seine Priesterweihe erhielt. Im selben Jahr noch ging Prassek als Aushilfe in das mecklenburgische Wittenberg, ab 1939 war er in Lübeck in der Herz-Jesu-Kirche in Lübeck tätig. Hier engagierte er sich im Rahmen der Pfarrerseelsorge trotz Verbots auch für polnische Zwangsarbeiter; so lernte er extra polnisch, um auch für diese Seelsorge leisten zu können. Zivilcourage bewies Prassek auch 1942 während eines Luftangriffes auf Lübeck, indem er selbstlos half, verwundete Menschen aus den Trümmern zu bergen. Schon unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtergreifung machte Prassek seine Abneigung gegenüber dem Regime deutlich. Unter dem Leitsatz „Aber einer muss die Wahrheit doch sagen!“ hatte er den Mut, dieses in seinen Predigen offen anzuprangern. Besonders deutlich sprach Prassek sich gegen die Euthanasie aus. So war es nicht verwunderlich, dass Prassek 1942 von der Gestapo verhaftet wurde. Mut und Charakterstärke bewies Prassek jedoch auch weiterhin, so wurde er auch während seines Prozesses nicht müde, das nationalsozialistische Regime zu kritisieren. Prassek wurde in dem Gefängnis am Holstenglacis hingerichtet. 2011 erfolgte in Lübeck die Seligsprechung.

Sophie Preuss (Johanneum)
 
Lokale Referenzen Prassekstraße, Wilhelnmsburg, seit 1964
 
Sonstige JohannesPrassek.Geburtsurkunde.jpg
Kategorien Religion
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Johann Jacob Rambach  
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Geboren 27. März 1737
Geburtsort Teupitz/Mittelmark 
Gestorben 06. August 1818
Todesort Ottensen 
Kurzbiographie Johann Jacob Rambach, geboren 27.3.1737 in Teupitz/Mittelmark, gestorben 6.8.1818 in Ottensen, Sohn des Pastors Friedrich Eberhard Rambach und der Kaufmannstochter Maria Margaretha Ulrici. Nach Theologiestudium in Halle 1759-1774 Tätigkeit als Gymnasialdirektor an verschiedenen Schulen, 1774-1780 Prediger in Quedlinburg. Seit 1780 Hauptpastor an der Michaeliskirche in Hamburg, 1801 Senior des Hamburgischen Geistlichen Ministeriums. 1766 Heirat mit der Predigerstochter Marie Juliane Louise Boysen. Verfasser zahlreicher pädagogischer und theologischer Schriften. 
Lokale Referenzen Rambachstraße, Neustadt, seit 1902
 
