Hamburger Persönlichkeiten -
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Harry Puttfarcken  
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Geboren 06. Oktober 1852
Geburtsort London 
Gestorben 11. Dezember 1913
Todesort Wandsbek 
Kurzbiographie 1852 geboren in London (GB); 1885 gründet er mit Emil Janda eine Büropartnerschaft (Puttfarcken & Janda) in Hamburg; 1908 Auflösung der Partnerschaft; 1913 Tod in Wandsbek 
Lokale Referenzen Wichtige Bauten und Planungen: Vgl. Emil Janda 
Kategorien Architektur
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Will Quadflieg  
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Geboren 1914
Geburtsort  
Gestorben 2003
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Carl Querfeld  
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Geboren 20. Dezember 1849
Geburtsort Wiesbaden 
Gestorben 10. März 1893
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1849 geboren in Wiesbaden; 1867 Architekturstudium an der Polytechnischen Schule Hannover bei Conrad Wilhelm Hase; 1870 eigenes Architekturbüro mit Ricardo Bahre (Bahre & Querfeld); 1893 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen

Wichtige Bauten und Planungen:


Vgl. Ricardo Bahre

 
Kategorien Architektur
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Ursula Querner  
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Geboren 10. Mai 1921
Geburtsort Dresden 
Gestorben 23. Juni 1969
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ihr Werk gehört in formaler und motivischer Hinsicht zu den eigenständigsten Beiträgen der Kunst der 1960er Jahre. Dieses beinhaltet neben Federzeichnungen und Lithographien eine Vielzahl von bildnerischen Arbeiten. Letztere stellen zumeist Gestalten aus dem Alltag dar, die sie abstrahiert und mit einer rissigen Oberfläche versieht. Durch ihre Reisen nach Südeuropa inspiriert, widmet sie sich auch der Darstellung von Schwimmern und Tauchern. Diesbezüglich schreibt Hans Theodor Flemming: „In all diesen Schnorchlern und Ozeanautinnen, zerklüfteten Torsen und zeitgenössischen Nereiden lebt eine abgründig verspielte und zugleich surreal verfremdete Antike bis in die Gegenwart fort.“ Mit dieser Bezugnahme auf die Antike geht auch die Auseinandersetzung mit mythologischen Themen einher, denen sie sich in ihren Kunstwerken widmet. Hinzu kommen auch religiös konnotierte Arbeiten wie "Kruzifix" und "David mit Harfe" und die Darstellung von Schwimmern und Tauchern. Diese veranschaulichen einerseits das Thema bewegte Figur im Raum, andererseits sind sie auch Zeugen ihrer Begeisterung für das Tauchen. 
Lokale Referenzen

Folgende Plastiken von Ursula Querner befinden sich in Hamburg im öffentlichen Raum: „Aurora“ (1954) in Planten un Blomen, „Kruzifix“ (1954) in der Iserbrook Martin-Luther-Kirche, „Auferstehungsgruppe“ (1956) in der Philippuskirche, „Eselreiter“ (1956) auf dem Gelände der Grindelhäuser, „Orpheus und Euridice“ (1958) im Alstervorland, „3 Knabenbrunnen“ (1959) in Bernerau, „Kanzelreliefs“ (1959) in der Petrikirche, „Thalia“ (1960) im Foyer des Thalia-Theaters, „Großer Taucher“ (1965) im Niendorfer Bad Bondenwald, „Großes liegendes Paar“ (1966) an der Tangstedter Landstraße und „Großer Schwertfisch“ (1970) am Zoll Brooktor.

Ursula-Querner-Straße, Bergedorf, seit 1985

 
Lebensbeschreibungen Ursula Querner.pdf
Literaturhinweise Ursula Querner.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
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Ludwig Raabe  
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Geboren 13. August 1862
Geburtsort Holstein 
Gestorben 04. April 1931
Todesort  
Kurzbiographie

Ludwig Raabe war Architekt der sich mit seinem Partner Wöhlecke durch die "Hamburger Reformarchitektur" einen Namen machte.Beide waren im Villen- und Stiftsbau tätig. Mit der Planung vieler U-Bahnhöfe prägten Sie das Stadtbild grundlegend mit.Zu ihren Planungen zählen auch die Hamburger Landungsbrücken.  1862 geboren in der Nähe von Kiel; Studium an der Technischen Hochschule Hannover; Schüler von Conrad Wilhelm Hase; Mitarbeiter von Albert Winkler in Altona; 1901 Übernahme des Büros in Partnerschaft mit Otto Wöhlecke; 1920 nach dem Tod von Wöhlecke eigenes Büro; 1927 Partnerschaft mit Dr. Kurt Stoltenberg; 1931 Tod

Bildquellen: Buch Hamburger Hochbahn 1912, Deutsche Bauzeitung Band 1 1909

 

 
Sonstige Haltestelle Mundsburg.jpg
Landungsbrücken 1909.jpg
Lebensbeschreibungen LudwigRaabeWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Frieda Radel  
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Geboren 10. Mai 1869
Geburtsort Altona 
Gestorben 20. November 1958
Todesort Potsdam 
Kurzbiographie

Frieda Anna Susanne Radel (geb. Johannsen) war Journalistin, Frauenrechtlerin und Politikerin.

Sie wurde am 10.5.1869 in Altona geboren, wo sie im Alter von 20 Jahren heiratete und 1894 eine Tochter bekam. Ab 1908 war Radel als erste Frau beim „Hamburger Fremdenblatt“ als Schriftleiterin tätig und für die Beilage „Frauenrundschau“ verantwortlich. Sie gehörte zum radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung und verfasste viele Artikel zur Frauenfrage und Frauenbewegung, die auch in anderen Hamburger Zeitungen veröffentlicht wurden. Sie war Mitglied im Verein Frauenwohl, im Hamburg-Altonaer Deutschen Verband für Frauenstimmrecht sowie im Deutschen Bund für Mutterschutz und Sexualreform.

1909 wurde Radel Redakteurin der „Hamburger Hausfrau“, dem Vereinsblatt des Hausfrauenverbands, welches ab Ende 1909 in „Hamburger Frauenzeitung“ umbenannt wurde. In den Zwanzigerjahren war sie Schriftleiterin der Zeitschrift „Frau und Gegenwart“, einer Veröffentlichung des Verbandes Norddeutscher Frauenvereine, des Stadtbundes Hamburgischer Frauenvereine und des Hausfrauenbundes. Außerdem arbeitete Radel ab 1926 als freie Journalistin für die Nordische Rundfunk AG (Norag). Gemeinsam mit Alice Fliegel-Bodenstedt leitete sie dort die Sendereihe „Schule der Frau“. Ab 1929 war sie auch für den „Frauenfunk“ der Deutschen Welle tätig. In dieser Zeit war sie auch am Aufbau der Hamburger Zonta Gruppe beteiligt, welche sich dafür engagierte, die Stellung der Frauen im politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde Radel Mitglied der DDP und übernahm von 1919 bis 1927 ein Mandat in der Hamburgischen Bürgerschaft. In dieser Zeit war sie u. a. Mitglied der Behörde für Wohnungspflege und setzte sich in erster Linie für die Aufhebung des Bordellwesens ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Radel nach Berlin und gehörte mit anderen Frauenrechtlerinnen der Weimarer Republik zu den Gründerinnen des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands. Sie verstarb am 20.11.1958 in Potsdam.

 
Lokale Referenzen An sie erinnert ein Erinnerungsstein im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Literaturhinweise Frieda Radel_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Medien
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1919 - 1927
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George Radel  
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Geboren 10. Januar 1860
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. März 1948
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1860 geboren in Hamburg; Architekturstudium am Polytechnikum Stuttgart bei Christian Friedrich von Leins, nebenher Mitarbeit in dessen Privatbüro; Anschließend bei den Berliner Architekten Kayser & von Großheim beschäftigt; Tätig in den Hamburger Büros Semper & Krutisch und Hallier & Fittschen; 1889 eigenes Architekturbüro; entwirft vor allem Geschosswohnbauten und Kontorhäuser; 1948 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen GeorgeRadelWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Johann Georg Rademin  
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Geboren 30. Juni 1783
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Juni 1812
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Georg Rademin, geb. 30.06.1783 in Hamburg, gest. 12.06.1812 ebd., Sohn des Hamburger Apothekers Johann Rademin und der Anna Maria Schmidt. Nach Studium der Medizin 1809 Promotion zum Dr. med. in Göttingen. Seitdem als Arzt in Hamburg tätig. 1811 Heirat mit Maria Henriette Bostelmann. 
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Johann Jacob Rambach  
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Geboren 27. März 1737
Geburtsort Teupitz/Mittelmark 
Gestorben 06. August 1818
Todesort Ottensen 
Kurzbiographie Johann Jacob Rambach, geboren 27.3.1737 in Teupitz/Mittelmark, gestorben 6.8.1818 in Ottensen, Sohn des Pastors Friedrich Eberhard Rambach und der Kaufmannstochter Maria Margaretha Ulrici. Nach Theologiestudium in Halle 1759-1774 Tätigkeit als Gymnasialdirektor an verschiedenen Schulen, 1774-1780 Prediger in Quedlinburg. Seit 1780 Hauptpastor an der Michaeliskirche in Hamburg, 1801 Senior des Hamburgischen Geistlichen Ministeriums. 1766 Heirat mit der Predigerstochter Marie Juliane Louise Boysen. Verfasser zahlreicher pädagogischer und theologischer Schriften. 
Lokale Referenzen Rambachstraße, Neustadt, seit 1902
 
Kategorien Religion
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Gottlieb Rambatz  
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Geboren 23. Juni 1859
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Dezember 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1859 geboren in Hamburg; 1878-83 Architekturstudium an der TH Hannover; Mitarbeiter im Architekturbüro Stammann & Zinnow in Hamburg; 1886 eigenes Architekturbüro mit Wilhelm Jollasse (Rambatz & Jollasse); Von 1898 - 1918 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft; 1920 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen Rambatzweg, Winterhude, seit 1929
 
Kategorien Architektur
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Jörn Rau  
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Geboren 29. August 1922
Geburtsort Wesermünde-Lehe (Bremen) 
Gestorben 11. September 2007
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1928 Besuch der Volksschule in Cuxhaven-Ritzebüttel 1930 Besuch der Freien-Goethe-Schule in Hamburg-Wandsbek 1939 Beginn einer Tischlerlehre in Hamburg bei Hugo Weigand, das 2. und 3. Lehrjahr absolvierte Jörn Rau in der Meisterklasse für Tischler an der Hochschule für bildende Kunst am Lerchenfeld März 1942 Gesellenprüfung 1942 Studium an der Bauschule in Hamburg und in Hildesheim 1945 Abschlussprüfung als Bauingenieur 1946 Vorstellungsgespräch bei Werner Kallmorgen und Anstellung im Februar. Zu einer Arbeitsaufnahme kam es nicht, weil ein in Aussicht stehender Auftrag nicht zustande kam. Ende März Anstellung im Büro von Carl-Friedrich Fischer und Godber Nissen. Hier hatte Jörn Rau bis 1956 gearbeitet. 1956 Schritt in die Selbständigkeit und Gründung eines eigenen Büros 1960 Mitglied im BDA 1962 - 1971 Partnerschaft mit Walther Bunsmann und später mit Paul-Gerhard Scharf 1971 Jörn Rau führte das Büro allein in der Johnsallee weiter 1979 Partnerschaft mit Heinrich Blessmann, Versuch eine grössere Gruppe unter dem Namen “Architektur & Planungskontor” zu gründen, die aber nicht in dem wünschenswerten Umfang zustande kam. 1990 Gründung des Büros Jörn Rau und Heidi Hövermann in der Hochallee, Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Dipl.- Ing Peter Andrees in Plau am See in Mecklenburg 2001 Ruhestand __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/rau.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Kategorien Architektur
Funktionen
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Erna Raupach-Petersen  
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Geboren 1904
Geburtsort  
Gestorben 1997
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Volksbühnenschauspieler/in: -
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Anita Rée  
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Geboren 09. Februar 1885
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Dezember 1933
Todesort Kampen, Sylt 
Kurzbiographie

Bekannt wurde Anita Rée vor allem durch ihre Porträts und Bildnisse, mit denen sie auch schon Zeit ihres Lebens für Aufsehen sorgte. Sie malte zahlreiche Selbstportraits, aber auch Freunde und Modelle, darunter auch bekannte Persönlichkeiten der damaligen Kulturlandschaft, wie etwa Gustav Pauli und seine Frau Magdalena, Eleonora Duse, Gräfin Kalckreuth, Marietta Warburg und Agnes Holthusen, gerne auch die Kinder ihrer Freunde oder Dienstmädchen. 

War sie zunächst noch dem Naturalismus verpflichtet, begann sie (wohl ab ihrem Aufenthalt in Paris bei Fernand Léger), sich dem Motiv des Bildnisses kubistisch zu nähern: andere Elemente wie Farbigkeit und Stofflichkeit wurden zurückgestellt. Dabei wurde das Motiv jedoch nicht vollständig „zerlegt“, und die geschlossene Körperform wurde bewahrt. In den 1920er Jahren prägte sie die neue Sachlichkeit, was sich zunächst in ihren Ansichten des italienischen Städtchens Positano zeigt, später vor allem in ihren Porträtarbeiten. An ihren späten Werken sind neben zahlreichen Bildnissen vor allem drei Auftragsarbeiten (zwei Wandbilder für Schulen, ein Altartriptychon) zu nennen. Als Vorbild ist vor allem Cézanne zu erwähnen, doch auch Max Liebermann und Renoir verehrte Rée sehr, zudem ist Picasso (besonders die „blaue Periode“) zeitweise von Einfluss für ihr Schaffen. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Anita Rée“. 


 
Lokale Referenzen Hamburg, Neuallermöhe, Anita-Rée-Straße 
Lebensbeschreibungen Anita Rée.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Dr. Anton Rée  
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Geboren 09. November 1815
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Januar 1891
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Anton Rée war Reformpädagoge und Politiker.

Er wurde am 9.11.1815 in Hamburg geboren und stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Sein Vater, Berend Isaak Rée, war Hofbankier des dänischen Königs. Seine Mutter war Johanna Nathanson.

Rée besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums. Anschließend studierte er Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und wurde 1837 mit einer Dissertation über die hebräische Sprache promoviert. 1838 erlangte Rée eine Anstellung als Lehrer an der israelitischen Freischule, der späteren Stiftungsschule von 1815 am Zeughausmarkt, an der er zehn Jahre später zum Direktor ernannt wurde. 1841 Heirat mit Henriette Löwenthal. Rée arbeitete höchst engagiert an der Reform des Hamburger Schulwesens. Seine Vision war eine konfessionell nicht gebundene Volksschule, die allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft offen stand. 1858 war er an der Gründung des „Comité zur Förderung der Gewissensfreiheit“ beteiligt. Unter seiner Leitung wurde die Freischule schließlich zu einer Simultanschule, die ab 1859 auch von nichtjüdischen Schülern besucht werden konnte.

Rée war von 1859 bis 1871 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Als 1870 die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde, war dies unter anderem Rées großem schulpolitischem Engagement zu verdanken war. 1881 erhielt er ein Mandat für den Deutschen Reichstag, wo er bis 1884 wirkte und den dritten Hamburger Wahlkreis vertrat. Neben Gabriel Riesser gehörte er zu den wichtigsten Verfechtern der Jüdischen Emanzipation. 

Rée verstarb am 13.1.1891 in Hamburg.