Kategorien Religion
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Sebastian Rhegius  
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Geboren 1554/1559
Geburtsort Hannoversch-Münden (Münden) 
Gestorben 1621
Todesort Hamburg-Finkenwerder (Finkenwerder, Lüneburger Seite) 
Kurzbiographie Sebastian Rhegius war der älteste von drei Söhnen von Urbanus Rhegius d. J. († ca. 1570), Sekretär und Amtmann Erichs II. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen, und seiner Frau Elisabeth geb. Dransfeld († nach 1588). Sebastian studierte mit Hilfe eines herzoglichen Stipendiums Theologie, vielleicht in Basel und wahrscheinlich in Straßburg. 1588 übernahm Sebastian Rhegius, der sich auch König nannte, die Pfarrstelle auf der Lüneburger Seite der Elbinsel Finkenwerder, die er bis zu seinem Tode bekleidete. Sebastian war zweimal verheiratet, in zweiter Ehe mit Susanna (geb. Steers?, † 1631), mit der er drei (überlebende) Kinder hatte. Zwischen 1588 und 1621 wird Sebastian Rhegius in lokalen und regionalen Quellen genannt. Zu diesen gehört ein Bittbrief an den Sekretär seines damaligen Landesherrn Otto II. von Brauschweig-Harburg (1528–1603) wegen ausbleibender Gehaltszahlungen von Seiten seiner Gemeinde, der 1589 zu einem Synodenbeschluss zu seinen Gunsten führte. Die Dokumente, z.B. die von Rhegius selbst geführten Kirchenrechnungen, bieten interessante Einblicke in den Berufsalltag eines „Elbinselpfarrers“ um 1600. Dieser bestand nicht nur in geistlichen Aufgaben, sondern ganz wesentlich auch in praktischer Verwaltungstätigkeit und Rechtsgeschäften wie dem Eintreiben von Geldforderungen, Baumaßnahmen an Kirche und Pastorat, dem Verkauf von Gemeindeland, der Deichschauung und nicht zuletzt der Sicherung der eigenen Einkünfte. Gemeinsam mit dem Metallgießer Claus Suffrian, dem Kirchgeschworenen Peter Fink und dem Vogt Jacob von Rigen stiftete Rhegius der Finkenwerder Nicolaikirche 1604 ein Paar bronzene Leuchter, die heute noch erhalten sind. 1613 predigte Rhegius auf der Synode in Harburg. 1617 veranlasste Rhegius nach der Einpfarrung der Einwohner auf der „Hamburger Seite“ des Finkenwerders einen Neubau des maroden Kirchengebäudes aus spätgotischer Zeit, der bis zur Sturmflut von 1756 Bestand hatte. 
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.SebastianKönig.Literatur.pdf
Medaillen
Kategorien Religion
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Urbanus Rhegius  
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Geboren Mai 1489
Geburtsort Langenargen 
Gestorben 23. Mai 1541
Todesort Celle 
Kurzbiographie Als Sohn eines Priesters besuchte Urbanus Rhegius zunächst die Lateinschule in Lindau. Nach dem Studium an den Universitäten Freiburg, Tübingen, Ingolstadt und Basel folgte 1519 die Priesterweihe. 1520 wurde Rhegius Domprediger in Augsburg, wo er zur Reformation übertrat. 1530 – fünf Jahre, nachdem er die Augsburger Bürgertochter Anna Weißbrugger geheiratet hatte – folgte Rhegius einem Ruf Ernsts I. von Braunschweig-Lüneburg (1497–1546) nach Celle, um als Pfarrer und (seit 1532) als Superintendent im Fürstentum Lüneburg der Reformation zum Durchbruch zu verhelfen. Rhegius ist für die Kirchengeschichte der Stadt Hamburg insofern von Bedeutung, als der Hamburger Rat ihn 1532 (drei Jahre nach Einführung der Reformation) für das Amt des Superintendenten gewinnen wollte. Urbanus Rhegius lehnte dankend ab, weil er bei seinem Landesherrn im Wort stand. Der Enkel Sebastian Rhegius war von 1588 bis zu seinem Tode 1621 Pastor auf dem Finkenwerder. 
Literaturhinweise UrbanusRhegius.pdf
Kategorien Religion
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Johann Christoph Friedrich Rist  
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Geboren 03. Juli 1735
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. April 1807
Todesort Niendorf 
Kurzbiographie Johann Christoph Friedrich Rist war ein Urenkel des bekannten Wedeler Pastors und Kirchenliederdichters Johann Rist (1607–1667) und ein Sohn des aus Haseldorf gebürtigen Pastorensohns Friedrich Christian Rist (1708–1750), der Organist unter anderem an der Marien-Magdalenenkirche in Hamburg war, und dessen Ehefrau Maria Elisabeth geborene Kortkamp, verwitwete Hertzog (1702–1768). Johann Christoph Friedrich Rist besuchte von 1752 bis 1755 das Johanneum, danach von 1755 bis 1758 das Akademische Gymnasium in seiner Geburtsstadt. Infolge des frühen Todes des Vaters wuchs er in sehr bedrängten Verhältnissen auf, so dass der Organistensohn schon früh durch Orgelspielen und Musikunterricht zum Familienunterhalt beitragen musste. Rists Ausbildung wurde deswegen zum Teil durch Stipendien finanziert. Von 1758 bis 1761 studierte Rist Theologie an der Universität Jena, um 1762 vor dem Konsistorium in Altona das theologische Examen abzulegen. Nachdem er in Hamburg keine feste Anstellung als Geistlicher hatte erlangen können, wurde Rist 1769 als Pfarrer für die im Anschluss an den Gottorfer Vergleich von 1768 gegründete Kirchengemeinde in Niendorf in der Herrschaft Pinneberg gewählt und danach durch Christian VII. von Dänemark bestätigt. Rist konnte sein Amt jedoch erst mit der Kirchweihe am 14. 11. 1770 antreten. Über Rists Wahl und Einführung gibt es einen zeitgenössischen Bericht, der im 2. Band von Johann Adrian Boltens „Historischen Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona … und von der Herrschaft Pinneberg“ abgedruckt ist (Altona 1791, S. 244–246). Der Haselauer Pastor Johann Otto Wichmann (1730–1796) ließ 1770 im Stil der Zeit ein an Rist gerichtetes „Glückwunschschreiben“ drucken. Am 2. Juni 1773 ehelichte Johann Christoph Friedrich Rist die Hamburger Pastorentochter Magdalena Elisabeth Werkmeister (1752–1795). Damals umfasste das Kirchspiel neben Niendorf Lokstedt, Stellingen, Langenfelde, Eidelstedt, Hummelsbüttel und Burgwedel. Das Ehepaar Rist hatte drei Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten: der Diplomat in dänischen Diensten Johann Georg Rist (1775–1847) und der Hamburger Kaufmann Johann Christoph Friedrich Rist d. J. (1780–1822). 
Lebensbeschreibungen Rist.JohannChristophFriedrich.Biographie.pdf
Literaturhinweise Rist.JohannChristophFriedrich.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Berend Carl Roosen  
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Geboren 29. Oktober 1820
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Dezember 1904
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Berend Carl Roosen, geb. 29.10.1820 in Hamburg, gest. 25.12.1904 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Herman Roosen und der Maria Elisabeth Roosen. Seit 1844 Prediger der Mennonitengemeinde in Altona und Hamburg. 1847 Heirat mit der Hamburger Weinhändlerstochter Helene Goering. Mitbegründer des Vereins für Innere Mission. 
Kategorien Religion
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Geeritt Roosen  
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Geboren 08. März 1612
Geburtsort Altona 
Gestorben 20. November 1711
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geeritt Roosen, geb. 8.3.1612 in Altona, gest. 20.11.1711 in Hamburg, Sohn des aus Lübeck gebürtigen Altonaer Gerbereibesitzers Paul Roosen und der Hamburger Messerschmiedtochter Janneken Quins. Kaufmann in Hamburg. 28.8.1640 Heirat mit Maria Armoury, Tochter seines kaufmännischen Lehrherrn Hans Armoury aus Hamburg. Seit 1649 Diakon und seit 1660 Prediger der Mennoniten-Gemeinde. Verfasser mehrerer Schriften zu mennonitischen Fragen und zur Verbesserung von Kachelöfen. 
Kategorien Religion
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Johann Ludwig Schlosser junior  
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Geboren 18. Oktober 1738
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. Januar 1815
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie

Sohn des gleichnamigen Hauptpastors an St. Katharinen, besuchte Schlosser das Johanneum und das Akademische Gymnasium, um danach in Jena Theologie zu studieren. Nebenbei betätigte sich Schlosser als Verfasser von Schauspielen. 1762, nach Abschluss des Studiums, wurde Schlosser Kandidat des Geistlichen Ministeriums seiner Geburtsstadt. 1766 übernahm Schlosser die zweite und noch im selben Jahr die erste Pfarrstelle an St. Petri und Pauli in Bergedorf. In diesem Amt verblieb er bis zu seinem Tode. Überregionale Bekanntheit erlangte Schlosser, der von der Aufklärung beeinflusst war, durch den Hamburger "Theaterstreit". Der Senior Johann Melchior Goeze kritisierte die Aufführungen von Theaterstücken aus Schlossers Feder, die unter Misachtung der mit Schlosser vereinbarten Anonymität erfolgt und anschließend in die literarische Kritik geraten waren; überhaupt lehnte Goeze ab, dass Geistliche Theateraufführungen besuchen oder sich gar als Theaterdichter betätigen. Schlosser verteidigte sich, in die Kontroverse schalteten sich weitere Personen ein - fast wäre es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Schlosser und Goeze gekommen. Beide trennte eine verschiedene Auffassung vom Sinn und Zweck öffentlich aufgeführter Schauspiele: Goeze als wortgewaltiger Prediger hielt das Theater in der Praxis nicht für geeignet, die Moral der Zuschauenden zu bessern; Schlosser sah in der 'Schaubühne' eine Möglichkeit, die Menschen zu zeigen, wie sie in ihrer Abgründigkeit und Widersprüchlichkeit eben sind, um so im Publikum tieferes Nachdenken und letztlich sittliche Besserung zu erreichen. 1769 beendete der Hamburger Senat den Streit, der weite Kreise gezogen hatte, indem er allen Beteiligten Schweigen auferlegte. 1773, vier Jahre nach diesem erzwungenen Ende, ehelichte Schlosser die Kaufmannstochter Johanna Charlotte Hedwig geb. Funck. Dieser widmete Schlosser nach ihrem Tode 1780 einen gedruckten Nachruf. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen nur ein Sohn den Vater überlebte. Das Photo zeigt den Titel der Verteidigungsschrift von Johann Vincent Hinrich Nölting (1736-1806), Lehrer am Akademischen Gymnasium, zugunsten Schlossers im "Theaterstreit" (nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 127).

 
Literaturhinweise JohannLudwigSchlosserjunior.pdf
Kategorien Religion
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Johann Ludwig Schlosser senior  
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Geboren 11. Oktober 1702
Geburtsort Sankt Goar 
Gestorben 07. April 1754
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Ludwig Schlosser senior, Sohn des Superintendenten und Konsistorialrats Philipp Casimir Schlosser und der Anna Maria geb. Misler, bezog nach dem Schulbesuch in Marburg 1717 die Universität Gießen, um dort Theologie, Altgriechisch und orientalische Sprachen zu studieren. 1730 erwarb er in Gießen den Magistergrad und erhielt im selben Jahr einen Ruf als Hilfspastor nach Hannover. 1733 wurde Schlosser Diaconus an der Hamburger Katharinenkirche. Die Stadt hatte er bereits 4 Jahre zuvor auf einer Reise kennengelernt. 1741 rückte Schlosser zum Hauptpastor an St. Katharinen auf, welches Amt er bis zu seinem Tode innehatte. Seit 1733, dem Jahr seiner Berufung nach Hamburg, war Schlosser mit der einheimischen Kaufmannstochter Johanna Hedwig Winckler, verheiratet. Aus dieser Ehe gingen 7 Kinder hervor, von denen 3 das Erwachsenenalter erreichten, u.a. der Bergedorfer Pastor Johann Ludwig Schlosser junior. Theologisch eher konservativ eingestellt, hielt er sich - von gelegentlichen kritischen Äußerungen abgesehen - von Lehrstreitigkeiten fern und widmete sich schwerpunktmäßig Predigt und Seelsorge. Auf beiden pastoralen Feldern war Schlosser allgemein  beliebt und geachtet. Die Vorlage für das diesem Artikel angehängte Digitalbild stammt aus: Sammlung erlesener Canzel-Reden über wichtige Wahrheiten Heil. Schrift ... 5. Theil. Hamburg, Leipzig 1747 (nach dem Exemplar der Kirchengemeinde Münsterdorf in der Nordkirchenbibliothek, Signatur: Mün 258).
 