 

 
Lokale Referenzen

Anton-Rée-Schule Allermöhe; Anton-Rée-Weg (Hammerbrook)

 
Literaturhinweise Anton Rée_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1871
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Johann Friedrich Carl Refardt jun.  
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Geboren 02. Januar 1843
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. November 1917
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sohn des Präses der Commerzdeputation von 1854. An den Besuch der Realschule des Johanneums in Hamburg schloss sich eine kaufmännische Lehre in Lübeck an (1858-1862). Nach kurzem Aufenthalt im väterlichen Geschäft widmete er sich Studien in Manchester, Skandinavien und Russland. Am 1. Juli 1864 trat er als Teilhaber in die Firma J. F. C. Refardt ein und erwarb noch im selben Monat das Hamburger Bürgerrecht. Am 31. Dezember 1875 wurde Refardt zum Mitglied der Handelskammer gewählt. Das Präsidiat führte der von 1883 bis zum März 1884. Der Bürgerschaft gehörte Refardt von 1879 bis 1892 an, 1892 auch dem Bürgerausschuss. Am 12. November 1892 wurde Refardt in den Senat gewählt.  
Lebensbeschreibungen Johann Friedrich Carl Refardt jun..pdf
Podcasts Refardt Johann Friedrich Carl jun..mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 12. November 1892 - 1915
Handelskammerpräses: 1883 - 1884
Bürgerschaftsmitglied: 1879 - 1892
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Johann Friedrich Carl Refardt sen.  
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Geboren 28. September 1800
Geburtsort Wulfsode 
Gestorben 02. März 1871
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Carl Refardt sen. kam nach einer Lehre in Braunschweig 1820 nach Hamburg und arbeitete im Kontor der Firma Otto Gehrt. Nachdem er das Hamburger Bürgerrecht am 22. August 1823 erworben hatte, gründete er seine Firma J. F. C. Refardt, Lager von Baumwollgarn und Leinen, die fast 80 Jahre bestand. Am 31. Dezember 1849 wurde Refardt auf Vorschlag der Commerzdeputation in dieses Gremium gewählt und verließ es erst nach seiner Wahl zum Kämmereibürger 1858. Das Präsidiat führte er 1854. Am 29. April 1858 wurde Refardt in die Kämmerei und spätere Finanzdeputation gewählt, der er bis zum Ende des Jahres 1865 angehörte. Damit musste er aus der Commerzdeputation und aus den Deputationen, deren Mitglied er wegen seiner Zugehörigkeit zur Commerzdeputation war, ausscheiden.  
Lebensbeschreibungen Johann Friedrich Carl Refardt sen..pdf
Podcasts Refardt Johann Friedrich Carl sen..mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1854 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1871
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Hans Bernhard Reichow  
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Geboren 25. November 1899
Geburtsort Roggow (Mecklenburg-Vorpommern) 
Gestorben 07. Mai 1974
Todesort Bad Mergentheim/Stuttgart (Baden-Württemberg) 
Kurzbiographie 1919 - 23 Studium an der TH Danzig und München 1927 Gründung des eigenen Architekturbüros in Berlin 1928 - 34 Stadtplaner in Dresden 1934 - 36 Stadtbaurat in Braunschweig 1939 - 45 Baudirektor in Stettin 1945 Übersiedlung nach Hamburg __Quelle: http://www.architekten-portrait.de/hans_bernhard_reichow/index.html _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Elise (Margaretha Elisabeth) Reimarus  
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Geboren 22. Januar 1735
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. September 1805
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die Lebensdaten von Elise (Margaretha Elisabeth) Reimarus, geb. am 22. Januar 1735  und gest. am 2. September 1805,  führen in eine besondere  Zeit des geistigen Aufbruchs in Hamburg.
Heute gilt Elise als eine der wichtigsten und sicherlich auch eindrucksvollsten Frauen der deutschen Aufklärung.
Ihre überaus erfolgreichen Tätigkeiten als Schriftstellerin, Übersetzerin  und Pädagogin geben  wahrscheinlich nur einen Bruchteil ihrer intellektuellen Bedeutung und Tätigkeiten wieder und sind darüber hinaus nicht direkt unter ihrem Namen zu finden. Denn unglaublich bescheiden schrieb sie ohne Namensnennung sehr viele  Kinderbücher, die alle in der „Kleinen Kinderbibliothek“ des  Campe-Verlags erschienen und alle ins Französische, Polnische und Russische übersetzt wurden.
Erziehungsschriften und Trauerspiele übersetzte sie aus dem Französischen, zum Teil direkt für die Hamburger Bühne. Ihre ethischen und moralischen Überlegungen zur frühkindlichen Erziehung  hielt sie ebenso schriftlich fest wie ihre Anleitungen für Pädagoginnen, eigene Theaterstücke, philosophische Betrachtungen und staatstheoretische Überlegungen.
Da eine ihrer größten Stärken war, Überzeugung zu besitzen, aber nicht überzeugen zu wollen, galt sie als besonders glückliches Medium in den Diskursen der Aufklärung. So hinterlässt sie eine umfangreiche Korrespondenz mit zahlreichen liberalen, aufgeklärten Köpfen ihrer Zeit.
Das sicherlich wichtigste Dokument für die Stadt stellt die Korrespondenz mit ihrem Freund Lessing dar, der sie als Kommunikatorin für sich und seine Hamburger Freunde wünschte. Dabei stand im Zentrum die Anfertigung „Nathans“.
Durch ihren Zuspruch und ihre initiierten Lesungen in den Hamburger Salons gelang es Lessing tatsächlich seine große Toleranzschrift von  der „Kanzel des Theaters“ in die Welt zu tragen.

 
Lokale Referenzen

Reimarusstraße

In der Neustadt benannt seit 1902 nach dem Vater Hermann Samuel und seinem Sohn Johann Albert Reimarus.                                                                      

2001/2002 ergänzt um Elise Reimarus.

Der Text auf dem Straßenschild lautet:

„Hermann Samuel R. (1694-1768); Professor am Hamburger Akademischen Gymnasium, dessen Sohn D. Johann Albert Heinrich R. (1729-1814), Professor ebenda und Arzt und deren Tochter bzw. Schwester Margaretha Elisabeth, genannt Elise R. (1735-1805), Erzieherin, Schriftstellerin und zentrale weibliche Persönlichkeit der Aufklärung in Hamburg.“

 
Sonstige Henriette und die Mutter.pdf
Lebensbeschreibungen Elise Reimarus.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Dichter/in: -
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Gustav Adolf Reimers  
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Geboren 26. Januar 1810
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Juni 1883
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gustav Adolf Reimers, geb. 26.1.1810 in Hamburg, gest. 25.6.1883 ebd., Sohn des Zuckermaklers Johann Christoph Reimers und der Caroline Mathilde Cossel. Buchhalter, dann Versicherungsbevollmächtigter in Hamburg, 1845 Begründer der Assecuranz-Union und deren Inhaber und Direktor. Vermählt 29.10.1836 mit Johanna Elise Schultz. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Industrieproduzent/in: -
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Johann Julius Reincke  
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Geboren 05. Dezember 1842
Geburtsort Altona 
Gestorben 10. November 1906
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Julius Reincke war Mediziner und Politiker. Er stammte aus einer Altonaer Familie. Sein Vater, der Kaufmann Theodor Reincke (1805–1882), war von der holsteinischen Ständeversammlung in dem dänischen Reichsrat gewählt worden und wurde später Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Julius Reincke studierte Medizin und Zoologie und beschäftigte sich anschließend mit morphologischen Studien im Mittelmeer sowie auf Helgoland. Ab 1869 war er zunächst als Assistenzarzt am Allgemeinen Krankenhaus in St. Georg tätig, später ließ er sich als Hausarzt nieder. Reincke machte sich einen Namen durch die kostenfreie Behandlung mittelloser Patienten. Ab 1875 arbeitete er zusätzlich als Physikus, einer Art Amtsarzt, sowie als Apothekenrevisor. Zur Zeit der Choleraepidemie von 1892 setzte Reincke sich für Reformen im Gesundheitswesen ein. Nach Eindämmung der Epidemie wurde er 1893 zunächst zum Medizinalinspektor, später zum Medizinalrat ernannt. Während seiner Amtszeit in dieser Position setzte Reincke beim Hamburger Senat eine Reihe von Erneuerungen durch. Zudem war er maßgeblich an der Gründung des Hygienischen Instituts, des Tropenmedizinischen Instituts sowie der ersten modernen Müllverbrennungsanlage Hamburgs beteiligt. Reincke war er Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamtes sowie des Reichsgesundheitsrats. Er gehörte der Nationalliberalen Partei an und war von 1879 bis 1891 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Kaiser Wilhelm II. ehrte ihn mit dem Kronenorden zweiter Klasse, welchen er jedoch nie anlegte, da es sich, so Reincke, um „einen Orden eines fremden, souveränen Fürsten“ handeln würde.  
Lokale Referenzen

Spuren in Hamburg:
- Reinckeplatz (Eppendorf, 1911-1964)
- Reinckeweg (Hummelsbüttel)
- Julius-Reincke-Stieg (Eppendorf)

 
Literaturhinweise Julius Reincke_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wissenschaft
Funktionen
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Hermann Reinhardt  
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Geboren 22. August 1860
Geburtsort Coswig 
Gestorben 26. Oktober 1931
Todesort Wentorf 
Kurzbiographie 1860 geboren in Coswig; Handwerkslehre, parallel dazu Besuch einer Baugewerkschule; Eigenes Bauunternehmen in Hamburg während der Kaiserzeit; Er entwirft und baut Geschosswohnbauten in der Südlichen Neustadt; Entwicklung der Villenkolonie Billewinkel in Wentorf auf eigene Rechnung; 3 Kontorhäuser gebaut; 1931 Tod in Wentorf 
Lebensbeschreibungen HermannReinhardtWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Jan Adam (auch: Johann Adam) Reinken (auch: Reincken)  
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Geboren 26. April 1623
Geburtsort Wildeshausen/Oldenburg 
Gestorben 24. November 1722
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Jan Adam Reinken (auch: Johann Adam Reincken), geboren 26.4.1623 in Wildeshausen/Oldenburg (oder: 1643 in Deventer/Holland), gestorben 24.11.1722 in Hamburg. Musikalische Ausbildung als Organist in den Niederlanden, seit 1654 Schüler von Heinrich Scheidemann in Hamburg, 1658 dessen Adjunkt und seit 1663 dessen Nachfolger als Organist an der Hamburger Katharinenkirche. Erste Eheschließung im Sommer 1665 mit Anna Dorothea Scheidemann, zweite Heirat am 25.2.1685 mit Anna Wagner. Berühmtester Hamburger Organist seiner Zeit, Kunstfreund, Schöpfer zahlreicher Orgel- und Kammermusikwerke, 1677/78 Mitbegründer der ersten Hamburger Oper. 
Lebensbeschreibungen Jan Adam Reincken.pdf
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
Oper: -
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Joachim Rentzel  
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Geboren 01. September 1694
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. September 1768
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: -
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Matthias Rheder  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1547 - 1571
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Sebastian Rhegius  
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Geboren 1554/1559
Geburtsort Hannoversch-Münden (Münden) 
Gestorben 1621
Todesort Hamburg-Finkenwerder (Finkenwerder, Lüneburger Seite) 
Kurzbiographie Sebastian Rhegius war der älteste von drei Söhnen von Urbanus Rhegius d. J. († ca. 1570), Sekretär und Amtmann Erichs II. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen, und seiner Frau Elisabeth geb. Dransfeld († nach 1588). Sebastian studierte mit Hilfe eines herzoglichen Stipendiums Theologie, vielleicht in Basel und wahrscheinlich in Straßburg. 1588 übernahm Sebastian Rhegius, der sich auch König nannte, die Pfarrstelle auf der Lüneburger Seite der Elbinsel Finkenwerder, die er bis zu seinem Tode bekleidete. Sebastian war zweimal verheiratet, in zweiter Ehe mit Susanna (geb. Steers?, † 1631), mit der er drei (überlebende) Kinder hatte. Zwischen 1588 und 1621 wird Sebastian Rhegius in lokalen und regionalen Quellen genannt. Zu diesen gehört ein Bittbrief an den Sekretär seines damaligen Landesherrn Otto II. von Brauschweig-Harburg (1528–1603) wegen ausbleibender Gehaltszahlungen von Seiten seiner Gemeinde, der 1589 zu einem Synodenbeschluss zu seinen Gunsten führte. Die Dokumente, z.B. die von Rhegius selbst geführten Kirchenrechnungen, bieten interessante Einblicke in den Berufsalltag eines „Elbinselpfarrers“ um 1600. Dieser bestand nicht nur in geistlichen Aufgaben, sondern ganz wesentlich auch in praktischer Verwaltungstätigkeit und Rechtsgeschäften wie dem Eintreiben von Geldforderungen, Baumaßnahmen an Kirche und Pastorat, dem Verkauf von Gemeindeland, der Deichschauung und nicht zuletzt der Sicherung der eigenen Einkünfte. Gemeinsam mit dem Metallgießer Claus Suffrian, dem Kirchgeschworenen Peter Fink und dem Vogt Jacob von Rigen stiftete Rhegius der Finkenwerder Nicolaikirche 1604 ein Paar bronzene Leuchter, die heute noch erhalten sind. 1613 predigte Rhegius auf der Synode in Harburg. 1617 veranlasste Rhegius nach der Einpfarrung der Einwohner auf der „Hamburger Seite“ des Finkenwerders einen Neubau des maroden Kirchengebäudes aus spätgotischer Zeit, der bis zur Sturmflut von 1756 Bestand hatte. 
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.SebastianKönig.Literatur.pdf
Medaillen
Kategorien Religion
Funktionen
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Urbanus Rhegius  
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Geboren Mai 1489
Geburtsort Langenargen 
Gestorben 23. Mai 1541
Todesort Celle 
Kurzbiographie Als Sohn eines Priesters besuchte Urbanus Rhegius zunächst die Lateinschule in Lindau. Nach dem Studium an den Universitäten Freiburg, Tübingen, Ingolstadt und Basel folgte 1519 die Priesterweihe. 1520 wurde Rhegius Domprediger in Augsburg, wo er zur Reformation übertrat. 1530 – fünf Jahre, nachdem er die Augsburger Bürgertochter Anna Weißbrugger geheiratet hatte – folgte Rhegius einem Ruf Ernsts I. von Braunschweig-Lüneburg (1497–1546) nach Celle, um als Pfarrer und (seit 1532) als Superintendent im Fürstentum Lüneburg der Reformation zum Durchbruch zu verhelfen. Rhegius ist für die Kirchengeschichte der Stadt Hamburg insofern von Bedeutung, als der Hamburger Rat ihn 1532 (drei Jahre nach Einführung der Reformation) für das Amt des Superintendenten gewinnen wollte. Urbanus Rhegius lehnte dankend ab, weil er bei seinem Landesherrn im Wort stand. Der Enkel Sebastian Rhegius war von 1588 bis zu seinem Tode 1621 Pastor auf dem Finkenwerder. 
Literaturhinweise UrbanusRhegius.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
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Eduard Rhein  
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Geboren 23. August 1900
Geburtsort Königswinter 
Gestorben 15. April 1993
Todesort Cannes 
Kurzbiographie Eduard Rhein war ein äußerst vielseitig begabter Journalist, Schriftsteller und Erfinder. Sein größter Erfolg wurde der Aufbau der Rundfunk- und Fernsehprogrammzeitschrift „Hör Zu!“. Unter seiner Leitung in den Jahren 1946 bis 1964 entwickelte sich die Zeitschrift zu einem Grundstein des Hamburger Verlags Axel Springer. Rhein schaffte es bis 1962, die Auflagenzahlen der „Hör Zu!“ von 250.000 Exemplaren auf 4,2 Millionen zu erhöhen. Das Geheimnis lag in der inhaltlichen Bandbreite der Zeitschrift: Ratgeberteile und Fortsetzungsromane, von denen Eduard Rhein dreizehn selbst verfasste, machten die „Hör Zu!“ zur Familienzeitschrift für jedermann. „Hör Zu!“ zählte damit zu den meistgelesenen bundesrepublikanischen Printmedien der frühen Nachkriegszeit. Außer für seine Karriere bei der „Hör Zu!“ wurde der studierte Elektroingenieur Rhein auch berühmt für seine technologischen Innovationen. Seine Erfindung des Füllschriftverfahrens war bahnbrechend für die Entwicklung der modernen Langspielplatte, denn dank Rheins neuer Technik konnte die Spieldauer von Langspielplatten bei gleich bleibender Qualität verdoppelt werden. 1976 rief Eduard Rhein die Eduard-Rhein-Stiftung ins Leben, die Preise für herausragende Leistung in Wissenschaft und Forschung vergibt. Neben anderen Ehrungen wurde Rhein 1990 mit der Medaille für Kunst und Wissenschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. In Hamburg ist das Eduard-Rhein-Ufer an der Außenalster nach dem Erfinder und Journalisten benannt. 
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Adolf Christian Max Rieck  
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Geboren 10. Mai 1857
Geburtsort Strelitz 
Gestorben 19. März 1932
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Max Rieck, aus dem mecklenburgischen Strelitz stammend, etablierte sich 1883 als selbstständiger Kaufmann in Hamburg. Einige Zeit leitete er die Schokoladenfabrik Hansa, später gründete er die Firma Max Rieck, die Import-, Export- und Kommissionsgeschäfte tätigte. Bei den Importen handelte es sich vor allem um Kakao, Mandeln, Nüsse, Rohrzucker und Fruchtkonserven aus Amerika, Afrika und Asien. Exportiert wurden Halbfabrikate für die Kakao-, Schokoladen- und Zuckerwarenindustrie. Rieck betrieb sein Geschäft außerordentlich erfolgreich und hatte Lager in Brüssel, Genua, London, New York, St. Petersburg und Warschau. 1895 begründete er eine Zeitschrift für die Kakao-, Schokoladen- und Zuckerwarenindustrie, für die er auch selbst schrieb und die unter dem Titel „Gordian“ von ihm herausgegeben wurde. Daneben verfasste er eine Reihe von Büchern. Nach seinem Tod wurde die international anerkannte Fachzeitschrift von seinen Mitarbeitern weitergeführt. Sie erschien bis 2003. 
Literaturhinweise MaxRieck.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johann Theobald Riefesell  
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Geboren 01. Juli 1836
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Januar 1895
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johann Riefesells großes Thema war die Stadt Hamburg. Mit Akribie und Passion zeichnete er vor allen Dingen Ansichten, Straßenszenen, Gebäude der Hansestadt. Die über 1000 erhaltenen Zeichnungen stellen auch eine unersetzbare Quelle für das „alte Hamburg“ dar, dokumentierten die zahlreichen städtebaulichen Veränderungen, aber auch das soziale und kulturelle Leben im späten 19. Jahrhundert. 