Literaturhinweise JohannLudwigSchlossersenior.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Frans Heinrich Schlüter  
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Geboren 14. Februar 1783
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. September 1857
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Frans Heinrich Schlüter, geb. 14.2.1783 in Hamburg, gest. 27.9.1857 ebd., Sohn des Hamburger Essigbrauers Bernhard Hieronymus Schlüter und der Johanna Elisabeth Möller. Kaufmann in Hamburg, seit 1854 Oberalter. 23.3.1819 Heirat mit Amalie Kähler.  
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1854 -
Kaufmann/-frau: -
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Severin Schlüter  
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Geboren 28. Oktober 1571
Geburtsort Halle 
Gestorben 16. Juli 1648
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Severin Schlüter, geboren 28.10.1571 in Halle, gestorben 16.7.1648 in Hamburg, Sohn des Berend (Bernhard) Schlüter, Kaufmann in Bielefeld und der Lucretia Ladewig. Nach Theologiestudium in Erfurt, Köln und Helmstedt, Promotion zum Magister in Helmstedt, 1603 Konrektor in Stade, 1604 Rektor ebd., im selben Jahr Heirat mit Maria Funck, Tochter des Pastors Daniel Funck aus Rethem bei Lüneburg; 1613 Prediger in Bucca/Grafschaft Hoya, 1615 Pastor in Weimar; seit 1617 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg, 1621-1625 theologische Vorlesungen am Akademischen Gymnasium in Hamburg, 1646 Senior des Hamburgischen Ministeriums; Verfasser mehrerer philosophischer Schriften, aus den Schuldisputationen in Stade hervorgegangen, und theologischer Erörterungen, überwiegend zur Auseinandersetzung mit den Calvinisten über die Abendmahls- und Prädestinationslehre. 
Kategorien Religion
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Prof. Dr. Dr. Simon Schöffel  
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Geboren 22. Oktober 1880
Geburtsort Nürnberg 
Gestorben 28. Mai 1959
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Simon Schöffel wurde 1933 der erste lutherische Landesbischof Hamburgs. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums 1903 war er Hofkaplan in Schönberg/Hessen, absolvierte das Vikariat und legte 1908 das zweite theologische Examen ab. 1909 übernahm er eine Pfarrstelle in Schweinfurt, 1921 dort das Dekanat. An der Erlanger Universität wurde er mit Arbeiten zur Schweinfurter Kirchengeschichte 1916 zum Dr. phil und 1918 zum Lic. theol. promoviert, 1922 erhielt er dort die theologische Ehrendoktorwürde. 1921 wählte man ihn zum Hauptpastor an St. Michaelis in Hamburg. Schöffel war der führende Vertreter der orthodoxen, „positiven“ kirchlichen Richtung. Besonders engagierte er sich in grundsätzlichen Angelegenheiten der Kirchenleitung und in der Schulpolitik. Seit seinem Wechsel in die Hansestadt setzte er sich für die Einrichtung des hierarchischen Bischofsamtes ein, das seiner Meinung nach wesentlich zur lutherischen Kirche gehöre. 1933 konnte Schöffel sich nach der Etablierung des Führerprinzips im staatlichen Bereich durchsetzen. Durch das entsprechende Gesetz wurden die demokratischen Elemente der Kirchenverfassung von 1923 aufgehoben. Schöffel bekannte sich nachdrücklich zum nationalsozialistischen Staat, obwohl er kein Mitglied er NSDAP wurde. Auf Reichsebene war Schöffel kurzzeitig im Geistlichen Ministerium. Aufgrund von Spannungen mit den Deutschen Christen und Rivalitäten, verlor er im März 1934 das Bischofsamt in Hamburg. Nach dem Rücktritt seines Nachfolgers Franz Tügel im Juli 1945 wurde Simon Schöffel im Februar 1946 durch Zuruf wieder gewählt und amtierte bis zum Eintritt in den Ruhestand im Dezember 1954. Schwerpunkt in seiner zweiten Amtsperiode war die Ausbildung des Nachwuchses. Seit seinem Amtsantritt lehrte er Kirchengeschichte und später Systematische Theologie am Allgemeinen Vorlesungswesen der Universität, von 1931 bis 1937 auch in der Religionslehrerausbildung und von 1945 bis 1954 am Kirchlichen Vorlesungswerk bzw. der Kirchlichen Hochschule Hamburg, wo er 1950 vom Landeskirchenrat den Titel „Professor der Theologie an der Kirchlichen Hochschule Hamburg“ verliehen bekam. Simon Schöffel war ein ehrgeiziger Theologe, ein produktiver Wissenschaftler und verdienstvoller Seelsorger. Theologisch vertrat er streng lutherische Positionen, politisch war er konservativ eingestellt und vertrat zeitweise antidemokratisch-völkisches Ideengut. 
Lokale Referenzen

 

 
Literaturhinweise Schöffel Literatur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: -
Theologe/in: -
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Johann Schomburg  
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Geboren 1440 (ca.)
Geburtsort Vermutlich Hamburg 
Gestorben 1520 (ca.)
Todesort Vermutlich Hamburg 
Kurzbiographie Johann Schomburg war der Sohn des in Hamburg ansässigen Zolleinnehmers Heinrich Schomburg d. Ä. Dieser wiederum war ein unehelicher Spross Ottos II. zu Holstein und Schaumburg (1400–1464). 1454 bezog Johann Schomburg die Universität Köln, 1459 die Universität Rostock. Später – vermutlich nach Erlangung des Magistergrades – arbeitete er als Schreiber in der Kanzlei Adolfs XII. zu Holstein und Schaumburg (ca. 1420–1474), bevor er, gewiss protegiert durch die Schaumburger Grafen, 1468 (nach der Priesterweihe) zum Propst des Klosters Uetersen gewählt wurde. Dieses Amt übte Schomburg bis mindestens 1495 und dann noch einmal von 1506 bis mindestens 1511 aus. Aus Schriftquellen geht hervor, dass Schomburg mit der Priorin und Teilen des Konvents Streitigkeiten hatte, so dass die Grafen Johann IV. und Antonius schlichten mussten. Schomburg war Grundeigentümer am Alstertor und Inhaber von Altarpfründen im Hamburger Dom, in der Petrikirche und in der Jacobikirche, außerdem Mitglied des Kalands am Hamburger Dom, dem er ein Vermächtnis machte. Mit seiner Haushälterin Gretke hatte er einen Sohn namens Heinrich; für den Unterhalt beider hatte Schomburg testamentarisch vorgesorgt.1472 stiftete Schomburg einen Standleuchter für die Uetersener Klosterkirche, der aus der Werkstatt des Hamburger Metallgießers Hermann Bonstede stammte (nicht erhalten, da 1685 zu einem Kronleuchter umgegossen). 1504 schenkte Johann Schomburg gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich d. M. dem Uetersener Konvent einen Ganzgoldkelch mit Patene, der in der Werkstatt des Hamburger Goldschmieds Heinrich Rentzel hergestellt wurde (erhalten im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum auf Schloss Gottorf).  
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.JohannSchomburg.Literaturhinweise.pdf
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Otto Schomburg  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie Otto Schomburg war ein außerehelicher Spross des Jüngeren Hauses Schaumburg. 1460 und 1466 ist er als Propst des Klosters Uetersen nachgewiesen, 1466 außerdem als Hamburger Domherr. Er begegnet in drei Urkunden: Am 19. Mai 1460 ist er Mitlober der Verpfändung des Griesenwerders durch Otto II. zu Holstein und Schaumburg (1400–1464) an die Stadt Hamburg. Schomburgs Siegel zeigt drei Wolfs- oder Hundsköpfe. Am 29. März 1466 errichtete das Hamburger Domkapitel ein Statut über die Pfründe des Dekans. In diesem Dokument wird Schomburg als einfacher Kanoniker erwähnt. Am 19. 08. 1466 kommt Schomburg in einer von Otto III. zu Holstein und Schaumburg (1426–1510) für das Kloster Harvestehude ausgestellten Urkunde als Hamburger Domherr und Uetersener Propst vor. Ein weiterer Quellennachweis aus dem 16. Jahrhundert, der eine Rentenzahlung aus einem Hof, der Schomburg gehörte, betrifft, befindet sich im Uetersener Klosterarchiv. 
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.OttoSchomburg.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Clemens Eduard Ferdinand Schultz  
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Geboren 22. September 1862
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Januar 1914
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Ursprünglich sollte Clemens Schultz auf Wunsch des Vaters - er war Direktor einer Seeversicherungsgesellschaft - den Kaufmannsberuf erlernen. Nach Vaters frühen Tod entschied sich Clemens für das Theologiestudium, das er bis 1890 in Jena und Berlin absolvierte. Zurück nach Hamburg, wurde ihm 1896 das Pastorenamt an der St. Pauli Kirche zugewiesen. Zu jener Zeit hatte der Stadtteil mit schwierigen sozialen Problemen zu kämpfen - Schultz erkannte die Situation und erzielte mit der Gründung seiner "Vereinigung St. Paulianer Lehrlinge" große Erfolge. Die Jugendlichen wechselten von der Straße in die Kirche. Nach kurzer Zeit wuchs die Mitgliederzahl des Vereins von anfangs 20 auf über 200, was sich auch auf die Beteiligung am Konfirmanden-Unterricht auswirkte: Zwischen 400 und 600 Jugendliche versammelten sich in einer Gruppe. Clemens Schultz engagierte sich neben der Tätigkeit als Pastor auch sehr als Pädagoge und Sozialarbeiter für die Jugendlichen aus unteren Schichten. Diese Arbeit in der Jugendfürsorge wurde weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt. Zum Gedenken an Clemens Schultz trägt in Kuddewörde im Sachsenwald ein Jugendheim seinen Namen.
 
Die Gedenktafel auf dem Grabstein vor der St. Pauli Kirche, der ursprünglich auf dem Ohlsdorfer Friedhof stand, trägt folgende Inschrift:
Clemens Schultz
Geboren 22. Sept. in St. Pauli
Hier Pastor seit dem 22. Sept. 1896
Gestorben hier am 13. Januar 1914+
Dem Förderer und Seelsorger der Jugend, dem Gründer des Lehrlings- und des Gehilfenvereins. Von seinen Konfirmanden und Freunden zum dankbaren Gedenken.
 
Lokale Referenzen
Clemens Schulz betätigte sich in seinen letzten Lebensjahren als aktiver Freimaurer. Er wurde am 31. Mai 1904 von der Johannis-Loge "Zum rothen Adler" als Freimaurer-Lehrling in den Bruderbund aufgenommen. Bereits am 19. Oktober 1905 wurde er Mitglied der Andreas-Loge "Fidelis". Am 31. März 1913 war er Mitbegründer der Johannis-Loge "Zum Gral", der er bis zu seinem Tode als Wortführender Logenmeister vorstand.
 