Johann Theobald Riefesell, Sohn eines hamburgischen Steinzeughändlers, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Gärtner, während der er aber schon begann, sich für das Malen und Zeichnen zu interessieren: so besuchte er auch die Zeichenschule der Patriotischen Gesellschaft von 1765, an der auch Martin Gensler lehrte. Nach Abschluss seiner Gärtnerlehre konnte er eine Ausbildung an dem bekannten Lithographischen Institut von Charles Fuchs beginnen, wo er auch durch den bekannten Lithographen Wilhelm Heuer unterrichtet wurde. Eine akademische Ausbildung in Düsseldorf und Wien wurde ihm durch ein Stipendium ermöglicht, welches er zusammen mit der Silbermedaille von der Patriotischen Gesellschaft erhält. Als er 1860 wieder in die Hansestadt zurückkehrte, arbeitete er fortan als freischaffender Künstler, verdiente sein Geld jedoch auch als Zeichenlehrer. Schnell wurde sein Unterricht vor allem bei den Damen der Hamburger Gesellschaft beliebt. Als seine bekanntesten Schülerinnen sind Ebba Tesdorpf und Molly Cramer zu erwähnen. 1880 starb seine Mutter, und er gab das Unterrichten auf. Riefesell blieb bis zu seinem Tode 1895 Junggeselle. 

 
Lokale Referenzen Hamburg, Riefesellstraße 
Literaturhinweise Johann Riefesell_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Zeichner/in: -
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Dr. Gabriel Riesser  
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Geboren 02. April 1806
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. April 1863
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Gabriel Riesser war Jurist, Journalist, Politiker und als Obergerichtsrat der erste jüdische Richter in Deutschland.

Er wurde am 2.4.1806 in Hamburg geboren. Sein Vater, Jacob Lazarus Riesser, war als Sekretär am jüdischen Gericht in Altona tätig, später als Kaufmann in Hamburg. Der hochbegabte Riesser besuchte das Hamburger Johanneum und das Katharineum zu Lübeck. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Kiel und Heidelberg, wo er 1828 promoviert wurde. Mit Hamburger Freunden gründete er in Heidelberg einen Gesprächszirkel, zu welchem unter anderem Ferdinand Haller, Gustav von Struve und Jakob Venedey gehörten. Doch sowohl die Universitätskarriere als auch die Zulassung zur Advokatur wurde Riesser aufgrund seiner jüdischen Herkunft verweigert. Er war oftmals hinsichtlich seines Glaubens diskriminiert worden. Zeitlebens engagierte er sich für die Gleichberechtigung von Juden und gilt als die wohl bedeutendste Persönlichkeit der jüdischen Emanzipationsbewegung in Deutschland. Er verfasste zahlreiche publizistische Schriften. 1832 gründete er die Zeitschrift „Der Jude. Periodische Blätter für Religions- und Gewissensfreiheit“. Als der Hamburger Senat 1840 eine Ausnahmeregelung verabschiedete, durfte Riesser sich als Anwalt etablieren. Von 1840 bis 1857 war er als Notar tätig. 1848 amtierte er als Abgeordneter im Frankfurter Vorparlament sowie für das Herzogtum Lauenburg in der Frankfurter Nationalversammlung. 1849 traten die Grundrechte des deutschen Volkes der Paulskirchenverfassung in Kraft, an deren Ausarbeitung Riesser maßgeblich beteiligt war. Zudem gehörte er zur Deputation, die dem preußischen König im April 1849 die Kaiserkrone antrug, trat nach dessen Ablehnung jedoch aus der Nationalversammlung aus. 1860 wurde er Mitglied des Hamburger Obergerichts und somit der erste jüdische Richter in Deutschland. In den Jahren 1859 bis 1862 war Riesser Mitglied, zeitweise auch Vorsitzender der Hamburger Bürgerschaft.

Er verstarb am 22.4.1863 in Hamburg.

 
Lokale Referenzen
Gabriel Riesser war überzeugter Freimaurer. Er wurde am 1. August 1832 in der Frankfurter Loge "Zur aufgehenden Morgenröte" - mit Wohnsitz Hamburg - in den Bruderbund aufgenommen.
 
Spuren in Hamburg:
- in Hamm-Nord ist seit 1957 die nach ihm benannte Riesserstraße
- in der Rathausdiele ist an einer Säule sein Portrait-Relief
 
Literaturhinweise Gabriel Riesser_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Medien
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1862
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Johann Christoph Friedrich Rist  
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Geboren 03. Juli 1735
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. April 1807
Todesort Niendorf 
Kurzbiographie Johann Christoph Friedrich Rist war ein Urenkel des bekannten Wedeler Pastors und Kirchenliederdichters Johann Rist (1607–1667) und ein Sohn des aus Haseldorf gebürtigen Pastorensohns Friedrich Christian Rist (1708–1750), der Organist unter anderem an der Marien-Magdalenenkirche in Hamburg war, und dessen Ehefrau Maria Elisabeth geborene Kortkamp, verwitwete Hertzog (1702–1768). Johann Christoph Friedrich Rist besuchte von 1752 bis 1755 das Johanneum, danach von 1755 bis 1758 das Akademische Gymnasium in seiner Geburtsstadt. Infolge des frühen Todes des Vaters wuchs er in sehr bedrängten Verhältnissen auf, so dass der Organistensohn schon früh durch Orgelspielen und Musikunterricht zum Familienunterhalt beitragen musste. Rists Ausbildung wurde deswegen zum Teil durch Stipendien finanziert. Von 1758 bis 1761 studierte Rist Theologie an der Universität Jena, um 1762 vor dem Konsistorium in Altona das theologische Examen abzulegen. Nachdem er in Hamburg keine feste Anstellung als Geistlicher hatte erlangen können, wurde Rist 1769 als Pfarrer für die im Anschluss an den Gottorfer Vergleich von 1768 gegründete Kirchengemeinde in Niendorf in der Herrschaft Pinneberg gewählt und danach durch Christian VII. von Dänemark bestätigt. Rist konnte sein Amt jedoch erst mit der Kirchweihe am 14. 11. 1770 antreten. Über Rists Wahl und Einführung gibt es einen zeitgenössischen Bericht, der im 2. Band von Johann Adrian Boltens „Historischen Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona … und von der Herrschaft Pinneberg“ abgedruckt ist (Altona 1791, S. 244–246). Der Haselauer Pastor Johann Otto Wichmann (1730–1796) ließ 1770 im Stil der Zeit ein an Rist gerichtetes „Glückwunschschreiben“ drucken. Am 2. Juni 1773 ehelichte Johann Christoph Friedrich Rist die Hamburger Pastorentochter Magdalena Elisabeth Werkmeister (1752–1795). Damals umfasste das Kirchspiel neben Niendorf Lokstedt, Stellingen, Langenfelde, Eidelstedt, Hummelsbüttel und Burgwedel. Das Ehepaar Rist hatte drei Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten: der Diplomat in dänischen Diensten Johann Georg Rist (1775–1847) und der Hamburger Kaufmann Johann Christoph Friedrich Rist d. J. (1780–1822). 
Lebensbeschreibungen Rist.JohannChristophFriedrich.Biographie.pdf
Literaturhinweise Rist.JohannChristophFriedrich.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
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Max Rix  
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Geboren 14. April 1866
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Januar 1923
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1866 geboren in Hamburg; Er entwirft vor allem Villen- und Geschosswohnbauten; Entwirft das Kontorhaus Edmund-Haus; 1923 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen MaxRixWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Peter Anton Rodatz  
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Geboren 29. September 1806
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. September 1882
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Peter Anton Rodatz gründete am 1. Januar 1859 mit Wilhelm Heinrich Otto Flemming ein Kommissions- und Speditionsgeschäft unter dem Namen Rodatz & Flemming. Von 1857 bis 1866 war Rodatz in der Kornverwaltung tätig, von 1857 bis 1862 als Steuerbürger im 7. Distrikt (St. Georg). In dieser Eigenschaft erhielt er ein Bürgerschaftsmandat von 1859 bis 1863, sein Mandat für die Jahre 1864 und 1865 wurde ihm von der Deputation für Handel und Schifffahrt übertragen. Am 31. Dezember 1860 wurde Rodatz von der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns in die Commerzdeputation gewählt, der er bis zum 31. Dezember 1965 angehörte und deren Präses er in diesem Jahr war. 
Lebensbeschreibungen Peter Anton Rodatz.pdf
Podcasts Rodatz Peter Anton.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1865 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1865
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Johannes Rodenborg  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1536 - 1547
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Johann Heinrich Röding  
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Geboren 20. November 1732
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. Dezember 1827
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Heinrich Röding war der Sohn des Lehrers Otto Röding und von dessen Ehefrau Anna Magdalena, später verheiratete Schubart. Seit 1750 war er als Lehrer im Alten Land tätig, 1755 wurde er zum Rektor einer Schule in Tellingstedt/Norderdithmarschen ernannt und seit 1763 arbeitete er als Lehrer an der Jacobi-Kirchenschule in Hamburg. Röding heiratete 1752 Catharina Engel Stamer, verwitwete Ricker. Er verfasste zahlreiche pädagogische und poetische Schriften. 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen Literaturwissenschaftler/in: -
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Peter Friedrich Röding  
Abbildung
Geboren 17. Juni 1767
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. Juni 1846
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich Röding war ein deutscher Malakologe (Muschelforscher), Kaufmann und Kunstsammler sowie Verfasser zahlreicher poetischer und pädagogischer Schriften. Er wurde am 17. Juni 1767 in Hamburg als Sohn des Lehrers Johann Heinrich Röding und dessen Ehefrau Anna Magdalena geboren. Seit früher Jugend sammelte er mit großem Eifer alle für ihn erreichbaren Gegenstände aus den Gebieten Natur und Kunst und brachte es so zu einer derart umfangreichen Sammlung, dass sie seit 1804 als "Museum für Natur und Kunst" zu Hamburgs Sehenswürdigkeiten zählte. Das Museum war in zwei – für den Umfang seiner Sammlung viel zu kleinen – Räumen im vormaligen Dammtor-Bahnhof untergebracht, in denen er selbst die Führungen und Erklärungen übernahm. In der Naturalien-Abteilung war die Malakologische-Sammlung (über 10.000 Exponate) die umfangreichste. Zusätzlich umfasste die Sammlung an anatomischen Präparaten über 220 Säugetiere, 800 Vögel, 230 Amphibien (Schlangen, Schildkröten etc.), 300 Fische und vieles mehr. In dem Kunst-Bereich enthielt Rödings Sammlung Kupferstiche alter Meister, Münzen und Medaillen aus vergangenen Zeiten sowie ethnographische Gegenstände, Kleider und Waffen. Dies in seiner Art einzigartige Museum wurde sehr gern und vielfach von Einheimischen und Fremden besucht, so auch von den Mitgliedern der Naturforscherversammlung, die 1830 in Hamburg tagte. Die umfangreiche Sammlung blieb in dieser Form leider nicht bestehen. Fast alle Naturalien erwarb das neu gegründete naturhistorische Museum, das 1888-91 von Gottfried Semper im klassischen Stil an der Mönckebergstraße 1 errichtet wurde. Die Sammlung älterer Hamburgischer Abbildungen erwarb das Hamburgische Staatsarchiv, die restlichen Exponate wurden öffentlich versteigert. Röding machte sich mit vielen Aktivitäten um seine Vaterstadt verdient – neben unterschiedlichen bürgerlichen Ehrenämtern wurde er 1837 zum Oberalten berufen. Er starb am 8. Juni 1846.  
Lokale Referenzen Friedrich Röding wurde 1805 von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, 1808 zum Gesellen befördert und 1810 zum Meister erhoben. Dieser ältesten deutschen Loge stand er von 1824 bis 1829 als ihr Meister vom Stuhl vor. Von 1831 bis 1840 war er erster Großaufseher der "Großen Loge von Hamburg".
 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Lola Rogge  
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Geboren 20. März 1908
Geburtsort Altona 
Gestorben 13. Januar 1990
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Lola Rogge kam am 20. März 1908 in der Schuberstraße 9 als zweitälteste Tochter des Stadtbaumeisters von Altona  Hans Rudolph Rogge und seiner Frau Christiane, geb. Schönfelder, zur Welt. Tänzerische Bewegungs- und Darstellungslust waren von Anfang an ihr  größtes Vergnügen: Sie hatte Zugang zur Welt über Bewegung.   Dass diese Begabung auch schnell in der Schule entdeckt wurde, hat sicherlich vor allem mit den reformpädagogischen Ansätzen der zwanziger Jahre zu tun, in denen traditionelle Unterrichtsformen aufgegeben und mit neuem Blick auf die Mädchenerziehung emanzipatorisch entwickelt wurden. Mit diesem „modernen“ Bewusstsein erzogen Lolas Eltern auch ihre Tochter und schickten sie auf das „Lyzeum für Mädchen“, das 1876 als Höhere Töchterschule  und zweitältestes Gymnasium in Altona gegründet worden war.  Hier trat Lola auch das erste Mal als Tänzerin auf, als ihr Geschichts- und Deutschlehrer nach Gedichten von Goethes  West-östlichem Diwan ein Theater- und Singspiel  inszenierte. Bald fand sie schnell Kontakt zur Rudolf von Labans Tanzschule. Rudolf von Laban war wohl einer  der bekanntesten Tanzlehrer  und ein  konsequenter  Tanzpädagoge: Er entwickelte eine konkrete Theorie des Tanzes und eine Tanzschrift, so dass fortan die Choreographien ähnlich wie die Musik festgehalten werden konnten. Im Zentrum seiner Konzeption stand das freie Tanzen. Ihn interessierte weniger die Bühnenperformance als das Tanzen von Laien in großen „Bewegungschören“. Gegen den Willen ihrer Eltern, die sich einen bürgerlichen sozialen Beruf für ihre Tochter wünschten und nicht einen künstlerischen, ließ sich Lola Rogge durch  zur Tanzpädagogin  bei Laban und seinem Schüler Albrecht Knust ausbilden. Den „ganzen“ Menschen hatte diese Ausbildung stets im Blick:  seine Physis (z.B. Klassischer Tanz, Folklore, Akrobatik, Anatomie) wie aber auch seine Intellektualität (Tanzgeschichte, Pädagogik, Psychologie) und  seine Emotionalität ( Improvisation). Lola Rogge war von Anfang an so erfolgreich, dass sie noch während der Ausbildung  einer Gruppe der Deutschen Reichsbank Betriebsgymnastik erteilte. Später folgten  Aufträge weiterer großer Hamburger Industrie- und Finanzunternehmen. Auch wenn  Lola Rogge  sich von Beginn an sicher war,  vorwiegend pädagogisch  arbeiten zu wollen, ließ sie sich noch  in der Hamburger Staatsoper von Olga Brandt-Knack zur klassischen Tänzerin ausbilden.