Spuren in Hamburg:
- in St. Pauli ist seit 1948 die nach ihm benannte Clemens-Schultz-Straße
- vor der St. Pauli Kirche ist eine Gedenktafel an seinem Grabstein
 
Kategorien Religion
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Carsten Wilhelm Soltau  
Abbildung
Geboren 13. August 1767
Geburtsort Bergedorf 
Gestorben 10. November 1836
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Carsten Wilhelm Soltau, geboren 13.08.1767 in Bergedorf, gestorben 10.11.1836 in Hamburg, Sohn des Bergedorfer Ratmannes Martin Wilhelm Soltau und der Bergedorfer Bürgermeisterstochter Anna Margaretha Gräpel. Kaufmann in Hamburg. Inhaber verschiedener bürgerlicher Ehrenämter. 16.10.1796 Heirat mit Johanna Henriette Catharina Sprockhoff. Seit 1835 Oberalter für das Michaelis-Kirchspiel. 
Lokale Referenzen
Carsten Wilhelm Soltau gehörte dem Bund der Freimaurer an. Er wurde am 1. April 1797 von der Hamburgischen Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" aufgenommen. Dieser Loge stand er von 1804 bis 1810 als leitender Meister vom Stuhl vor.
 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1835 -
Handelskammerpräses: Mai 1808 - April 1809
Kaufmann/-frau: -
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Nicolaus de Stadis  
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Geboren 1310
Geburtsort Stade 
Gestorben 1382 (oder später)
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sohn des Schusters Wicbernus in Stade, eines grundbesitzenden Mitgliedes der handwerklich tätigen Mittelschicht. 1339, 1345 und 1349 als Geistlicher im Stader Stadtbuch in Erbschaftsangelegenheiten belegt, 1339–1346 als Kirchherr (Pfarrvikar) an der Hamburger Katharinenkirche, 1349–1362 als Propst des Klosters Uetersen (somit während der Pestepidemie 1349/50), 1370–1382 als Vikar nachgewiesen, der für die Frühmesse am Hamburger Dom zuständig war. De Stadis war in die Auseinandersetzungen zwischen Rat und Domkapitel verwickelt, in denen er u.a. als Vermittler vor Ort fungierte. Als Propst des Klosters Uetersen scheint de Stadis maßgeblich an der Erweiterung der Grundherrschaft dieser Institution mitgewirkt zu haben, wobei er seine Beziehungen nach Stade und Hamburg für diesen Zweck nutzte. Der in den Quellen neben de Stadis zu findende Herkunftsname de Claustro („vom Kloster“) erklärt sich von daher. Wie viele Priester damals betätigte sich Nicolaus de Stadis auch als Zeuge bei Beurkundungen und Vermögensverwalter. Ein Testament von ihm ist nicht erhalten. Seine letzte Ruhestätte fand Nicolaus de Stadis vermutlich im Hamburger Mariendom. Nicolaus de Stadis gehört zu den wenigen Mitgliedern des niederen Klerus Hamburgs, dessen Lebensweg sich zumindest in Teilen nachzeichnen lässt.  
Literaturhinweise
HamburgerPersönlichkeiten.NicolausdeStadis.Literaturhinweise.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1339 - 1382
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Wilhelm Stadtländer  
Abbildung
Geboren 30. Juni 1606
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 13. November 1686
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Wilhelm Stadtländer, geb. 30.6.1606 in Lübeck, gest. 13.11.1686 in Hamburg, Sohn des Lübecker Kaufmanns Hinrich Stadtländer und der Richael von Schöll. Begann 1621 in Hamburg seine Lehre bei dem Lakenhändler Magnus Herrnmann; seit 1631 selbständig als Wandschneider und Tuchhändler in Hamburg. 16.3.1636 Heirat mit der Hamburger Wandschneiderstochter Margarethe Arends. Mitglied der Englandfahrergesellschaft, zahlreiche bürgerliche Ehrenämter, seit 1681 Oberalter. 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1681 -
Kaufmann/-frau: -
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Christian Samuel Ulber  
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Geboren 26. August 1714
Geburtsort Landshut/Schlesien 
Gestorben 28. August 1776
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Samuel Ulber, geb. 26.08.1714 in Landshut/Schlesien, gest. 28.08.1776 in Hamburg, Sohn des Pastors Heinrich Ulber. Nach Studium der Theologie in Jena als Hauslehrer tätig. 1738 Berufung zum Prediger in Heinersdorf bei Leipzig, 1741in Landshut; seit 1757 Hauptpastor an der Hamburger Jacobikirche. 27.11.1742 Heirat mit der Kaufmannstochter Beata Rosina Liehr. 
Kategorien Religion
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Otto Friedrich Wehrhan  
Abbildung
Geboren 05. März 1795
Geburtsort Neisse in Oberschlesien 
Gestorben 02. August 1860
Todesort Dresden 
Kurzbiographie Otto Friedrich Wehrhan war der Sohn von Christoph Friedrich Wehrhan (1761–1808), einem lutherischen Pfarrer in Liegnitz. Wehrhan studierte Theologie und wurde nach einer Tätigkeit als Hauslehrer 1823 Geistlicher in Niederschlesien. Nach Streitigkeiten im Rahmen der preußischen Unionsbestrebungen, die Wehrhan wegen seines Separatismus sogar eine Kerkerhaft eintrugen, wurde er 1841 als Nachfolger von Lebrecht Friedrich Ehregott Krause (1804–1885) zum Pastor einer ‚altlutherischen‘ Gemeinde in Hamburg gewählt, die sich von der Landeskirche abgesondert hatte. Sein Vorgänger, der nach Milwaukee in Wisconsin auswanderte, hatte eine Schmähschrift gegen das Geistliche Ministerium gerichtet und war deswegen aus Hamburg ausgewiesen worden. Wehrhan folgte diesem Rufe bereitwillig, erkannte jedoch schnell, dass es in Hamburg keine offizielle Union mit der reformierten Kirche gab. Da die Abweichler nicht willens waren, zur lutherischen Landeskirche zurückzukehren, legte Wehrhan sein geistliches Amt nach wenigen Monaten nieder, um nach Dresden überzusiedeln. Kulturgeschichtlich von höchstem Interesse sind Wehrhans Schilderungen des Hamburger Alltags- und Gesellschaftslebens kurz vor dem Brand von 1842. Diese finden sich in den Kapiteln 2 bis 14 (= S. 16–228) seines Werkes „Norddeutsche Reise.“ Wehrhan beschreibt dort in anschaulichem Stil das Hafenleben, den Gebäudebestand einschließlich des Gängeviertels, die öffentlichen und privaten Einrichtungen wie die Stadtbibliothek, das Allgemeine Krankenhaus und das Rauhe Haus, die Lebensweise der Auswanderergruppen und vieles mehr. Lokalkirchengeschichtlich wertvoll ist Wehrhans Darstellung der kirchlichen Zustände, die er in Hamburg vorfand und gelegentlich mit kritischen Kommentaren versah. Die Abbildung zeigt Titelblatt und Frontispiz von Wehrhans Biografie des lutherischen Theologen Johann Arndt (Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 0419).
 