So gut gerüstet wagte sie 1927 den Sprung in die Eigenständigkeit. Zunächst arbeitete sie mit ihren Schülern in einem jeweils angemieteten Saal, gleichzeitig war sie aber aktiv in der Arbeiterbewegung. Sie wollte, dass jeder Mensch Zugang zum Tanz haben sollte und gründete für Frauen und Männer einen „Verein für Bewegungschöre e.V.“  Sie unterrichtete diese  im Sommer im Freien, meistens  im Bahrenfelder Stadion, dem heutigen Volksparkstadion. Nicht nur die Erwachsenen sollten tanzen, sondern auch die Kinder. In verschiedenen Turnhallen in Altona und in St. Pauli lud sie Kinder zum Tanzen ein. So entstanden die bald bekannten „Kinder-Bewegungschöre Lola Rogge“. Damit war die Altonaer Labanschule gegründet. 1931 heiratete sie den Hamburger Kaufmann Hans Meyer-Rogge. Sie nahmen beide den Doppelnamen Meyer-Rogge an und führten fortan auch künstlerisch  ihr Leben lang die Schule gemeinsam.  Das bis heute wohl  bekannteste tanzchorische Werk Lola Rogges  ist das 1950 aufgeführte Tanzschauspiel „Vita Nostra“, eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem überstandenen Krieg.

Seit 1934 bis heute bildet die Schule Tanzpädagogen aus. 1977 übergab Lola Rogge die Leitung der Schule an ihre Tochter Christiane. Sie selbst unterrichtete bis zu ihrem Tode am 13. Januar 1990 die Laiengruppen aus Erwachsenen und Kindern weiter.
 
Lokale Referenzen

Lola Rogge Schule im Kiebitzhof
Landwehr 11-13
22087 Hamburg

Tel. 040/ 44 45 68
info@lolaroggeschule.de

Lola Rogge Schule im Hirschpark
Elbchaussee 499
22587 Hamburg

Tel. 040/ 86 33 44
hph@lolaroggeschule.de
www.lolaroggeschule.de
www.facebook.com/LolaRoggeSchule

Lola-Rogge-Platz, HafenCity, seit 2013

Ihr Grab befindet sich im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

 
Sonstige 90 Jahre Tanz.pdf
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Tänzer/in: -
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Jürgen Roland  
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Geboren 25. Dezember 1925
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. September 2007
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Jürgen Roland schrieb in den über fünfzig Jahren, die er für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) arbeitete, Fernsehgeschichte. Er produzierte zahlreiche Fernsehfilme und Reportagen, die vorzugsweise von Hamburg handelten oder in Hamburg spielten. Dadurch leistete Roland einen außerordentlichen Beitrag zur medialen Dokumentation der Stadt Hamburg in Film und Fernsehen. Seit 1945 arbeitete er für den Rundfunk, berichtete als einer der ersten Radioreporter für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) über lokale Themen und den Hamburger Kiez St. Pauli. Später spezialisierte er sich auf Kriminalgeschichten aus Hamburg – fiktive Filme für das Fernsehen, die jedoch auf echten Fällen basierten und höchst authentisch im dokumentarischen Stil von Roland nachgestellt und inszeniert wurden. Straßenfeger wie „Stahlnetz“ und „Dem Täter auf der Spur“ stammen von Jürgen Roland. Das von ihm entwickelte Format bewährte sich: In den Fernsehklassikern „Tatort“ und „Großstadtrevier“, das Roland mit begründete, zeigt sich bis heute die Beliebtheit und Qualität dieses Fernsehkrimis neuen Typs, der für Buch und Kamera neue Maßstäbe setzte und die Grenzen zwischen Reportage und Fiktion neu auslotete. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Jürgen Roland“. 
Lebensbeschreibungen Jürgen Roland.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Filmregisseur/in: -
Journalist/in: -
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Bernhard Heinrich Romberg  
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Geboren 11. November 1767
Geburtsort Dinklage/Münster 
Gestorben 13. August 1841
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Bernhard Heinrich Romberg, geb. 11.11.1767 in Dinklage/Münster, gest. 13.8.1841 in Hamburg. Musikalische Ausbildung bei seinem Vater, dem Fagottisten und Cellisten Bernhard Anton Romberg, in Münster. Zusammen mit seinem fast gleichaltrigen Cousin Andreas Jakob Romberg (1767-1821) - er spielte Violine, trat Bernhard Romberg schon im Alter von sieben Jahren in Münster öffentlich auf. In den folgenden Jahren gingen die beiden auf Konzertreisen durch ganz Europa, wobei sie fälschlicher Weise als die "Romberg-Brüder" bezeichnet wurden.

1801-1802 Lehrer am Pariser Konservatorium, dann Übersiedlung nach Berlin. Seit 1820 in Hamburg ansässig. 6.10.1800 Heirat mit der Hamburger Weinhändlerstochter Anna Catharina Ramcke. Einer der bedeutendsten Violincellovirtuosen des 19. Jahrhunderts.

 
Lokale Referenzen
Bernhard Heinrich Romberg wurde in Münster Mitglied der Freimaurer-Loge "Zu den drei Balken".
 
Spuren in Hamburg:
- in Eimsbüttel ist seit 1898 die nach ihm und seinem Cousin Andreas benannte Rombergstraße
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Anfang

 
Cyprian Friedrich Marianne Romberg  
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Geboren 28. Oktober 1807
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Oktober 1865
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Cyprian Romberg wurde unter der Leitung seines Großonkels Bernhard Romberg zum Chellisten ausgebildet. Er arbeitete lange Jahre als Kammervirtuose in Sankt Petersburg, lebte dann zurückgezogen in Hmaburg und fand am 14 Oktober 1865 bei Hamburg-Ottensen seinen Tod in der Elbe.
 
Lokale Referenzen
Cyprian Romberg war wie viele weitere Mitglieder seiner Familie der Freimaurerei verbunden. Er wurde am 7. Dezember 1833 von der Loge "Ferdinand zum Felsen" zum Bruder Lehrling aufgenommen.
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Berend Carl Roosen  
Abbildung
Geboren 29. Oktober 1820
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Dezember 1904
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Berend Carl Roosen, geb. 29.10.1820 in Hamburg, gest. 25.12.1904 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Herman Roosen und der Maria Elisabeth Roosen. Seit 1844 Prediger der Mennonitengemeinde in Altona und Hamburg. 1847 Heirat mit der Hamburger Weinhändlerstochter Helene Goering. Mitbegründer des Vereins für Innere Mission. 
Kategorien Religion
Funktionen
Anfang

 
Geeritt Roosen  
Abbildung
Geboren 08. März 1612
Geburtsort Altona 
Gestorben 20. November 1711
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geeritt Roosen, geb. 8.3.1612 in Altona, gest. 20.11.1711 in Hamburg, Sohn des aus Lübeck gebürtigen Altonaer Gerbereibesitzers Paul Roosen und der Hamburger Messerschmiedtochter Janneken Quins. Kaufmann in Hamburg. 28.8.1640 Heirat mit Maria Armoury, Tochter seines kaufmännischen Lehrherrn Hans Armoury aus Hamburg. Seit 1649 Diakon und seit 1660 Prediger der Mennoniten-Gemeinde. Verfasser mehrerer Schriften zu mennonitischen Fragen und zur Verbesserung von Kachelöfen. 
Kategorien Religion
Funktionen
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Rudolf Roosen  
Abbildung
Geboren 22. Oktober 1830
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Januar 1903
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Rudolf Roosen, geb. 22.10.1830 in Hamburg, gest. 7.1.1903 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Salomon Roosen und der Sara de Voß. Kaufmann in Hamburg. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1890 Senator in Hamburg. Heirat 5.9.1861 mit der Hamburger Kaufmannstochter Emma Jencquel. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1890 -
Kaufmann/-frau: -
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Dr. Albrecht Roscher  
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Geboren 05. August 1836
Geburtsort Ottensen 
Gestorben 19. März 1860
Todesort Kisunguni 
Kurzbiographie

Albrecht Roscher, Geograph und Afrika-Forscher, kam unter tragischen Umständen auf seiner ersten Forschungsreise in Ostafrika ums Leben. Er besuchte in Hamburg das Johanneum und bereitete sich bereits als Schüler theoretisch und praktisch auf eine Tätigkeit in Afrika vor. Nach dem Studium der Geographie, Naturwissenschaften und Arabistik wurde er promoviert. Seine Dissertation brachte ihm ein Stipendium des Königs von Bayern, mit dem er nach Afrika gehen konnte. Wegen fehlender Mittel konnte er dort keine eigene Expedition ausstatten, sondern schloss sich einer Karawane von Sklavenhändlern an. Vermutlich weil diese fürchteten, er könne Kenntnisse, die er auf dieser Reise erworben hatte, an die damals in der Antisklavereibewegung engagierten Engländer weitergeben, wurde er auf dem Rückweg vom Tanganyika-See ermordet.

 
Lokale Referenzen Roscherweg, Stellingen, seit 1989
 
Lebensbeschreibungen RoscherAlbrecht.Biografie.pdf
Literaturhinweise RoscherAlbrecht.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Funktionen Geograph/in: -
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Prof. Dipl.-Ing, Architekt Lambert Rosenbusch  
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Geboren 10. März 1940
Geburtsort Ostercappeln 
Gestorben 07. September 2009
Todesort Pilheim-Brauweiler 
Kurzbiographie Lambert Rosenbusch, Geb. 10.3.1940 in Ostercappeln. Gest. 7.9.2009 in Pilheim-Brauweiler. - Humanistisches Gymnasium Carolinum Osnabrùck. - Anfängliches Studium der Philosophie Frankfurt, dann der Architektur an der Carolo-Wilhelmina Braunschweig bei Prof. Dr. Konrad Hecht, Baugeschichte und Bauaufnahme, Prof. Dr. Friedrich Berndt, kirchlicher Wiederaufbau. Ab 1967 erste Berufsjahre als Angestellter Architekt bei Dr. Rudolf Wolters Coesfeld, Krankenhausbau. Prof. Paul Schneider-Esleben Düsseldorf, Verwaltungsbau. Von 1969-71 unter letzterem Assistent im Fach Raumstruktur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ab 1971 eigenes “Atelier für Grundlagen des Industrial Design” in Hamburg. Ab 1973 Professur an der Hochschule für bildende Künste . - Bauten und Projekte - Architektur: Gymnasium Hermelinweg Hamburg, Wohn- und Geschäftshaus Bommer Jüdenstrasse Göttingen - Bauaufnahme: Fassade zum Findelhaus Florenz, Vierungspfeiler St. Peter Rom, Parthenon Saule und Gebälk Athen, Amalie-Sieveking-Stift Hamburg, - Denkmalpflege: Städtebauliche Lösung der Kreuzigungsgruppe Ostercappeln , Wiederaufbau der Bugenhagenkapelle Braunschweig, Aula mit Wendeltreppe der Elise-Averdieck-Schule Hamburg - Plastik: Isohypsenmensch, Plasmaschnitt, Nordlicht 1989 - Grafik: Quadrata Capitalis, Pylon Signet, vergleichende Perspektiven St. Peter Rom - Fotografie: Pantheon Rom, Tempelplatz und Stadt Jerusalem, Pyramiden von Gizeh, - Panoramen: vom Empire State Building New York, von der Kuppel von St. Peter Rom, vom Eiffelturm Paris, von Der Kuppel von St. Paul London, vom Roten Platz Moskau, - Forschung: Produktentwicklung, Elementierte Bausätze fur Gebrauchsgeräte, Messkammer F90 und Camera Rotonda Geometrie: Cubi Ratio - Die Proportion des Raumes. Professor Dipl.-Ing. Lambert Rosenbusch (Selbstdarstellung zu Lebzeiten)_____Norbert Baues Hamburgisches Architekturarchiv 
Sonstige Sammlung Lambert Rosenbusch.pdf
Lebensbeschreibungen Werkverzeichnis.pdf
Literaturhinweise Publikationen.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Designer/-in: -
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Daniel Ross  
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Geboren 05. Juli 1840
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. April 1899
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sohn von Edgar Daniel Ross (Präses der Commerzdeputation 1862). Gelernt hat Daniel Ross in der Firma Ross, Vidal & Co., in die er am 8. Januar 1864 als Teilhaber eintrat. Noch am selben Tag legte er den Bürgereid ab. Die Teilhaberschaft endete am 31. Dezember 1885, als die Firma nach dem Tod seines Vaters aufgelöst wurde. Am 6. Mai 1873 wurde Ross zum Mitglied der Handelskammer gewählt. Er vertrat die Kammer in der Auswandererdeputation (1874-1876) und der Deputation für Handel und Schifffahrt im Jahre 1878, dem Jahr seines Präsidiats. In einer gemeinschaftlichen Sitzung der Handelskammermitglieder und der Altadjungierten wurde Ross am 16. Januar 1874 zum Bürgerschaftsmitglied als Vertreter der Kammer gewählt. Dieses Mandat behielt er bis zu seinem Ausscheiden aus der Handelskammer Ende 1878. 
Lebensbeschreibungen Daniel Ross.pdf
Podcasts Ross Daniel.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1878 -
Bürgerschaftsmitglied: 1874 - 1878
Anfang

 
Edgar Daniel Ross  
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Geboren 11. Februar 1807
Geburtsort London 
Gestorben 23. März 1885
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Edgar Daniel Ross, geb. 11.02.1807 in London, gest. 23.03.1885 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Daniel Ross und der Melusine Vidal. Kaufmann in Hamburg. 1848 Vertreter Hamburgs im Parlament in der Paulskirche, 1866 Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes und 1871 Mitglied im Deutschen Reichstag; zahlreiche handelspolitische Aktivitäten. 1838 Vermählung mit Mary Steward aus Dublin. 
Lokale Referenzen Edgard-Roß-Straße, Eppendorf, seit 1909
 
Lebensbeschreibungen Edgar Daniel Ross.pdf
Podcasts Ross Edgar Daniel.mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1862 -
Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1874
Anfang

 
Rudolf Roß  
Abbildung
Geboren 22. März 1872
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Februar 1951
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Rudolf Roß wurde am 22.3.1872 in Hamburg geboren. Er kam seinem großen Wunsch Lehrer zu werden nach und bekam 1892 eine Lehrstelle an der Knabenschule in der Poolstraße. Zwei Jahre später veröffentlichte er seinen ersten Artikel zur Bildungsreform, ein Thema was ihm zeitlebens am Herzen lag. Über den Kontakt des Lehrers Heinrich Möller begann Roß sich in diversen Ausschüssen der Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens zu engagieren und bald trat er in dessen Vorstand ein. Als Schriftleiter der „Pädagogischen Reform“ veröffentlichte er viele Artikel zur Lehrerbildung, Fortbildungsfragen, rechtlichen Fragen der Lehrerschaft u. a. Als er die Tätigkeit als Schriftleiter 1911 aufgab, wechselte er in den Vorsitz des neu gegründeten Universitätsausschusses. 1919 zog er für die SPD in die Hamburgische Bürgerschaft ein, wo er sogleich zum Schriftführer gewählt wurde. Ein Jahr später wurde er Präsident. Zwischen 1921 und 1928 war Roß Leiter der von ihm mitbegründeten und mitkonzipierten Hamburger Volkshochschule. Er griff hierbei auf Ideen von der Arbeiterbildungsarbeit zurück; seiner Meinung nach war Bildung sowohl ein Beitrag zur Emanzipation des Individuums, als auch eine Voraussetzung für die Demokratisierung von Gesellschaft und Staat. 1928 wurde er in den Senat gewählt. Zwischen 1929 und 1933 wechselte er sich in den Ämtern des Ersten und Zweiten Bürgermeisters mit Carl Petersen ab. Danach zog er sich aus dem aktiven politischen Leben zurück. Rudolf Roß starb am 16.2.1951 in Hamburg.  
Lokale Referenzen Rudolf-Roß-Gesamtschule; Rudolf-Roß-Allee
 