Literaturhinweise Wehrhan.OttoFriedrich.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1823 - 1860
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Johann Hinrich Wichern  
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Geboren 21. April 1808
Geburtsort Hamburg  
Gestorben 07. April 1881
Todesort Hamburg  
Kurzbiographie

Johann Hinrich Wichern war der älteste Sohn des Notars Johann Hinrich Wichern senior und dessen Frau Caroline Maria Elisabeth geb. Wittstock in Hamburg. Nach dem Besuch des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Wichern mit einem Stipendium 1828–1831 in Göttingen und Berlin Evangelische Theologie. Nach seiner Rückehr nach Hamburg wurde Wichern Oberlehrer an der Sonntagsschule St. Georg. 1833 gründete Wichern in dem Dorf Horn, das damals noch nicht zu der Hansestadt gehörte, das „Rauhe Haus“, welches als Rettungsanstalt für gefährdete Jugendliche aus der Hamburger Unterschicht dienen sollte. 1848–1849 schuf Wichern als die deutschen Landeskirchen übergreifendes Projekt die Innere Mission, in der Evangelisation und karitatives Engagement vereint waren. 1857–1874 stand Wichern, der politisch konservativ dachte und zur Erweckungsbewegung gehörte, in den Diensten des preußischen Staates als für das Armen- und Gefängniswesen zuständiger Ministerialbeamter. Wichern war innerhalb des deutschen Protestantismus ein früher Vertreter der christlich-sozialen Bewegung mit überergionaler Bedeutung.

 
Lokale Referenzen

Wicherns Garten, Hamm, seit 1930

Wichernsweg, Hamm-Mitte, seit 1890. Ergänzt 2001/ 2002 um die ebenso bedeutende Ehefrau Amanda Wichern (1810–1888), Leitende Mitarbeiterin ihres Mannes

 
Lebensbeschreibungen Wichern.JohannHinrich.Biographie.pdf
Literaturhinweise Wichern.JohannHinrich.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
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Ulricus Wiese  
Abbildung
Geboren 26. Juni 1668
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. August 1720
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ulricus Wiese, geboren 26.6.1668 in Hamburg, gestorben 1.8.1720 ebd., Sohn des Hamburger Kalkhofschreibers Ulrich Wiese. Nach Theologiestudium in Kiel und Jena 1689 Promotion zum Magister in Jena. 1694 Kandidat des Hamburger Geistlichen Ministeriums. 1697 Berufung zum Prediger an der Kirche zum Heiligen Geist in Hamburg, seit 1700 zugleich auch Prediger am Spinnhaus. 1697 Vermählung mit Elisabeth Elmhoff, verw. Koepke. 
Kategorien Religion
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Johannes Winckler  
Abbildung
Geboren 13. Juli 1642
Geburtsort Golzern bei Grimma 
Gestorben 05. April 1705
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johannes Winckler, geboren 13.7.1642 in Golzern bei Grimma, gestorben 5.4.1705 in Hamburg, Sohn des Müllers Martin Winckler und der Maria Drechsler. 1659 Beginn des Studiums der Theologie an den Universitäten Leipzig, Jena und Tübingen. 1668 Hofmeister, 1671 Prediger in Homburg vor der Höhe, 1672 Pastor in Braubach, 1676 Hofprediger von Hessen-Darmstadt, 1678 Prediger in Mannheim, 1679 Superintendent in Wertheim. 1684 Berufung zum Hauptpastor der Michaeliskirche in Hamburg, seit 1699 Senior des Geistlichen Ministeriums. Erste Eheschließung 11.8.1672 mit Elisabeth Magdalene von Lindlau (gestorben 1673), zweite Eheschließung 22.11.1674 mit Johanna Kugelmann. 
Lokale Referenzen Wincklerstraße, Neustadt, seit 1906
 