Literaturhinweise Rudolf Roß_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
Bürgermeister/in: 1. Januar 1930 - 31. Dezember 1931
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Paul Edwin Roth  
Abbildung
Geboren 1918
Geburtsort  
Gestorben 1985
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Peter Röver  
Abbildung
Geboren 19. August 1636
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. März 1710
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A.E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 14.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 12. November 1679 - 1699
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Ernst Hermann Heinrich Rowohlt  
Abbildung
Geboren 23. Juni 1887
Geburtsort Bremen 
Gestorben 01. Dezember 1960
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ernst Rowohlt war Verleger. Er gründete den Rowohlt Verlag und leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod. Ursprünglich 1910 in Leipzig mit Kurt Wolff ins Leben gerufen, gründete Rowohlt nach einem Zerwürfnis mit seinem Leipziger Gesellschafter den Verlag 1919 in Berlin neu. Dort verlegte er namhafte Autoren der Weimarer Republik, darunter Hans Fallada, Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz. Außerdem gab er mit Willy Haas die einflussreiche Zeitschrift „Literarische Welt“ heraus. Als einer der ersten deutschen Verleger publizierte er systematisch auch Texte amerikanischer Autoren. Nachdem die NSDAP Rowohlt 1938 Berufsverbot erteilte, wurde der Verlag bald ganz geschlossen, auch wenn Rowohlts Sohn, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, die Geschäftsführung vorübergehend übernommen und versucht hatte, den Betrieb am Leben zu halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Ernst Rowohlt und sein Sohn den Verlag neu auf und verlegten den Unternehmenssitz nach Hamburg. Von dort aus konnte sich der Verlag schließlich langfristig als einer der bedeutendsten Buchverlage in Deutschland entwickeln. 1946 wagte der Rowohlt Verlag einen großen Schritt: Er brachte Titel der Weltliteratur als großformatige Zeitungsromane heraus. Hiervon ausgehend entwickelte sich die für den deutschen Nachkriegsbuchmarkt besonders prägende rororo-Taschenbuchreihe, die Literatur zu einem günstigen Preis für jedermann erhältlich machte. Rowohlt machte sich besonders verdient in der Verbreitung amerikanischer und französischer Schriftsteller und Philosophen auf dem deutschen Buchmarkt, darunter Jean-Paul Sartre, Ernest Hemingway, Henry Miller und Simone de Beauvoir. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ernst Rowohlt“. 
Lebensbeschreibungen Ernst Rowohlt.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Dr. Alfred Rücker  
Abbildung
Geboren 25. Juni 1825
Geburtsort Wendemuth bei Wandsbek 
Gestorben 25. April 1869
Todesort während einer Bahnfahrt zwischen Uelzen und Lüneburg 
Kurzbiographie Alfred Rücker war Jurist, Diplomat und Senator.
Er wurde am 25.6.1825 in Wendemuth bei Wandsbek geboren und stammte aus einer einflussreichen Hamburger Kaufmannsfamilie. Sein Großvater mütterlicherseits war der Senator Martin Johann Jenisch. Rücker besuchte das Katharineum in Lübeck, studierte anschließend Rechtswissenschaften und wurde 1848 in Heidelberg promoviert. 1849 erhielt er das Hamburgische Bürgerrecht und etablierte sich als Anwalt. 1852 legte Rücker seine Arbeit jedoch nieder und wechselte in den Diplomatischen Dienst. Er war nun als Geschäftsträger des Hamburger Rathes in Berlin tätig. Als James Colquhoun, diplomatischer Geschäftsträger der Hansestädte in London, im Jahre 1855 verstarb, wurde Rücker zu dessen Nachfolger berufen. Außerdem wurde er ebenso von Bremen und Lübeck berufen und amtierte als hanseatischer Generalkonsul und Gesandter. Es war maßgeblich Rückers Verhandlungsgeschick zu verdanken, dass der für Hamburg unvorteilhafte Stader Elbzoll 1861 abgelöst werden konnte. Ende des Jahres 1860 wurde er in den neugebildeten Hamburger Senat gewählt und kehrte alsbald in seine Heimatstadt zurück, wo er bis zu seinem Tode wirkte. Rücker war schwer erkrankt und starb am 25.4.1869 während einer Bahnfahrt zwischen Uelzen und Lüneburg.
 
Literaturhinweise Alfred Rücker_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Senator/in: -
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Hinrich Rücker  
Abbildung
Geboren 21. Juni 1721
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. Oktober 1809
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hinrich Rücker, geboren am 21.06.1721 in Hamburg, gestorben am 21.10.1809 ebd. Sohn des Kaufmanns Siegmund Rücker und der Anna Brameyer. Kaufmann in Hamburg, seit 1767 Senator. Vermählt am 22.02.1746 mit Anna Luisa Frederking. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1767 -
Kaufmann/-frau: -
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Peter Rühmkorf  
Abbildung
Geboren 25. Oktober 1929
Geburtsort Dortmund 
Gestorben 08. Juni 2008
Todesort Roseburg 
Kurzbiographie

Peter Rühmkorf gilt als Hamburger Dichter mit einem ausgeprägten Lokalbezug, zumal er der Stadt bis zu seinem Lebensende treu geblieben ist. Er hat sich als in Gesellschaft und Zeit engagierter Intellektueller und mit seiner riskanten Artistik auf dem „Hochseil“ der Lyrik in die deutsche Literaturgeschichte eingeschrieben. Dabei verstand sich Rühmkorf als „Berufshamburger“. Den Blick aus seiner Wohnung in Övelgönne auf Elbe und Wanderweg beschrieb er in „Tabu I“. Elbe, Hafen und Huren gehören zu den Motiven seiner Lyrik. Ferner knüpfte Rühmkorf in seiner Lyrik an Hamburger Autoren wie Barthold Hinrich Brockes, Matthias Claudius und Friedrich Gottlieb Klopstock an. Er gab 1962 Wolfgang Borcherts Kurzgeschichten aus dem Nachlass heraus und schrieb 1961 über diesen jungen Nachkriegsschriftsteller die erste Monographie.

 
Lebensbeschreibungen Ruehmkorf.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Dichter/in: -
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Rutger Ruland  
Abbildung
Geboren 25. August 1621
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Mai 1675
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Von 1670 bis 1675 stand den Bürgermeistern und Senatoren der Senatssyndicus Rutger Ruland zur Seite, der an vielen Gesandtschaften teilnahm. 1921 geboren, hatte die Rechtsgelehrtenausbildung durchlaufen und auf Reisen kennen gelernt. Als Syndicus war er für alle Regierungsabläufe zuständig: die Verbindungen zu allen auswärtigen Gesandten in Hamburg, der Schriftwechsel mit deren Regierungen, deren Aufwartung bei Besuchen in der Stadt oder ihrer Nähe lagen in seiner Verantwortung. Außerdem unterstand ihm das ganze innerstädtische Rechtswesen: Gesetze und Verordnungen mussten von ihm ausgearbeitet und den Bürgern und dem Senat erläutert werden. Der umfangreichen Machtstellung entsprach, dass nur ihm genau wie den Bürgermeistern die Anrede „Magnificenz“ zustand.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter 2009 15.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Senatssyndicus: 1670 - 1675
Anfang

 
Rutger Rulant  
Abbildung
Geboren 22. Januar 1665
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. November 1742
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Als Sohn des gleichnamigen Syndicus wird er am 22. Januar 1665 geboren. Er erwarb sich ab 1692 nach der Rückkehr von juristischen Studien und Reisen in der Vaterstadt eingehende Kenntnisse von deren Rechten, Sitten, Gebräuchen und wurde sehr bald von seinem Schwager, dem Bürgermeister Gerhard Schroeder (1703-1723) zur Hilfe und Ergänzung von dessen historischen und juristischen Arbeiten herangezogen. So kam er 1719 in den Senat. In diesem Amt entdeckte er als Prätor Verfehlungen im hamburgischen Münzwesen und sorgte für gründliche Abhilfe. 1728 fiel das Los der Bürgermeisterwahl auf ihn, ein Amt, das er bis zu seinem Tode am 22 November 1742 ausübte. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 11. Februar 1728 - 22. November 1742
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Vincent Rumpff  
Abbildung
Geboren 24. März 1701
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. März 1781
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 17. Januar 1765 - 20. März 1781
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Philipp Otto Runge  
Abbildung
Geboren 23. Juli 1777
Geburtsort Wolgast 
Gestorben 02. Dezember 1810
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Philipp Otto Runge präsentiert wie kaum eine anderer Künstler die vielschichtigen Umbrüche und Probleme der Zeit um 1800. Einige Kennzeichen lassen ihn als Wegbereiter der Moderne erscheinen. Früh begann er, am Klassizismus mit seinen oft durch mythologische Quellen vorgegebenen Sujets, Kritik zu üben, ebenso an dem akademischen Vorgehen, sich vor allem mit einzelnen Studien zu befassen, anstatt das Ganze künstlerisch begreifen zu wollen. Ihn prägte dabei die Idee, nicht Vorhandenes zu variieren, sondern als Künstlerpersönlichkeit Eigenes aus sich selbst heraus nicht nur verstandes– sondern auch gefühlsmäßig zu begreifen und zu erschaffen. Grundlage für sein Ziel einer neuen, reformierten Kunstauffassung sah er auch in einer Verbindung von Wissenschaft und Kunst, die sich etwa in seiner Farbentheorie spiegelt. Das Subjektive bedürfe einer grundlegenden Gesetzgebung, um sich entwickeln und emanzipieren zu können. 

Wichtig für sein Werk ist auch, dass er keine Auftragsbilder im herkömmlichen Sinne schuf. Dadurch, dass sein finanzielles Auskommen durch seinen Bruder Daniel gesichert war, schuf er seine Bildnisse aus freien Stücken, und konnte die Motive selbst wählen. Neben Selbstbildnissen und Bildnissen von Freunden und seiner Familie entstand dabei  eines seiner Hauptwerke, die „Zeiten“, welche einen völlig neuen Bildtypus darstellten. Vor der Vollendung verstarb Runge jedoch mit nur 33 Jahren. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument "Philipp Otto Runge". 

 
Lokale Referenzen
Es ist anzunehmen, dass Philipp Otto Runge dem Bund der Freimaurer angehörte - eine verbindliche Logenzugehörigkeit ist nicht nachzuweisen. Symbolhafte Darstellungen in vielen seiner Bilder deuten darauf hin, dass er über tiefes Freimaurer-Wissen verfügte. Er hatte engen Kontakt zu Personen, die der Bruderschaft der Freimaurer verbindlich angehörten, wie: Matthias Claudius, Friedrich Gottlieb Klopstock, Jens Juel, Johann Wolfgang von Goethe und vielen mehr.
 
Spuren in Hamburg:
- in Barmbek-Nord ist seit 1929 die Rungestraße
- in Barmbek-Nord ist seit 1930 der Rungestieg
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- Trostbrücke 2 ist seit 2012 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Lebensbeschreibungen Philipp Otto Runge.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Dr. Herbert Ruscheweyh  
Abbildung
Geboren 13. November 1892
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. März 1965
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Herbert Ruscheweyh wurde am 13.11.1892 in Hamburg geboren. Er studierte Rechtswissenschaft in der Schweiz und promovierte 1918 in Kiel. Zunächst war er als Jurist in Hamburg tätig und Mitglied im Vorstand der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer. 1917 trat er der SPD bei und wurde in den großen Arbeiterrat gewählt. Seit 1928 war er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, ab 1931 dessen Präsident. Im März 1933 war es seine Aufgabe, den unter Führung der Nationalsozialisten neu gebildeten Senat zu vereidigen. Er setzte sich außerdem für die Aufklärung der Verhaftungen von Ernst Thälmann und Etkar André ein, sowie weiterer Verhaftungen von KPD-Mitgliedern und Hausdurchsuchungen bei SPD-Mitgliedern. Mit dem „Vorläufigen Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“ wurde er Ende März 1933 aus seinem Amt enthoben. Danach arbeitete er weiter als Anwalt und machte sich vor allem in politischen Prozessen einen Namen. Unter anderem verteidigte er Julius Leber 1933 vor dem Lübecker Schwurgericht. Nach dem Hitler-Attentat 1944, von dem Ruscheweyh durch Dahrendorf unterrichtet worden war, wurde er einen Monat im KZ Fuhlsbüttel interniert. Nach dem Krieg war er am demokratischen Aufbau beteiligt und setzte sich vor allem für ein demokratisches Rechtswesen ein. 1961 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen. Er verstarb am 11.3.1963 in Hamburg. 
Lokale Referenzen Ruscheweyhstraße 
Literaturhinweise Herbert Ruscheweyh_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
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Hans Martin Ruwoldt  
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Geboren 15. Februar 1891
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Oktober 1969
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Wahrgenommen wurde Ruwoldt seiner zahlreichen im öffentlichen Raum aufgestellten Skulpturen wegen vor allem als Tierbildhauer. Er schuf jedoch auch zahlreiche Grafiken, Zeichnungen und Aquarelle, und vor allem in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg konzentrierte er sich auf das Motiv des weiblichen Aktes, besonders des Doppelaktes. Später fand er dann zum Tiermotiv: im Hagenbeck-Tierpark studierte er exotische Tiere, wie Panther und Affen, die beide zu seinen besonders geschätzten Motiven gehörten. 

Geboren in Hamburg, wuchs Hans Martin Ruwoldt bei seiner Tante in Wismar auf, deren Mann als Baumeister tätig war. 1906 bis 1909 absolvierte er eine Bildhauerlehre in Rostock, 1911 bis 1914 studierte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg. In der Bildhauerklasse von Richard Luksch traf er 1913 den russischen Bildhauer Moissy Kogan, durch den er mit der Technik des Negativschnitt erlernte: das Motiv wird direkt vom Modell negativ in eine Gipsplatte geschnitten, bevor es positiv in Ton geformt wird. 1928 tritt Hans Martin Ruwoldt der Hamburgischen Sezession bei. Schon vorher hatte er mit der Gruppe ausgestellt, und Freundschaften zu deren Mitgliedern gepflegt. So reiste er 1932 mit den Sezessionskollegen Karl Kluth und Willem Grimm nach Italien. Weiter ist besonders Rolf Nesch zu erwähnen, der in Ruwoldts Nachbarschaft sein Atelier hatte, und mit dem er gemeinsam mit druckgraphischen Techniken experimentiert. Als Nesch aber 1933 emigriert, hörte auch Ruwoldts Arbeit auf dem Gebiet der Grafik auf. Von 1926 bis 1933 war es vor allem der hamburgische Oberbaudirektor Fritz Schumacher, der Ruwoldt mit Aufträgen förderte: die meisten dieser Werke wurden in den 1950er bis 60er Jahren aufgestellt. Zur Zeit des Nationalsozialismus zog sich Ruwoldt zunächst zurück, einige seiner Werke wurden beschlagnahmt, doch erhält er in Folge auch einige Aufträge: sein „Urmotiv“, der Panther, ließ sich natürlich auf eine auf Kampfgeist und Aggression ausgelegte, repräsentative Kunstauffassung anpassen. Weiter spielte sicher seine schwierige finanzielle Situation eine Rolle, wenn Ruwoldt Aufträge der neuen Machthaber annahm. So schuf er (unfreiwillig) einen aufsteigenden Adler als Austausch für Ernst Barlachs Gefallenendenkmal, welches den Machthabern missfiel. Seinem Drang nach einer stärkeren Abstraktion seines Werkes konnte er erst nach der Zeit der NS-Diktatur nachgehen. Ab 1955 lehrte er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Im Jahr seines Todes spendete er einen großen Teil seines Oeuvres an das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe.

 
Lokale Referenzen
Werke im öffentlichen Raum (Auswahl)
 
Hamburg, Grindelhochhäuser, Schreitende
Hamburg, Stadtpark, Eisbär
Hamburg, Planten un Blomen, Gepard
Hamburg, Planten un Blomen, Panther
Hamburg, Binnenalster, Windsbraut 
 
Ruwoldtweg, Steilshoop, seit 1972

 

 

 
Literaturhinweise Hans Martin Ruwoldt_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
Anfang

 
Bartelt vam Ryne  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1505 - 1524
Anfang

 
Dr. Manfred Sack  
Abbildung
Geboren 24. April 1928
Geburtsort Coswig (Anhalt) 
Gestorben 04. Oktober 2014
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Hamburger Journalist und Architekturkritiker Dr. Manfred Sack ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Als Redakteur und Autor der ZEIT, der er seit 1959 angehörte, hat er die öffentliche Debatte über Architektur und Städtebau, aber auch über Musik, Design und Fotografie in Deutschland ganz wesentlich geprägt. Er hat Monografien über bedeutende Architekten wie Richard Neutra, Gottfried Böhm, César Manrique oder Günter Behnisch sowie zahlreiche Fachbücher verfasst. Von den vielen Ehrungen seien stellvertretend die Ehrenmitglied schaft in der Freien Akademie der Künste sowie der Ehrendoktor der Technischen Universität Darmstadt genannt. Manfred Sack war zudem langjähriger Autor und Mitglied des Beirats des von der Hamburgischen Architektenkammer herausgegebenen Jahrbuchs Architektur in Hamburg. In: DAB, (Deutsches Architektenblatt) 11/2014, Hamburg Regionalteil, S.3

Der Nachlaß von Dr. Manfred Sack befindet sich im Baukunstarchiv der Akademie der Künste in Berlin und teilweise im Hamburgischen Architekturarchiv

 
Sonstige Das_deutsche_Wohnzimmer.JPG
Nachrufe (Nekrologe) Ursula_Baus_Manfred_Sack_.pdf
Lebensbeschreibungen vita.txt
Vita_original_.jpg
Literaturhinweise HAA_Datenbank.txt
Kategorien Architektur
Funktionen Journalist/in: -
Anfang

 
Hinrick Salsborg  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1523 - 1531
Anfang

 
August Sanders  
Abbildung
Geboren 31. Dezember 1809
Geburtsort Fürstenberg (Mecklenburg-Strelitz) 
Gestorben 16. Januar 1881
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie August Sanders kam 1823 nach Hamburg und absolvierte eine Kaufmannslehre. Bereits 1831 gründete er seine eigene Firma. Nach dem Eintritt seines Bruders Julius im nächsten Jahr erhielt die Firma den Namen August Sanders & Co. Im Januar 1844 folgte die Gründung einer Handelssozietät in Glasgow unter dem Namen Sanders Brothers. Am 31. Dezember 1853 wählte die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns August Sanders in die Commerzdeputation. Er war das erste jüdische Mitglied in der Vertretung der Kauf-mannschaft. Der Commerzdeputation gehörte er bis zum 31. Dezember 1859 an. Turnusmäßig führte er im letzten Jahre seiner Zugehörigkeit das Präsidiat.  
Lebensbeschreibungen August Sanders.pdf
Podcasts Sanders August.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1859 -
Bürgerschaftsmitglied: -
Anfang

 
Horst Sandtmann  
Abbildung
Geboren 20. April 1923
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. Juli 1994
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1942 Maurergeselle mit Auszeichnung 1942-1948 Fachhochschule Hamburg mit Auszeichnung abgeschlossen, Gastvorlesungen Landeskunstschule Lerchenfeld 1942- 1945 Unterbrechung des Studiums durch Einberufung - Leutnant der Reserve 1948-1955 Führender Mitarbeiter bei Werner Kallmorgen, ab 1950 als selbstständiger Architekt und freier Mitarbeiter 1957-1963 Partnerschaft Horst Sandtmann und Friedhelm Grundmann 1963 Eigenes Büro in Hamburg 1989 Operation, danach nur noch “auf Sparflamme” tätig __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/sandtmann.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
Anfang

 
Emma Johanna Sauber  
Abbildung
Geboren 10. Oktober 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. April 1928
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Emma Sauber (geb. Bösch) war mit Hermann Sauber verheiratet, dem Inhaber der Firmen Sauber Gebr. (Kohlenimport und Reederei) und Heinrich Brandenburg (Schiffswerft). Seit 1882 wohnte das Ehepaar in Wandsbek. Nach dem Tod ihres Mannes 1894 wurde Emma Sauber alleinige Inhaberin der Firma Sauber Gebr., da der einzige Sohn Herman erst 12 Jahre alt war. Die aktive Leitung der Firma lag in den Händen von Ernst J. F. Commentz, Emma Sauber unterrichtete sich jedoch über alle Vorgänge persönlich und traf bei allen wichtigen Entschlüssen die letzte Entscheidung. Unter ihrer Hand entwickelte sich die Firma in den folgenden Jahren äußerst erfolgreich und expandierte. Die Werft wurde 1897 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, in der Emma Sauber als Kommanditistin verblieb. 1922 zog sie sich aus dem Geschäftsleben zurück. 
Literaturhinweise EmmaSauber.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Albert Schäfer  
Abbildung
Geboren 13. Januar 1881
Geburtsort Köln 
Gestorben 22. Januar 1971
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Auch wenn Albert Schäfer bei seiner Wahl zum Präses der Handelskammer Hamburg selbstironisch kommentierte, er sei für das Amt eigentlich ungeeignet, weil Kölner, spielte er eine bedeutende Rolle in der Hamburger Wirtschaft. Nicht nur als Direktor der Phoenix-Gummiwerke AG die er ab dem 1. April 1933 leitete oder ab 9. Dezember 1946 als Präses der Handelskammer Hamburg. Schäfer war auch einer von  drei Parlamentären, die Ende April 1945 die Frontlinie südlich von Harburg überquerten, um mit den britischen Befehlshabern über ein humanitäres Problem, die Verschonung des Volkssturm-Lazaretts in den Phönix-Werken durch die britische Artillerie, zu verhandeln. Daraus entwickelten sich Verhandlungen, die zur kampflosen Übergabe Hamburgs am 3. Mai 1945 führten.
 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Harburg ist seit 2003 der nach ihm benannte Albert-Schäfer-Weg
 
Lebensbeschreibungen Albert Schäfer.pdf
Podcasts Schäfer Albert.mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1946 - 1956
Bürgerschaftsmitglied: 1946 - 1947
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Johann Diedrich Schafshausen  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 10. November 1697
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen, der noch nicht aus dem Lateinischen übersetzt ist..  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 22. Juli 1690 - 10. November 1697
Anfang

 
Friedrich Schaper  
Abbildung
Geboren 13. November 1869
Geburtsort Braunschweig 
Gestorben 21. Februar 1956
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich Schaper, geb. 13.11.1869 in Braunschweig, gest. 21.02.1956 in Hamburg. Nach Dekorationsmalerlehre in Hamburg 1889-1890 Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, 1890-1894 an der Kunstgewerbeschule und an der Akademie in Berlin. 1894 Rückkehr nach Hamburg, 1897 Gründungsmitglied des Hamburger Künstlerclubs. Seit 1902 Lehrtätigkeit an verschiedenen Hamburger Ausbildungsstätten, zuletzt an der Landeskunstschule. Ab 1923 freischaffend tätig. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Emil Schaudt  
Abbildung
Geboren 14. August 1871
Geburtsort Stuttgard 
Gestorben 16. April 195?
Todesort Berlin (West) 
Kurzbiographie 1871 geboren in Stuttgart; Architekturstudium an den Technischen Hochschulen in Stuttgart und Wien; Mitarbeiter von Skjold Neckelmann in Stuttgart, Ernst von Ihne in Berlin und Paul Wallot in Dresden; 1901 eigenes Architekturbüro in Berlin; Zahlreiche Projekte in Hamburg, darunter das Bismarck-Denkmal; 195? Tod in Berlin 
Lebensbeschreibungen EmilSchaudtWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Heinrich Scheidemann  
Abbildung
Geboren um 1596
Geburtsort Wörden/Holstein 
Gestorben 1663
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Heinrich Scheidemann war Sohn und Nachfolger des Katharinenorganisten David Scheidemann, der aus Dithmarschen stammte. Scheidemann wurde von 1611 bis 1614 bei dem berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam an der Orgel ausgebildet, auf Kosten der Gemeinde St. Katharinen. Circa 1628 übernahm er das Amt. Als erster Kirchenmusiker an St. Katharinen hinterließ er auch ein umfangreiches kompositorisches Werk, insbesondere für die Orgel. Sein Ruhm drang bis in die Niederlande vor, wo verschiedene Huldigungsgedichte verfasst wurden. Scheidemann starb 1663 an der Pest. 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Musiker/in: -
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Matthias Scheits  
Abbildung
Geboren 1630
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1700
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Matthias Scheits ist einer der wichtigsten Künstler Hamburgs des 17. Jahrhunderts. Unter seinen Gemälden finden sich biblische Szenen, Schilderungen der Gesellschaft aber auch des Volkslebens. Viele seiner Zeichnungen wurden als Vorlagen für Kupferstiche benutzt. Einfluss auf sein Werk hatten neben Rembrandt besonders Adriaen van Ostade und David Teniers mit ihren genrehaften Schilderungen des bäuerlichen Lebens. 

Im Jahr 1640 oder 50 reiste Scheits nach Holland, um unter anderem beim Maler Philips Wouvermann zu lernen. Es kann vermutet werden, dass er schon vorher in Hamburg ausgebildet wurde. Die holländische und flämische Kunst seiner Zeit sollte sein gesamtes Werk entscheidend prägen, was nicht nur an seinem künstlerischen Schaffen sichtbar wurde, sondern auch an von ihm verfassten Kommentaren in einem Exemplar des „Schilderboek“ von Karel van Manders. 1655 bis 1690 lebte und arbeitete Scheits in Hamburg, ab 1651 erhielt er das Bürgerrecht. 1669 bereiste er erneut die Niederlanden. 1672 erschien im Sternschen Verlag in Lüneburg die sogenannte „Scheitsche Bibel“, deren Illustrationen von deutschen und holländischen Künstlern nach Vorlagen von Matthias Scheits geschaffen wurden, und welche bis weit in 18. Jahrhundert hinein eine im norddeutschen Raum sehr beliebte Bibelausgabe blieb.

 Ein Teil seiner Zeichnungen wurden von seinem Sohn Andreas gestochen, der wahrscheinlich von seinem Vater ausgebildet wurde und später auch als Hofmaler in Hannover bekannt wurde. 

 
Lokale Referenzen Hamburg, Barmbek, Matthias-Scheits-Weg 
Literaturhinweise Matthias Scheits_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Martin Hieronymus Schele  
Abbildung
Geboren 11. Dezember 1699
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. November 1774
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 19. Januar 1751 - 20. November 1774
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Martin Lucas Schele  
Abbildung
Geboren 18. März 1683
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. Januar 1751
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 6. Januar 1733 - 11. Januar 1751
Anfang

 
Dr. phil. Hermann David Bär Schiff  
Abbildung
Geboren 23. April 1801
Geburtsort Altona 
Gestorben 01. April 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Von dem heute vergessenen Literaten Hermann Schiff (1801-1867) sollte im Gedächtnis bleiben, dass er das jüdische Leben des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts sozial engagiert in seinen Novellen und Romanen als bevorzugtes Thema gestaltet hat und damit neben seinen Stiefvetter Heinrich Heine (1797-1856) gestellt werden muss. Außerdem hat er mit seinen „Lebensbildern“ 1830 Honoré de Balzac (1799-1850) in Deutschland bekannt gemacht und damit den sozialrealistischen Blick der deutschen Schriftsteller und Poeten auf die eigene Welt beeinflusst. David Bär Schiff wurde im damals noch dänischen Altona am 23.April 1801 als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Nach dem Abitur 1822 am Johanneum studierte er in Berlin und schloss sein Studium 1825 in Jena als Doktor der Philosophie mit einer Dissertation „De natura pulchri et sublimis“ ab. Als jüdischer Bürger war es ihm verwehrt die Beamtenlaufbahn einzuschlagen, und so war er gezwungen, sich als freier Schriftsteller in verschiedenen Berufen als Journalist, Übersetzer, Dichter, Dramaturg und Notenabschreiber, aber auch als Tänzer, Fechtmeister, Schauspieler und Musiker seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1825/26 brachte er seine ersten Prosawerke auf den Markt, die seine romantische Neigung und Begabung verdeutlichten: Die Fortsetzung des E.Th. Hoffmannschen „Kater Murr“ und die auch von seinem Stiefvetter Heinrich Heine hochgelobte Novelle „Pump auf Pumprich“. Es folgten die Novellen „Höllenbreughel“ und „Die Genialen“; die letztere ist eine bitterböse Satire auf die zeitgenössische Literatur, in der er auch sich selbst als „Schiffchen“ auftreten lässt. Doch die Erstlingsbücher waren ohne Erfolg, sodass er nach einem Hin und Her 1836 wieder in Hamburg seinen Wohnsitz nahm. Denn hier hatte er nun durch die Vermittlungen seines Stiefvetters Heine ein Angebot des Campe Verlags wie auch für die Zeitschriften „Die Freimütigen“ und „Der Gesellschafter“. Für beide Zeitschriften schrieb Schiff viele Artikel, Kritiken und Prosa. Und für den Campe-Verlag schrieb er u.a. „Die Luftschlösser“, „Die Waise von Tamaris - Tanznovellen“ und den 1919 vom Hoffmann & Campe Verlag wiederholt herausgegebenen Roman „Schief-Levinche mit seiner Kalle oder Polnische Wirtschaft.“ Doch wirklich bekannt wurde Schiff durch die Herausgabe der „Lebensbilder von Honoré de Balzac, dem Verfasser des letzten Chouan oder die Bretagne im Jahre 1800. Aus dem Französischen übersetzt vom Dr. Schiff.“ Die Rezeption dieses von Schiff nicht nur völlig frei übersetzten Werkes Balzacs, sondern auch neu geordneten und gestalteten, war so erfolgreich, dass über diese von Balzac so nicht geschriebenen „Lebensbilder“ der in Frankreich schon lange berühmte Autor nun auch in Deutschland Einzug hielt. Denn jetzt begann sich eine Flut von Übersetzungen über Deutschland zu ergießen. Von diesen konnte auch Schiff profitieren: Er übersetzte 1832 weitere drei Novellen von Balzac. Und, wohl zusammen mit dem mittlerweile zum Freund gewordenen Willibald Alexis (1798 - 1871), enttarnte sich Schiff als Neugestalter Balzacs. Dieses wurde ihm öffentlich auch übel genommen, aber fortan war er eine bekannte und anerkannte Figur des Literaturbetriebs. Balzac wird davon gewusst haben, doch von einer Beschwerde ist nichts bekannt. Trotz dieser Erfolge, trotz zahlreicher eigener Veröffentlichungen und guter Kritiken, auch von seinem Siefvetter Heinrich Heine, reich wurde der begabte, leidenschaftliche Literat nie, stets blieb er in „schwierigen Verhältnissen.“ Am 1.April 1867 starb Hermann Schiff in einem Armenhaus in Hamburg.  
Sonstige Heinrich Heine über Schief-Levinche.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise.pdf
Kategorien Literatur
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Prof. Dr. Karl August Fritz Schiller  
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Geboren 24. April 1911
Geburtsort Breslau 
Gestorben 26. Dezember 1994
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Karl Schiller wuchs in einfachen Verhältnissen bei seiner Mutter auf. Maria Schiller war geschieden und arbeitete in Kiel als Sekretärin und Haushaltshilfe. Sie ermöglichte ihrem Sohn den Abiturabschluss. Seit 1931 studierte dieser Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft in Kiel, Frankfurt am Main, Berlin und Heidelberg und wurde 1935 zum Dr. rer. pol. promoviert. Sein Studium wurde mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. In den Jahren 1935 bis 1941 arbeitete Schiller als Leiter einer Forschungsgruppe am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, wo er sich 1939 habilitierte. Von 1941 bis 1945 diente er als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg nahm er 1947 einen Ruf der Universität Hamburg an und lehrte dort als Professor für Wirtschaftstheorie, von 1956 bis 1958 war er Rektor der Universität. Schiller, der 1937 in die NSDAP eingetreten war, gehörte von 1946 bis 1972 und erneut seit 1980 der SPD an. Von 1948 bis 1994 wirkte er im Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums. In den Jahren 1946 bis 1957 war er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft sowie von 1965 bis 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages, wo er bis 1966 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion ausübte. Als Hamburger Wirtschafts- und Verkehrssenator erlangte Schiller zwischen 1948 und 1953 Popularität. Von 1961 bis 1965 amtierte er in Berlin als Wirtschaftssenator unter dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt. Dem Kabinett der großen Koalition unter Bundeskanzler Georg Kiesinger gehörte er seit Dezember 1966 als Wirtschaftsminister an. Nach dem Rücktritt des Bundesfinanzministers Alexander Möller im Mai 1971 avancierte Schiller zum Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, trat jedoch bereits im Juli 1972 von diesem Amt zurück. 1983 wurde er zum Ehrensenator der Universität Hamburg ernannt. Der Hamburger Senat ehrte Schiller 1986 mit der Bürgermeister-Stolten-Medaille. 1991 wurde ihm der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Gemeinsam mit Ludwig Erhard gilt Schiller als einer der bedeutendsten Wirtschaftspolitiker der Nachkriegszeit.  
Literaturhinweise Karl Schiller_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wissenschaft
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: -
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Albert Schilling  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1464 - 1480
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Maximilian Heinrich von Schinckel  
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Geboren 26. Oktober 1849
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. November 1938
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Nach der Lehrzeit bei Burmester & Stadenhagen ging Max Schinckel nach St. Petersburg und wurde Prokurist in dem Agenturgeschäft von Moritz Ponfick. 1872, gerade einmal 23-jährig, trat er seine Tätigkeit als dritter Direktor der Norddeutschen Bank in Hamburg an, deren erster Direktor er 1892 wurde. Nach der Fusion der Norddeutschen Bank mit der Disconto-Gesellschaft 1895 avancierte Schinckel zum Kreis der Geschäftsinhaber in beiden Geldinstituten, die vorerst formal selbstständig blieben. 1919 schied er aus dem operativen Geschäft aus, übernahm aber in beiden Bankhäusern den Posten des Aufsichtsrats­vorsitzenden. Daneben war er bei zahlreichen Bergbau-, Finanz-, Industrie-, Rüstungs-, Schiffbau- und Schifffahrtsunternehmen im Aufsichtsrat vertreten. Von 1880 bis 1886 gehörte Schinckel der Hamburgischen Bürgerschaft an, und zwar der Fraktion der Rechten. In der Handelskammer wirkte er von 1896 bis 1918, von 1907 bis 1910 als ihr Präses. 1917 erhielt der Patrizier mit aristokratischen Neigungen von Wilhelm II. den Adelstitel verliehen. Seit 1919 bezog Schinckel als Monarchist und Anti-Demokrat gegen die Republik Position. Er trat dem „Stahlhelm“ bei, ebenso dem Hamburger Nationalklub von 1919, dessen Ehrenpräsident er wurde. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bewertete er zunächst positiv, trat jedoch nicht als aktiver Förderer des NS-Regimes in Erscheinung. Die antijüdische Politik nach 1933 lehnte er ab.