Kategorien Religion
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Dr. Isaac Wolffson  
Abbildung
Geboren 19. Januar 1817
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Oktober 1895
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Isaac Wolffson wurde am 19.1.1817 als Sohn jüdischer Eltern in Hamburg geboren. Er begann zunächst in Heidelberg Rechtswissenschaften zu studieren, wechselte dann aber nach Göttingen und promovierte dort 1838. 1839 beantragte er eine Advokatur, die jedoch auf Grund seiner Konfession abgelehnt wurde, da es Juden nicht erlaubt war, das Bürgerrecht zu erwerben. Daraufhin betätigte er sich vor dem Handelsgericht und fertigte Schriften für die Anwälte am Oberlandgericht an, was ihm hohe Anerkennung einbrachte. Wolffson engagierte sich zunehmend an den politischen Reformbewegungen, die in den 1840er Jahren entstanden waren. Ein großes Anliegen war ihm vor allem auch die rechtliche Gleichstellung der Juden. 1848 wurde er in die konstituierende Versammlung Hamburgs gewählt. Als er nach den Beschlüssen der Frankfurter Nationalversammlung berechtigt war, das hamburgische Bürgerrecht zu erwerben, ließ er sich nun als Anwalt nieder. Nachdem er sich für einige Zeit aus dem politischen Leben zurückgezogen hatte und verstärkt in der jüdischen Gemeinde tätig war, wurde er 1859 in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt, in der er bis 1883 Mitglied blieb. Zwischen 1861 und 1862 wurde Wolffson der erste jüdische Präsident der Bürgerschaft. In den 1870er Jahren vertrat er Hamburg als Abgeordneter der Nationalliberalen im Deutschen Reichstag. In dieser Funktion war er auch Mitglied der Kommission zur Ausarbeitung der deutschen Justizgesetze des Reiches. Außerdem war er als einziger ein ständiges Mitglied der Kommission für die zweite Lesung des Entwurfs zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Seit 1879 war er bis zu seinem Tode Präsident der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer der Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen. Wolffson verstarb am 12.10.1895 in Hamburg.
 
Lokale Referenzen Wolffsonweg; Wolffsonstieg; Wolffsonbrücke; Büste in der Eingangshalle des Oberlandgerichts; Reliefportrait an einer Säule der Hamburger Rathausdiele 
Literaturhinweise Isaac Wolffson_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Religion
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
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Christian Ziegra  
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Geboren 26. Februar 1719
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Januar 1778
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Ziegra war der Sohn des gleichnamigen Pastors an der Hamburger Jakobikirche und der Magdalena geborenen Truhls. Nach dem Besuch des Johanneums in seiner Heimatstadt absolvierte Ziegra von 1741 bis 1743 in Leipzig ein Studium der evangelischen Theologie, das er mit dem Magistergrad abschloss. 1745 wurde Ziegra Kandidat des Geistlichen Ministeriums und später Hilfsgeistlicher am Hamburger Dom. 1761 erwarb Ziegra eine der kleinen Präbenden im Hamburger Domstift und wurde so Mitglied des Hamburger Domkapitels. Ziegra, der theologisch der Orthodoxie nahestand, beschäftigte sich u. a. mit Familiengeschichte und der politischen und Kirchengeschichte seiner Geburtsstadt. In diesem Rahmen edierte er einschlägige Quellen. Ziegra blieb zeitlebens unverheiratet. Die Abbildung zeigt das Frontispizporträt in Ziegras Werk: Historische Nachrichen und Genealogische Tabellen von dem Ziegraischen Geschlechte. Hamburg 1777 (nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 224).
 
Literaturhinweise Ziegra.Christian.Quellen.Literatur.pdf
Kategorien Religion
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Tobias Martin Zornickel  
Abbildung
Geboren 11. November 1724
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Juli 1810
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Tobias Martin Zornickel besuchte von 1737 bis 1743 das Johanneum und von 1743 bis 1745 das Akademische Gymnasium seiner Geburtsstadt, um dann von 1745 bis 1749 in Leipzig und von 1749 bis 1750 in Kiel Theologie zu studieren. Am 3. Januar 1750 wurde Zornickel zum Hofkaplan an der Kieler Schlosskirche berufen. Von dort wechselte er am 9. Januar 1752 ins Gemeindepfarramt nach Schönkirchen bei Kiel. Während dieses Dienstes, am 7. Februar 1753, verheiratete Zornickel sich mit der Kieler Professorentochter Anna Louise Kortholt (gestorben 1781). Am 10. März 1754 erfolgte die Wahl zum Diaconus an der Hamburger Petrikirche, die Einführung am 28. Mai d. J. Dieses Amt übte Zornickel bis zum 17. 2. 1810 aus; daneben fungierte er von 1754 bis 1774 als Zuchthaus-Prediger. Nach dem Tode seiner ersten Gattin ehelichte Zornickel am 29. Oktober 1782 die Hamburger Kaufmannstochter Metta Maria Zeesche (gestorben 1798). Zu Zornickels 50jährigem Ordinationsjubiläum (1800) ließ das Geistliche Ministerium eine Gedächtnismünze mit Zornickels Bildnis prägen, zu seinem 50jährigen Amtsjubiläum an St. Petri (1804) ernannte ihn die Theologische Fakultät der Universität Kiel zum Ehrendoktor. Zornickel wurde 1800 von seinen Nachkommen mit einem dreiseitgen gedruckten Lobgedicht geehrt (s. Abbildung des Exemplars der Nordkirchenbibliothek, Signatur: MiQ 216).  
Literaturhinweise Zornickel.TobiasMartin.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 25. Januar 1750 - 17. Februar 1810
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