 
Lebensbeschreibungen Maximilian von Schinckel.pdf
Podcasts Schinckel Maximilian Heinrich von.mp3
Literaturhinweise MaxSchinckel.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Bankier: -
Handelskammerpräses: 1907 - 1910
Bürgerschaftsmitglied: 1880 - 1886
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Otto Schirop  
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Geboren 20. Januar 1904
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. November 1958
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Otto Schirop, geb. 20.01.1904 in Hamburg, gest. 09.11.1958 ebd. Nach künstlerischer Ausbildung in Hamburg hier als Maler und Grafiker tätig. Zahlreiche Reisen vor allem in den Balkan und nach Skandinavien. Sein Schaffen geprägt durch die Auseinandersetzung mit dem Kriegserlebnis und den Nachkriegskrisen. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Grafiker/in: -
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Johann Schlebusch  
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Geboren 12. Oktober 1607
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Juli 1659
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 16.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1653 - 1659
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Johann Ludwig Schlosser junior  
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Geboren 18. Oktober 1738
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. Januar 1815
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie

Sohn des gleichnamigen Hauptpastors an St. Katharinen, besuchte Schlosser das Johanneum und das Akademische Gymnasium, um danach in Jena Theologie zu studieren. Nebenbei betätigte sich Schlosser als Verfasser von Schauspielen. 1762, nach Abschluss des Studiums, wurde Schlosser Kandidat des Geistlichen Ministeriums seiner Geburtsstadt. 1766 übernahm Schlosser die zweite und noch im selben Jahr die erste Pfarrstelle an St. Petri und Pauli in Bergedorf. In diesem Amt verblieb er bis zu seinem Tode. Überregionale Bekanntheit erlangte Schlosser, der von der Aufklärung beeinflusst war, durch den Hamburger "Theaterstreit". Der Senior Johann Melchior Goeze kritisierte die Aufführungen von Theaterstücken aus Schlossers Feder, die unter Misachtung der mit Schlosser vereinbarten Anonymität erfolgt und anschließend in die literarische Kritik geraten waren; überhaupt lehnte Goeze ab, dass Geistliche Theateraufführungen besuchen oder sich gar als Theaterdichter betätigen. Schlosser verteidigte sich, in die Kontroverse schalteten sich weitere Personen ein - fast wäre es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Schlosser und Goeze gekommen. Beide trennte eine verschiedene Auffassung vom Sinn und Zweck öffentlich aufgeführter Schauspiele: Goeze als wortgewaltiger Prediger hielt das Theater in der Praxis nicht für geeignet, die Moral der Zuschauenden zu bessern; Schlosser sah in der 'Schaubühne' eine Möglichkeit, die Menschen zu zeigen, wie sie in ihrer Abgründigkeit und Widersprüchlichkeit eben sind, um so im Publikum tieferes Nachdenken und letztlich sittliche Besserung zu erreichen. 1769 beendete der Hamburger Senat den Streit, der weite Kreise gezogen hatte, indem er allen Beteiligten Schweigen auferlegte. 1773, vier Jahre nach diesem erzwungenen Ende, ehelichte Schlosser die Kaufmannstochter Johanna Charlotte Hedwig geb. Funck. Dieser widmete Schlosser nach ihrem Tode 1780 einen gedruckten Nachruf. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen nur ein Sohn den Vater überlebte. Das Photo zeigt den Titel der Verteidigungsschrift von Johann Vincent Hinrich Nölting (1736-1806), Lehrer am Akademischen Gymnasium, zugunsten Schlossers im "Theaterstreit" (nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 127).

 
Literaturhinweise JohannLudwigSchlosserjunior.pdf
Kategorien Religion
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Johann Ludwig Schlosser senior  
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Geboren 11. Oktober 1702
Geburtsort Sankt Goar 
Gestorben 07. April 1754
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Ludwig Schlosser senior, Sohn des Superintendenten und Konsistorialrats Philipp Casimir Schlosser und der Anna Maria geb. Misler, bezog nach dem Schulbesuch in Marburg 1717 die Universität Gießen, um dort Theologie, Altgriechisch und orientalische Sprachen zu studieren. 1730 erwarb er in Gießen den Magistergrad und erhielt im selben Jahr einen Ruf als Hilfspastor nach Hannover. 1733 wurde Schlosser Diaconus an der Hamburger Katharinenkirche. Die Stadt hatte er bereits 4 Jahre zuvor auf einer Reise kennengelernt. 1741 rückte Schlosser zum Hauptpastor an St. Katharinen auf, welches Amt er bis zu seinem Tode innehatte. Seit 1733, dem Jahr seiner Berufung nach Hamburg, war Schlosser mit der einheimischen Kaufmannstochter Johanna Hedwig Winckler, verheiratet. Aus dieser Ehe gingen 7 Kinder hervor, von denen 3 das Erwachsenenalter erreichten, u.a. der Bergedorfer Pastor Johann Ludwig Schlosser junior. Theologisch eher konservativ eingestellt, hielt er sich - von gelegentlichen kritischen Äußerungen abgesehen - von Lehrstreitigkeiten fern und widmete sich schwerpunktmäßig Predigt und Seelsorge. Auf beiden pastoralen Feldern war Schlosser allgemein  beliebt und geachtet. Die Vorlage für das diesem Artikel angehängte Digitalbild stammt aus: Sammlung erlesener Canzel-Reden über wichtige Wahrheiten Heil. Schrift ... 5. Theil. Hamburg, Leipzig 1747 (nach dem Exemplar der Kirchengemeinde Münsterdorf in der Nordkirchenbibliothek, Signatur: Mün 258).
 
Literaturhinweise JohannLudwigSchlossersenior.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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David Schlüter  
Abbildung
Geboren 17. Mai 1758
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Juni 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie David Schlüter, geb. 17.5.1758 in Hamburg, gest. 16.6.1844 ebd., Sohn des Hamburger Bürgermeisters Johannes Schlüter und der Regina Dorothea Rendtorff. Nach Studium der Rechte und Promotion zum Dr. jur. als Jurist in Hamburg ansässig. Seit 1801 Ratsherr in Hamburg, 1835-1843 Bürgermeister. Vermählt 18.12.1787 mit Agatha Luis. 
Lokale Referenzen
David Schlüter wurde 1784 in der Loge "Zum rothen Adler" zum Freimaurer aufgenommen.
 
Spuren in Hamburg:
-  seit 1892 ist in Rotherbaum die nach ihm benannte Schlüterstraße
 
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 1801 -
Bürgermeister/in: 26. August 1835 - 24. November 1843
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Frans Heinrich Schlüter  
Abbildung
Geboren 14. Februar 1783
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. September 1857
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Frans Heinrich Schlüter, geb. 14.2.1783 in Hamburg, gest. 27.9.1857 ebd., Sohn des Hamburger Essigbrauers Bernhard Hieronymus Schlüter und der Johanna Elisabeth Möller. Kaufmann in Hamburg, seit 1854 Oberalter. 23.3.1819 Heirat mit Amalie Kähler.  
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1854 -
Kaufmann/-frau: -
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Johann Schlüter  
Abbildung
Geboren 16. Februar 1715
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. September 1778
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 29. November 1774 - 5. September 1778
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Johann Schlüter  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 13. Juni 1684 - 21. Oktober 1686
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Matthaeus Schlüter  
Abbildung
Geboren 15. August 1648
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. November 1719
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die Vorfahren dieses am 15. August 1648 geborenen Senators hatten das deutsche Geistesleben schon vielfach bereichert, als sein Vater Johannes 1684 Bürgermeister von Hamburg wurde. Dieser Sohn ließ sich 1674 nach Studium und Reisen als Rechtsanwalt in Hamburg nieder und bereicherte das Rechtsleben durch eine Reihe juristischer Schriften über Grundbesitz, Erbrecht, Kommentare zu gesetzlichen Bestimmungen, die weit über Hamburg hinaus Beachtung fanden. 1703 in den Senat berufen, nahm er mehrere Gesandtschaften zu den Königen von Dänemark und Preußen wahr. Im Ganzen galt seine besondere Aufmerksamkeit der Rechtspflege und den Gerichten bis er 1719 starb. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 17.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 1703 - 1719
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Severin Schlüter  
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Geboren 28. Oktober 1571
Geburtsort Halle 
Gestorben 16. Juli 1648
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Severin Schlüter, geboren 28.10.1571 in Halle, gestorben 16.7.1648 in Hamburg, Sohn des Berend (Bernhard) Schlüter, Kaufmann in Bielefeld und der Lucretia Ladewig. Nach Theologiestudium in Erfurt, Köln und Helmstedt, Promotion zum Magister in Helmstedt, 1603 Konrektor in Stade, 1604 Rektor ebd., im selben Jahr Heirat mit Maria Funck, Tochter des Pastors Daniel Funck aus Rethem bei Lüneburg; 1613 Prediger in Bucca/Grafschaft Hoya, 1615 Pastor in Weimar; seit 1617 Hauptpastor an der Jacobikirche in Hamburg, 1621-1625 theologische Vorlesungen am Akademischen Gymnasium in Hamburg, 1646 Senior des Hamburgischen Ministeriums; Verfasser mehrerer philosophischer Schriften, aus den Schuldisputationen in Stade hervorgegangen, und theologischer Erörterungen, überwiegend zur Auseinandersetzung mit den Calvinisten über die Abendmahls- und Prädestinationslehre. 
Kategorien Religion
Funktionen
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Max Schmeling  
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Geboren 28. September 1905
Geburtsort Klein Luckow/Uckermark 
Gestorben 02. Februar 2005
Todesort Wenzendorf bei Hamburg 
Kurzbiographie

Max Siegfried Adolf Otto Schmeling wuchs als ältestes von drei Kindern in Hamburg auf. Sein Vater war Steuermann bei der Hapag. Nach Ende der Volksschule begann er als 14jähriger eine kaufmännische Lehre. Ab 1922 arbeitet er bei einer Düsseldorfer Brunnenbaufirma und trat in den Kraftsportverein Benrath ein. Im April 1924 entschied er sich, ins Profilager zu wechseln. Er wurde Deutscher Meister im Halbschwer- und Schwergewicht. Am 12. Juni 1930 errang er durch Disqualifikation seines Gegners den Weltmeistertitel gegen Jack Sharley in New York. Sein legendärer Sieg gelang ihm 1936 mit einem K.O. in der 12. Runde gegen den als unschlagbar geltenden „Braunen Bomber“, Joe Louis. Die nationalsozialistische Propaganda nutzte Schmelings Popularität, ohne ihn jedoch politisch vereinnahmen zu können. So behielt er gegen den Willen der Nazis seinen  jüdischen Manager Joe Jacobs und schützte zwei junge Juden während der „Reichkristallnacht“ 1938. Nach dem Krieg erwarb er eine Abfüllkonzession für Coca Cola in Hamburg. Als ältester Unternehmer der Stadt und mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet starb Max Schmeling am 1. Februar 2005 im Alter von 99 Jahren. Sein Vermögen hatte er in eine gemeinnützige Stiftung überführt.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Koppel 6 ist seit 2011 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
Max-Schmeling-Park, Harburg, seit 2011
 
Lebensbeschreibungen Max Schmeling Bio.pdf
Literaturhinweise Schmeling Literaturhinweise.pdf
Kategorien Sport
Funktionen
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Arno Schmidt  
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Geboren 18. Januar 1914
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Juni 1979
Todesort Celle 
Kurzbiographie

Arno Schmidt, am 18. Januar 1914 in Hamburg-Barmbek geboren, war einer der bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Von seinem 1949 erschienenen ersten Band mit expressionistischen Erzählungen „Leviathan“  über das Hauptwerk „Zettels Traum“ (1970) bis  zu seinem letzten 1975 veröffentlichten Roman „Abend mit Goldrand“ hatten die schöpferische Kraft seiner Sprache und sein nie versiegender kühner Einfallsreichtum sein Schreiben geprägt. Nach zahlreichen Umzügen und wirtschaftlicher Not zog der Sprachgewaltige 1958 zusammen mit seiner Frau Alice in das kleine Dorf Bargfeld bei Celle in der Lüneburger Heide, das ihm fortan Sehnsuchtsort und Schreibparadies war. Er starb am 3. Juni 1979 mitten im Schreiben an einem Roman „Julia und die Gemälde“.

Es wird auf das ausführliche Nachwort von Bernd Rauschenbach hingewisen.

 
Lokale Referenzen Arno-Schmidt-Platz, Hammerbrook, seit 2004
 
Sonstige AS Kaktus+.jpg
Lucie und Arno Schmidt in Hamburg+.dib
Tafelfichte+.jpg
Arno Schmidt in Kastel.jpg
Lebensbeschreibungen LB Arno Schmidt.pdf
Podcasts Joachim Kersten liest Arno Schmidt - Nachbarin, Tod und Solidus.wma
Joachim Kersten liest Arno Schmidt - Seltsame Tage.wma
Bernd Rauschenbach liest Arno Schmidt - Der Tag der Kaktusblüte.wma
Jan Philipp Reemtsma liest Arno Schmidt - Die Vorsichtigen.wma
Literaturhinweise Neuerscheinungen Arno Schmidt.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
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Friedrich Ludwig Schmidt  
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Geboren 05. August 1772
Geburtsort Hannover 
Gestorben 13. April 1841
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Wundarzt, Schauspieler, Dramatiker und Theaterdirektor.
Als Sohn eines königlich hannoverschen Zolleinnehmers wuchs er behütet unter zwölf Geschwistern auf. Von 1788-91 betätigte sich Schmidt als chirurgischer Handlanger beim dortigen Kreisphysikus. Gegen den Willen seines Vaters ging er am 22. Januar 1792 nach Braunschweig ans Theater und wurde hier Mitglied einer Wandertruppe, mit der er auf Bühnen in ganz Norddeutschland gastierte. Am 5. Januar 1795 schrieb Schmidt sich am neugegründeten Stadttheater in Magdeburg ein, wo er in den folgenden zehn Jahren erfolgreich auf der Bühne stand. Zum 2. April 1806 zog es ihn mit seiner jungen Familie nach Hamburg an das von Friedrich Ludwig Schröder geleitete Nationaltheater am Gänsemarkt. Hier freundete er sich schnell mit dem Theaterdirektor an, um aus seiner Hand im Jahre 1815 die Leitung dieses Hauses zu übernehmen. Das Gebäude hielt den steigenden Anforderungen nicht mehr lange Stand und so weihte Schmidt am 3. Mai 1827 mit Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont das neue Stadt-Theater ein. Das Haus war vom Baumeister und späteren Oberbaudirektor, Carl Ludwig Wimmel, auf dem Grund der ehemaligen Kalkhöfe errichtet und ist Vorgänger der heutigen Staatsoper. Bis zu seinem Weg in den Ruhestand leitete Friedrich Ludwig Schmidt sehr engagiert das Stadt-Theater.
Friedrich Ludwig Schmidt war verheiratet mit Dorothea Henriette Auguste Eleonore, geb. Moers (* 1772 in Magdeburg: + 1846 in Hamburg), die ihm zahlreiche Kinder schenkte. So brachte sie am 20. Juli 1802 Helene Franziska Margarethe Henriette zur Welt. Diese Tochter wurde später die Ehefrau von Bürgermeister Nikolaus Binder.
 
Lokale Referenzen
Friedrich Ludwig Schmidt war überzeugter und sehr aktiver Freimaurer. Er wurde - vermutlich in Magdeburg - am 13. April 1798 in den Bund aufgenommen, am 12. April 1799 zum Gesellen befördert und am 25. Oktober 1799 zum Meister erhoben. Nach seinem Umzug nach Hamburg nahm ihn die hiesige Loge "St. Georg zur grünenden Fichte" am 3. Februar 1816 an - sein Bürge hierbei war Friedrich Ludwig Schröder. Im August 1834 wird er in der Bestandsliste der Loge "Emanuel zur Maienblume" geführt.
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
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Helmut Heinrich Waldemar Schmidt  
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Geboren 23. Dezember 1918
Geburtsort  
Gestorben 10. November 2015
Todesort  
Kurzbiographie Bundeskanzler a.D. Dr. h.c. mult. Helmut Schmidt war der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren. Er legte 1937 an der Lichtwarkschule in Hamburg Abitur ab. Während des Zweiten Weltkrieges war Schmidt Soldat der Wehrmacht und stieg bis zum Oberleutnant auf. Im April 1945 geriet Schmidt in Kriegsgefangenschaft, aus der im Dezember 1945 entlassen wurde. Ab 1946 studierte er Volkswirtschaftslehre sowie Staatswissenschaft in Hamburg. Er schloss das Studium 1949 mit einem Diplom in Volkswirtschaft ab. Schmidt wurde 1945 in Mitglied in der SPD. Von 1949 bis 1953 arbeitete er zunächst als Referent, dann als Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung; ab 1952 war er Verkehrsdezernent in der „Behörde für Wirtschaft und Verkehr“ in Hamburg, die der spätere Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller leitete. Von 1953 bis 1962 war Schmidt SPD-Bundestagsabgeordneter. Seine rhetorische Schlagfertigkeit, die er in zahlreichen Rededuellen unter Beweis stellte, brachte ihm den Spitznamen „Schmidt-Schnauze“ ein. Im November 1961 wurde Schmidt Innensenator von Hamburg. Sein Umgang mit der Flutkatastrophe im Februar 1962, bei der Schmidt die Bundeswehr zur Hilfe holte, begründete seinen bundesweiten Ruf als Krisenmanager. Von 1965-1987 war Schmidt erneut Bundestagsabgeordneter. Von 1969-1972 hatte er das Amt des Bundesverteidigungsministers inne. Von 1972-1974 war er Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen; nach dem Rücktritt Willy Brandts wurde er am 16. Mai 1974 zum fünften Bundeskanzler gewählt. Schmidt blieb bis 1982 Bundeskanzler und wurde durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgelöst. In seiner Amtszeit erreichte der RAF-Terrorismus, besonders im sog. „Deutschen Herbst“ 1977 seinen Höhepunkt. Schmidts Ansichten zur Rüstungspolitik, die auf ein „Gleichgewicht des Schreckens“ setzten, wurden auch innerhalb der SPD kontrovers diskutiert. Besonders der „Nato-Doppelbeschluss“ führte zur Formierung einer starken Friedensbewegung und bundesweiten Protesten. Nach seiner Zeit als Bundeskanzler war Schmidt bis 1989 zunächst Geschäftsführer und dann Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wurde mit zahlreichen Ehrendoktortiteln und Preisen ausgezeichnet und war Ehrenbürger der Städte Berlin, Bonn Bremen, Hamburg und Güstrow, sowie Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein. Bis zu seinem Tod genoss er in weiten Teilen der Bevölkerung hohes Ansehen und galt als moralische Instanz.
Helmut Schmidt war 68 Jahre mit seiner einstigen Schulfreundin „Locki“ verheiratet. Die gemeinsame Tochter Susanne lebt als Wirtschaftsjournalistin in England.
Helmut Schmidt starb am 10. November 2015 in Hamburg.
 
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 1961 - 1965
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Robert Schmidt-Hamburg  
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Geboren 05. April 1885
Geburtsort Berlin 
Gestorben 15. April 1963
Todesort Laboe 
Kurzbiographie

Robert Schmidt-Hamburg malte größtenteils Schiffe auf hoher See, auch wenn er unter dem Titel „Maler des Hamburger Hafens“ bekannt wurde, gehören Hafenszenen zum geringeren Teil seines Werkes. Kennzeichnend sind oft besonders leuchtende Farben und ein kräftiger Pinselduktus, teilweise mit impressionistischen Anklängen.  

Robert Schmidt wurde 1885 als Sohn eines Korbmachermeisters geboren, der sich selbstständig gemacht hatte und eine kleine Fabrik in Berlin besaß. Schon früh interessierte ihn die Seefahrt, und so arbeitete er zwischen 1901 und 1914 auf zwölf verschiedenen Schiffen als Schiffsjunge, Matrose und Steurer, besonders häufig auf Schiffen der Deutsch-Afrika-Linien. Er begann zunächst, Postkarten von diesen Schiffen zu malen, und konnte eine Serie an einen Berliner Verlag verkaufen. Wenn er nicht gerade zur See fuhr, lebte er ab 1901 in Berlin. Ab 1910 signierte er – aus Verbundenheit zu der Hansestadt – mit dem Namen „Schmidt-Hamburg“. 1914 lernte er auf einer Seereise den Reeder Albert Ballin kennen, der ihm sofort zwei Bilder abkaufte und ihn weiter fördern wollte. Als daraufhin der Krieg begann, meldete sich Schmidt freiwillig, wurde zunächst nach Kiel versetzt, und nahm dann an der Skagerrakschlacht teil. Im Rahmen seines Dienstes bei der Marine arbeitete er fortan auch als Illustrator der aktuellen Geschehnisse. Diese Werke wurden oftmals von der Presse genutzt. 1915 malte er erstmals ein Schiff im Rahmen eines Auftrages: das Linienschiff Bayern. 

Immer noch im Dienst der Marine, wurde er vom Dienst auf See freigestellt, um sich auf die Malerei konzentrierten zu können. In Kiel mietete er sein erstes Atelier, es folgten zahlreiche Aufträge für Schiffsbilder und Zeitungsillustrationen. Oft gab es vom aktuellen Kriegs- und Marinegeschehen keine Fotografien, sondern nur mündliche oder schriftlichen Berichte, die dann schnell umgesetzt und veröffentlicht werden sollten. 1918 war es Schmidt-Hamburg der zahlreichen gut bezahlten Aufträge wegen möglich, ein eigenes Haus in Laboe bei Kiel zu kaufen. 1943 wurde Schmidt-Hamburg zum Einsatz in Husum eingezogen. In der Zeit der englischen Besatzung nach dem Krieg verlor er einen Teil seines Werkes. Als sich die wirtschaftliche Lage von Reedereien und Werften besserte, erhielt auch Schmidt-Hamburg (etwa ab 1951) wieder vermehrt Aufträge. Wegen schwerer Krankheit gab Schmidt-Hamburg das Malen 1962 auf. 

 
Literaturhinweise Robert Schmidt-Hamburg_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Karl Heinrich Schmilinsky  
Abbildung
Geboren 15. Juni 1818
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1891
Todesort Montreux 
Kurzbiographie Karl Heinrich Schmilinsky, geboren 15.6.1818 in Hamburg, gestorben 20.4.1891 in Montreux, Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Nicolaus Schmilinsky und der Margaretha Oldenburg. Nach Kaufmannslehre als Kaufmann in Mexiko, später in Hamburg tätig. Vermählt 26.10.1853 mit Cäcilie Tanner. Gründer der Heinrich-Schmilinsky-Stiftung zur Unterstützung unversorgter junger Mädchen während der beruflichen Ausbildung und pensionierter Lehrerinnen und Gouvernanten. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in St. Georg ist seit 1899 die nach ihm benannte Schmilinskystraße.  Ergänzt 2017 um seine Ehefrau Amalie Cäcilie Schmilisky, geb. Tanner (1833-1916), die gemeinsam mit ihrem Gatten das Stift gründete
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Ernst Schnabel  
Abbildung
Geboren 26. September 1913
Geburtsort Zittau 
Gestorben 25. Januar 1986
Todesort Berlin 
Kurzbiographie Ernst Schnabel war Romancier und Weltenbummler, Rundfunkredakteur und Funkhausintendant. In seinen Hamburger Jahren prägte er entscheidend die Aufbaujahre des Nordwestdeutschen und Norddeutschen Rundfunks (NWDR und NDR) mit. So war er von 1946 an zuerst Chefdramaturg, dann bis Anfang 1949 Leiter der Abteilung Wort am Sender in der Rothenbaumchaussee. Von 1951 bis 1955 leitete er als Intendant das Funkhaus Hamburg des NWDR. Berühmt wurde sein 1947 gesendetes Hörspiel „Der 29. Januar“, das den Kältewinter 1946/47 thematisiert und ein einzigartiges Zeitdokument der Trümmerjahre in Hamburg und im Norden Deutschlands darstellt. Schnabel übernahm auch in den 1960er Jahren wichtige Aufgaben, die die Kulturprogramme beförderten. So baute er zwischen 1962 und 1965 das gemeinsame Dritte Hörfunkprogramm von NDR, Radio Bremen und Sender Freies Berlin (SFB) mit auf, von 1965 an engagierte er sich für das Dritte Fernsehprogramm des SFB. Neben diesen kulturvermittelnden Aufgaben schrieb Schnabel zahlreiche Prosatexte, Romane und übersetzte aus dem Englischen. Ein Best- und Longseller ist sein Buch über Anne Frank. Ernst Schnabel war Mitglied der Freien Akademie Hamburg und der Akademie der Künste Berlin. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ernst Schnabel“. Die Abbildung wurde uns freundlicherweise vom S. Fischer Verlag GmbH zur Verfügung gestellt.
 
Lebensbeschreibungen Ernst Schnabel.pdf
Literaturhinweise Hans-Ulrich Wagner, Das Floß der Medusa_NDR.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Autor/in: -
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Carl Wilhelm Hugo Schnars-Alquist  
Abbildung
Geboren 29. Oktober 1855
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. August 1939
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Als Motive wählte Schnars-Alquist ausschließlich Seestücke und Hafenbilder, gerne Großsegler auf hoher See. Seine beliebten Werke wurden auch als Grafiken vervielfältigt.

Schnars-Alquist wurde 1855 in Hamburg geboren und arbeitete – als Sohn einer Kaufmannsfamilie – vorerst auch als Export- und Bankkaufmann in Hamburg. Das Malen erlernte er zunächst autodidaktisch, von 1886–1889 war er anschließend Meisterschüler an der Berliner Akademie bei Hans Gude. 1890 ging Schnars-Alquist (der Namenszusatz „Alquist“ diente ihm zunächst als Pseduonym und wurde später zum offiziellen Namenszusatz) das erste Mal auf eine Weltreise. 1893 wurde er zum Kunstkommissar und Juror der Weltausstellung in Chicago. 1892 gehörte Schnars-Alquist mit zu den Gründungsmitgliedern der „Vereinigung der XI“ (darunter war etwa auch Max Liebermann), die sich gegründet hatte, um abseits von herrschendem Massengeschmack der Zeit und finanziellen Erwägungen ausstellen zu können. 1898 ließ er sich in Hamburg nieder, und unternahm zahlreiche weitere Reisen um die ganze Welt, teilweise auch auf Segelschiffen, darunter sehr oft in die USA, auf die Karibischen Inseln, nach Afrika und Südamerika. Seine Werke waren, vor allem in bürgerlichen Kreisen, sehr beliebt und statteten etwa auch Passagierdampfer aus; auch Kaiser Wilhelm II. besaß seine Bilder. 

 
Literaturhinweise Hugo Schnars-Alquist_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Karl Rudolf Schneider  
Abbildung
Geboren 15. Mai 1892
Geburtsort Mainz 
Gestorben 11. Dezember 1945
Todesort Chicago (USA) 
Kurzbiographie 1908 - 11 Studium an der Kunstgewerbeschule Mainz 1912 - 14 Mitarbeiter bei Gropius & Meyer in Berlin 1920 - 21 Mitarbeiter bei Fritz Höger in Hamburg 1921 Gründung des eigenen Architekturbüros in Hamburg 1930 - 33 Professor an der Landeskunstschule Hamburg 1938 Emigration in die USA __Jan Lubitz _ Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Sonstige www-architekten-portrait-Schneider.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
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Alfred Schnittke  
Abbildung
Geboren 1934
Geburtsort  
Gestorben 1998
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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August Schoch  
Abbildung
Geboren 12. März 1881
Geburtsort Herisau (CH) 
Gestorben 12. Mai 1957
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 17.04.1894 geboren in Hamburg; 1912 Architekturstudium an der TH Charlottenburg (TU Berlin); Wechsel an die TH Dresden; Diplom 1921 bei Hans Poelzig; Mitarbeiter von Erich Elingius; 1924 als Büropartner aufgenommen (Elingius & Schramm); Nach dem Tod von Elingius führt Schramm das Unternehmen mit dessen Sohn Jürgen Elingius weiter; 1956 stoßen Harald Peters und Jost Schramm als Partner dazu; Büroname wird beibehalten; 1964 gibt er die Architektentätigkeit auf; 1982 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen AugustSchochWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Prof. Dr. Dr. Simon Schöffel  
Abbildung
Geboren 22. Oktober 1880
Geburtsort Nürnberg 
Gestorben 28. Mai 1959
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Simon Schöffel wurde 1933 der erste lutherische Landesbischof Hamburgs. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums 1903 war er Hofkaplan in Schönberg/Hessen, absolvierte das Vikariat und legte 1908 das zweite theologische Examen ab. 1909 übernahm er eine Pfarrstelle in Schweinfurt, 1921 dort das Dekanat. An der Erlanger Universität wurde er mit Arbeiten zur Schweinfurter Kirchengeschichte 1916 zum Dr. phil und 1918 zum Lic. theol. promoviert, 1922 erhielt er dort die theologische Ehrendoktorwürde. 1921 wählte man ihn zum Hauptpastor an St. Michaelis in Hamburg. Schöffel war der führende Vertreter der orthodoxen, „positiven“ kirchlichen Richtung. Besonders engagierte er sich in grundsätzlichen Angelegenheiten der Kirchenleitung und in der Schulpolitik. Seit seinem Wechsel in die Hansestadt setzte er sich für die Einrichtung des hierarchischen Bischofsamtes ein, das seiner Meinung nach wesentlich zur lutherischen Kirche gehöre. 1933 konnte Schöffel sich nach der Etablierung des Führerprinzips im staatlichen Bereich durchsetzen. Durch das entsprechende Gesetz wurden die demokratischen Elemente der Kirchenverfassung von 1923 aufgehoben. Schöffel bekannte sich nachdrücklich zum nationalsozialistischen Staat, obwohl er kein Mitglied er NSDAP wurde. Auf Reichsebene war Schöffel kurzzeitig im Geistlichen Ministerium. Aufgrund von Spannungen mit den Deutschen Christen und Rivalitäten, verlor er im März 1934 das Bischofsamt in Hamburg. Nach dem Rücktritt seines Nachfolgers Franz Tügel im Juli 1945 wurde Simon Schöffel im Februar 1946 durch Zuruf wieder gewählt und amtierte bis zum Eintritt in den Ruhestand im Dezember 1954. Schwerpunkt in seiner zweiten Amtsperiode war die Ausbildung des Nachwuchses. Seit seinem Amtsantritt lehrte er Kirchengeschichte und später Systematische Theologie am Allgemeinen Vorlesungswesen der Universität, von 1931 bis 1937 auch in der Religionslehrerausbildung und von 1945 bis 1954 am Kirchlichen Vorlesungswerk bzw. der Kirchlichen Hochschule Hamburg, wo er 1950 vom Landeskirchenrat den Titel „Professor der Theologie an der Kirchlichen Hochschule Hamburg“ verliehen bekam. Simon Schöffel war ein ehrgeiziger Theologe, ein produktiver Wissenschaftler und verdienstvoller Seelsorger. Theologisch vertrat er streng lutherische Positionen, politisch war er konservativ eingestellt und vertrat zeitweise antidemokratisch-völkisches Ideengut. 
Lokale Referenzen

 

 
Literaturhinweise Schöffel Literatur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: -
Theologe/in: -
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